Therapie als Vorstufe zur Meditation
Den Kontakt zum Leben wieder herstellen
"Buddha brauchte keine Psychotherapie für seine Schüler. Die Leute damals hatten eine natürliche Unschuld in sich. In diesem Jahrhundert haben die Leute ihr unschuldiges Wesen verloren, sie haben zuviele Gedanken und Wissen angehäuft.
Die Leute haben den Kontakt zum Leben verloren. Sie wurden entwurzelt. Der neue Ansatz ist, Therapie zu benutzen, doch mit dem eigentlichen Interesse an Meditation. Das Interesse an Meditation ist das gleiche, wie bei Chuang Tzu oder Gautam Buddha. Sie haben keine Therapie benutzt, weil es damals nicht notwendig war.
Die Leute waren einfach bereit dazu, wie Rosen zu erblühen, es musste kein Boden dafür bearbeitet werden. In dem heutigen Zeitalter wurde der Mensch mit soviel Zeugs belastet, so viel Unkraut ist in seinem Wesen gewachsen, dass Therapie notwendig ist, um den Boden freizumachen. Das Unkraut wird mitsamt den Wurzeln gejätent, damit es keinen Unterschied vom damaligen Menschen zum heutigen mehr gibt. Der moderne Mensch muss wieder so unschuldig werden wie damals. Genauso einfach und natürlich. Er hat diese vielen großen Qualitäten verloren. Der Therapeut muss ihm helfen. Doch seine Arbeit ist nur eine Vorbereitung. Sie ist nicht das Ende. Das Ende wird Meditation sein."
Osho, Auszug aus The Great Pilgrimage From Here to Here
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