Drei Säulen der Meditation: Entspannen, beobachten, nicht werten

Drei Säulen der Meditation: Entspannen, beobachten, nicht werten

Tiefes Vertrauen, kristallklare Wahrnehmung
und universelle Offenheit

Die drei Grundprinzipien der Meditation
'Entspannen'
'Beobachten'
'Nicht-Werten'...


 

... sind eigentlich das gleiche. In der Tiefe sind sie Ausdruck des selben Zustandes - Meditation. Drei, miteinander verbundene Fingerzeige, die in die gleiche Richtung gehen - nach innen. Sie unterstützen sich gegenseitig:
Entspannen - Beobachten - Nicht-Werten

Entspannen, beobachten und nicht-werten können nicht wirklich voneinander getrennt werden. Sie hängen voneinander ab, sie sind interdependent. Sie sind aus dem gleichen Stoff gemacht: Meditation, Tao, Nirvana, Dhamma, Bewusstsein, dem Urgrund des Seins... Dorthin geht die Reise.

Die Kunst, sich nichts vorzumachen

Entspannt und aufmerksam eine Tasse Tee zu trinken, ist zwar eine feine Sache, doch mit Meditation hat das noch nicht viel zu tun.

Bis in die kleinste Zelle entspannen

In den Medien wird über Meditation berichtet, sie würde gut entspannen und bei Stress helfen. Ein paar kleine Atemübungen und Yoga Positionen, eine geführte Entspannung und schon befindet man sich in Meditation!? Weit gefehlt. Meditation ist der Zustand einer solch tiefen Entspannung, wie wir sie uns nicht einmal vorstellen könnnen. Diese Entspannung befindet sich in jeder Zelle des Körpers, des Gehirns und des emotionalen Körpers. Tiefes Loslassen und Vertrauen, völlige Hingabe an das Leben - das ist Entspannung.

Kristallklare Wahrnehmung

Mit einem zutiefst entspannten Körper und Geist, ist es möglich, die Wirklichkeit kristallklar wahrzunehmen. Wir denken meist, dass wir wissen, was beobachten und wahrnehmen ist. Weit gefehlt. Viele Menschen auf dem Weg meinen, sie würden sich selbst meditativ beobachten, doch in Wahrheit beobachtet der Verstand: 'Ich' beobachte 'mich'. Das Ego beobachtet sich selbst und das hat nichts mit Meditation zu tun. Im meditativen Beobachten gibt es kein 'Ich', da ist lediglich Beobachten.

Nicht einmal Bewerten bewerten...

Sich zu bemühen, niemanden und nichts zu bewerten, ist ein guter Anfang, doch auch das hat nicht viel mit dem Zustand der Meditation zu tun. Nicht-Werten ist der Zustand tiefster Entspannung, universeller Offenheit und Stille, die alles umfassen, sogar das Werten. Zum Beispiel ist es möglich, einen Fehler als solchen zu werten und trotzdem in dem Zustand von Nicht-Werten sein....

Paradox? Ja. Meditation ist paradox. Und dann auch wieder nicht, für den, der aus Erfahrung spricht.

Der Weg zu Meditation:
Meditationstechniken und Spontaneität

Entspannung - Beobachten - Nicht-Werten, diese Zustände sind nicht herbei zu organisieren. Schließlich geht es bei allen dreien darum, Kontrolle loszulassen, das 'Ich-Gefühl' (Ego) auf die Seite zu stellen und sich dem Moment hinzugeben. Organisiert, wer anders als das 'Ich' würde versuchen, sich zu entspannen, zu beobachten und nicht zu werten?

Wie sich annähern?

Aufgrund dieses Dilemmas für den Meditierenden wurden von den Meistern der Meditation verschiedene Meditationstechniken zur Unterstützung entwickelt. Sie zielen darauf ab, über das 'Ich' hinauszugehen und eine direkte Erfahrung von Meditation zu machen. Aktive Meditationen umgehen den analytischen Verstand auf einzigartige Weise, es gibt nichts für ihn zu tun, der Körper schüttelt sich oder tanzt, und die Kontrolle wird nach und nach von selbst aufgegeben... Passive Meditations-Techniken, wie die Vipassana Meditation, benötigen Erfahrung, denn es besteht die Gefahr, dass sich der innere Kontrolleur auf subtilere Ebenen zurückzieht. Wer konzentriert sich sonst auf den Atem?

Im Alltag: Kontrolle aufgeben und spontan sein

Die kontrollierenden Mechanismen des Verstandes verlieren bei einem spontan handelnden Menschen ihre Kraft. Spontaneität, Handeln ohne Nachzudenken, Handeln aus bewusster Präsenz, das ist die beste Möglichkeit, den kontrollierenden Gedanken ein Schnippchen zu schlagen. Eine für unser Denken gefährliche Alternative, die es wie nichts anderes fürchtet. Spontan sein? Ohne Kontrolle handeln? Oh je.

Ausprobieren! Zuerst mit Meditationstechniken, dann auch im Alltag.

Die Tiefe des Wesens erforschen

Meditation ist nichts für Feiglinge. Meditation ist etwas für Menschen, die die Tiefen ihres Wesens erforschen und erleben möchten. Eine gefährliche Reise, die weit über körperliche Entspannungstechniken hinausgeht.


Geeignete Meditationstechniken

Tanzen
Sich schütteln
Summen
Brabbeln


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