Was ist wahre Männlichkeit - was wahre Weiblichkeit?
Die positiven Eigenschaften von Männlichkeit
"Männlichkeit kann zwei Richtungen haben, genau wie Weiblichkeit auch. Der männliche Verstand kann angriffslustig, gewalttätig und zerstörerisch sein. Die Männer haben diese Seite gelebt und die Menschheit hat dadurch viel gelitten. Wenn Männer in diese negative Seite ihrer Männlichkeit gehen, dann fallen die Frauen natürlicherweise in die negative Seite der Weiblichkeit, um mit den Männern sein zu können. Sonst wäre der Gegensatz nicht zu überbrücken. Die Frauen werden also passiv, lethargisch und gleichgültig. Negative Männlichkeit kann sich nur mit negativer Weiblichkeit verstehen.
Kreativität, Initiative, Abenteuerlust
Doch es gibt noch die positive Seite. Nichts kann nur negativ sein, alles hat auch einen positiven Gesichtspunkt. Die positive Seite der Männlichkeit ist Kreativität, Initiative und Abenteuerlust. Es sind die gleichen Attribute wie die negativen, nur in einer höheren Ebene gelebt. Der negative männliche Verstand wird zerstörerisch, der positive kreativ. Zerstören und Erschaffen sind zwei Aspekte einer einzigen Energie. Die gleiche Energie, die angriffslustig und aggressiv ist, kann zu Initiative werden. Dann hat Aggressivität eine ihr eigene Schönheit. Wenn Gewalttätigkeit Abenteuerlust wird, wenn Gewalt zu Forschergeist wird, die Kraft, Neues und Unbekanntes zu erforschen, dann ist das allen ungeheuer dienlich.
Positive Weiblichkeit:
Empfänglichkeit, Loslassen können und Energie sammeln
Das gleiche gilt für die weiblichen Qualitäten. Antriebslosigkeit ist negativ, Empfänglichkeit ist positiv. Sie sehen sich ähnlich, du wirst genau hinschauen müssen, um den Unterschied wahrzunehmen. Empfänglichkeit heißt willkommen, sie wartet ab und ist andächtig. Empfänglichkeit ist ein Gastgeber oder eine Gebärmutter. Antriebslosigkeit ist einfach nur Abgestumpftheit, Tod und Hoffnungslosigkeit. Da gibt es nichts, auf was zu warten wäre, nichts ist zu erhoffen, nichts wird jemals geschehen. Gleichgültigkeit und Lethargie sind Gift.
Die Kraft, sich zu lösen
Doch genauso kann Gleichgültigkeit auch zur gesunden Loslösung von den Dingen werden. Gleichgültigkeit und losgelöst sein sehen gleich aus, sind es aber nicht. Gleichgültigkeit hat einfach kein Interesse. Sich von den Dingen zu lösen, ist keine Abwesenheit von Interesse, sondern das Gegenteil. Es ist totales Interesse und hat nur noch die Fähigkeit zusätzlich, sich nicht anzuklammern. Genieße den Moment, solange etwas besteht und wenn der Moment zu verschwinden beginnt - so wie das mit allem ist - dann lasse los. Das ist Loslösung.
Ein Sammelbecken von Energie
Lethargie ist ein negativer Zustand. Man liegt wie ein Lehmklumpen da, ohne die Möglichkeit zu haben, zu wachsen und zu erblühen. Die gleiche Energie kann zu einem großen Pool von Energie werden. Sie geht nirgendswohin, sie unternimmt nichts, doch sie erhöht und vermehrt sich. Positive Weiblichkeit ist nicht lethargisch, sondern wie ein großes Becken vollgefüllt mit Energie. Während sich die Energie ansammelt und ansteigt, geht sie durch viele qualitative Veränderungen.
Ein abenteuerlustiger Mann mit einer Frau voller Energie
Ein wirklich maskuliner Mann muss abenteuerlustig und kreativ sein und so viele Initiativen wie möglich ergreifen. Die Frau soll das Energiereservoir hinter ihm bilden, damit so viel Energie wie möglich für das Abenteuer bereit steht. Die Energie wird benötigt, damit es voller Inspirationen sein kann und auch eine sensible Komponente mit dabei ist. Die abenteuerliche Seele kann sich in der Frau entspannen und wird wieder mit Leben aufgefüllt und erneuert.
Die Einheit geschieht mit den positiven Eigenschaften
Mann und Frau werden zu einer Einheit, wenn sie beide mit ihren positiven Eigenschaften zusammen sind. Die wahre Beziehung - und davon gibt es nicht viele - ist eine, in der sich ein Partner mit dem anderen in einer positiven Weise verbindet. Dann wird das Zusammensein zu Meditation. Dann ist es ein wirklich großartiges Abenteuer, zusammen zu sein."
Osho, Zitat - Auszug aus Book of Wisdom, #8
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In diesem Zitat von Osho wird beschrieben, wie Liebe zu Meditation werden kann. Oft geht der männliche Verstand in Angriffslust, Gewalttätigkeit und Zerstörungswut und der weibliche in Passitivität, Lethargie und Gleichgültigkeit. Wenn Liebe zu Meditation wird, dann geht der männliche Teil einer Beziehung in Kreativität, Initiative und Abenteuerlust und der weibliche in Empfänglichkeit, Loslassen und Energie sammeln.
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