
Artikel vom 15.Aug.2007

Erstmal üben
Gelassen innerlich vor sich hinsummen ... und zur gleichen Zeit im anstrengenden Beruf von einer Situation zur nächsten rennen. Ist das möglich? Ja. Ein wenig Übung braucht es allerdings ...
Auf den Körper achten
Mit Buddha kann ein neues Zeitalter beginnen. Das Geheimnis ist ganz einfach: Lerne was es heißt, entspannt und gleichzeitig wachsam zu sein. Wenn du versuchst, wach zu sein, dann erinnere dich zur gleichen Zeit daran, nicht den Körper anzuspannen. Er sollte entspannt, locker und in einem Zustand von Gelöstheit sein.
Buddha hat dir keine Themen für die Meditation gegeben. Er hat dir nicht aufgetragen, über Gott oder ein Altarbild zu meditieren, oder ein Mantra zu singen. Er hat vorgeschlagen, die kleinen Dinge des Lebens mit totaler Aufmerksamkeit zu tun. Wenn du isst, dann tue es mit ganzer Aufmerksamkeit – kaue total, schmecke total, rieche total. Berühre das Brot, fühle dessen Struktur, rieche dessen Aroma. Kaue es, lass es sich in dir auflösen und bleibe dabei bewusst – dann meditierst du. Und dann sind Meditation und Leben nicht mehr verschieden.
Es ist falsch, Meditation vom Leben abzutrennen. Meditation wird dann lebensverneinend. In dieser Situation denkt man daran, ins Kloster zu gehen oder in eine Höhle in den Himalaya. Genaugenommen möchte man vor dem Leben davonlaufen, weil es erscheint, als ob es die Meditation stören würde.
Osho, Take it Easy
