Konzentration ist keine Meditation
Sich 72 Minuten in Eis packen und andere Kuriositäten
Es ist beeindruckend zu sehen, wozu der menschliche Geist fähig ist. Mönche aus den unterschiedlichsten Kulturen haben sich weißer Magie verschrieben und werden als Heiler, als Yogis, als Heilige verehrt. Es ist manchmal unglaublich, was möglich ist, wenn der Verstand ganz auf ein Ziel ausgerichtet und konzentriert wird. Ohne einen Meister zahlt der Magier meist einen hohen Preis dafür - denn Konzentration verstärkt das Ego. Der Meister hilft, die Fallen des spirituellen Egos zu umschiffen und ist deshalb notwendig auf dem Weg zu Meditation.
Heute möchte ich mich dem Holländer Wim Hof widmen und an seinem Beispiel das Phänomen des Yogis oder Magiers genauer ansehen. Er ist ein westlicher Yogi, der viele Jahre "Tummo" praktizierte. Wim Hof ist als "der Eismann" bekannt. Er schwimmt nackt unter Eisschollen hindurch, joggt barfuß durch Schneelandschaften und steht 72 Minuten lang in einem künstlichen Eiswürfel mitten in New York.
Ich fand es interessant, mehr über seine Persönlichkeit zu erfahren und habe ein paar Videos über ihn gefunden. Macht euch selbst ein Bild von ihm:
• Ein Foto mit leicht gerötetem Näschen ...
• In Chelsea, im Eiswürfel
• Ein Rundum Video"A Man Can Do More Than He Thinks"
Auf YouTube.com gibt es noch weitere spannende Videos von ihm.
Wie hält er das aus? Was ist Tummo?
Laut Wikipedia ist "Tummo (tibetisch für "innere Hitze, inneres Feuer, der/die Grimmige, rasendes Weib) eine tibetische Bezeichnung für eine fortgeschrittene, tantrische Meditationstechnik des Vajrayana-Buddhismus. Äußeres Ziel und damit der Ursprung des Namens dieser kontemplativen Praxis ist die bewusste Erhöhung der Körpertemperatur bei gleichzeitiger Immunisierung gegen niedrige Umgebungs Temperaturen ohne die Zuhilfenahme äußerer Mittel." Mehr Informationen im englischen Wikipedia.
Eine detailierte Beschreibung von Tummo gibt Jürgen Fischer:
Der Praktizierende lenkt auf dem zentralen Energiekanal entlang der Wirbelsäule zwei farbige - ein rotes und eine weißes - Energiebällchen vom Becken und vom Scheitel aus mit hoher Geschwindigkeit gegeneinander und vereinigt sie sozusagen in einer visualisierten "Kernfusion". Als Ergebnis dieser Meditation entsteht physische Hitze, d.h. der Körper erwärmt sich, unabhängig von der Außentemperatur.
Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass Visualisierungs Techniken dieser Art nur unter Anleitung eines Meisters gemacht werden sollten. Es ist leicht, sich darin zu verlieren ...
Viel Spaß beim Meditieren und Los Lassen
wünscht euch
Samarpan
PS: Statt sich warme Gedanken zu machen, wie wärs mit ein wenig Puls fühlen? Den eigenen Pulsschlag des Herzens?
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