Ein Zuflucht, die in mir selbst ist

Der Grund, warum es überhaupt Religionen gibt, ist wohl, dass sie eine Zuflucht bieten. Die Religionen lehren, die Zuflucht sei außerhalb von uns selbst, weg von unserem normalen Leben - in einem oder mehreren Göttern. Durch Meditation finden wird die Zuflucht in uns selbst, genau hier, in diesem Leben.

Der Innere Buddha als Halt

Manchmal bin ich nicht stark und erfolgreich in der Welt, sondern verletzlich und unsicher. Manchmal erschaffen die Gedanken Sorgen und Zukunftsängste. Manchmal fühle ich mich von Freunden nicht gewertschätzt... In solchen Situationen bin ich froh, zum Inneren Buddha rennen zu können, eine Zuflucht an innerer Wahrheit zu haben, die wie ein klarer Fluss das Leben unterströmt. Und hopp, bei Schwierigkeiten (und auch sonst) springe ich ins klärende Wasser (oder Licht).


Meine Zuflucht - Wahrnehmen

Alle Meditationstechniken haben gemeinsam, die Wahrnehmung über sich selbst zu stärken, also Körper, Gedanken und Gefühle aufmerksam wahrzunehmen. Die entspannte Aufmerksamkeit fällt dann mehr und mehr auf das Wahrnehmen selbst zurück. In den Überlieferungen weiser Menschen wird der Zustand des Wahrnehmens "Beobachter" genannt, oder "Bewusstheit". Von dort öffnet sich die Türe zum Inneren Buddha.

In meinem Leben ist der klare und aufrichtige Zustand des bloßen Wahrnehmens Zuflucht bei allen Schwierigkeiten. Es ist eine Zu-Flucht, die keine Flucht ist. Die Probleme werden nicht auf die Seite geschoben, wie das in der traditionellen Form des Betens - gleichzusetzen mit Bitten um Hilfe - der Fall ist. In der Meditation wird die ganze Situation kristallklar und im Licht von Wahrheit und Ehrlichkeit angesehen. Für mich ist das die einzige wirkliche Zuflucht, die ich habe.


Zuflucht in kleinen Schritten

Im Buddhismus geht man davon aus, dass der Mensch nicht fähig ist, gleich die Zuflucht in der höchsten Wahrheit zu finden. Deshalb richtet sich der Buddhist innerlich auf drei Zufluchtsobjekte aus, den drei Juwelen:

• Zuflucht zu Buddha als Lehrer
• Zuflucht zu seiner Lehre (Dharma)
• Zuflucht zur Gemeinschaft der erhabenen Wesen (Sangha)

Die drei Juwelen


in dem folgenden Videoclip gibt es eine Anleitung, wie mit nur drei Atemzügen die drei Juwelen in der Meditationspraxis präsent sein können; wie in nur einer Minute eine Zuflucht geschaffen werden kann.
Three Breaths, Three Jewels


In der buddhistischen Tradition gibt es viele Gebote und Regeln, wie die drei Juwelen erreicht und erhalten werden können. Ich bin kein Buddhist und Verhaltensregeln sind für mich eher Behinderungen der Intelligenz, denn Hilfe zu tieferem Verstehen. Erstaunlicherweise muss ich jedoch feststellen, dass ich in meinem Leben durchaus den Weg der drei Juwelen erfahren habe und das ohne Gebote, einfach aus Leidenschaft...


Falls ihr mehr über den Zufluchtsort wissen wollt:

Buddhas rebellischer Ansatz
Die ganze Natur ruft die Wahrheit
Das Zentrum im großen Zeh


Viel Geborgenheit und Ruhe in der Zuflucht
wünscht

Samarpan


PS: Familienstellen zur Lösung von Verhaltensmustern


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Alle bisherigen Noseletter sind im Noseletter Blog nachzulesen

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In diesem Noseletter wird beschrieben, wie man durch Meditation einen ewigen Halt im Leben gewinnen kann, eine Zuflucht in sich selbst. Im Buddhismus gibt es drei Refugien: den Buddha, das Dharma und die Sangha.

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