Vollmond und Meditation

Heute Nacht (20. Februar 2008) scheint der Vollmond, was manche Menschen nicht besonders gut schlafen lässt und andere zur Erleuchtung bringt. Buddha ist in einer Vollmond Nacht geboren, erleuchtet und auch gestorben oder "verlöscht", wie die Buddhisten sagen. Der Vollmond hat es in sich, was viele Traditionen dazu nutzen, Vollmond Meditationen zu praktizieren. In der tibetischen Tradition soll der Vollmond der beste Tag dafür sein, mit Meistern Kontakt aufzunehmen, da das Denkvermögen an diesem Tag offen ist. Auch in den hinduistischen Veden (Heiligen Schriften) steht, dass der Mond der Torweg zwischen Meister und Schüler ist. Im Zen ist der Mond ein Symbol für Erleuchtung. Wenn man meditiert, wird man zum Vollmond! (Das ist nicht auf die Gesichtsform bezogen). Das ist doch mal eine neue Perspektive, nach all dem Nichts der letzten Noseletter ... Damit wir das Symbol des vollen Mondes besser verstehen, ein paar Worte über Buddha und seine Mond Natur ...

Buddha ist wie der Mond - weder kommt noch geht er

"Wenn der Mond untergeht, sagen die Menschen, dass er verschwunden sei; wenn der Mond aufgeht, sagen sie, dass er wiedergekehrt sei. Tatsächlich aber kommt und geht der Mond nicht, sondern er scheint unverändert am Himmel. Buddha ist genauso wie der Mond. Weder kommt noch geht er.

Die Menschen nennen einen bestimmten Stand des Mondes Vollmond, einen anderen Stand nennen sie zunehmenden Mond. In Wirklichkeit aber ist der Mond immer rund, weder zu- noch abnehmend. Buddha ist ebenso wie der Mond. In den Augen der Menschen mag Buddhas Erscheinung sich öfters wandeln, aber in Wahrheit ändert sich Buddha nie.

Der Mond scheint überall; über einer großen Stadt einem schlafenden Dorf, einem Berg, einem Fluss. De Mond ist in den Tiefen eines Teiches zu sehen, in einer Krug mit Wasser, in einem Tautropfen, der auf einem Blatt hängt. Wenn ein Mensch Hunderte von Meilen geht: der Mond begleitet ihn. Für Menschen scheint sich der Mond zu verändern, aber der Mond bleibt wie er ist. Buddha ist wie der Mond, wenn er den Menschen dieser Welt bei all ihren Lebensveränderungen folgt und sich darauf einstellt, aber bezüglich seines Wesens ändert er sich nicht."

Aus www.dharmaweb.de


Übung zum Vollmond
Lest den Text noch einmal und ersetzt das Wort "Buddha" mit eurem Namen.


Und noch ein anderer Aspekt des Mondes in der Meditation
von Zen Meister Dogen

Die Erleuchtung ist wie der Mond, der sich im Wasser spiegelt.
Der Mond wird nicht nass noch bewegt sich das Wasser.
Obgleich sein Licht groß und strahlend ist,
spiegelt sich der Mond auch in der kleinsten Pfütze.
Der ganze Mond und auch das ganze Universum
spiegeln sich im Wassertropfen auf einem Grashalm.


Viel Spaß beim Meditieren und zum Vollmond werden

wünscht euch

Samarpan

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