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Ein Treffen mit einem meditativen, genialen Menschen

Ein Treffen mit einem meditativen, genialen Menschen

Samarpan und Pakhi
sind Schüler des Meisters Osho.
Sie schreiben sich fast jeden Tag.
In Liebe
Und Verständnis.
Ein Dialog entsteht.


Brief 4 – Treffen mit einem genialen Menschen


Findest du wirklich, dass ich schön schreibe, liebe Samarpan?

Ich erzählte Hans-Wolfgang von ein paar Themen, die ich dir schrieb, und er machte ein paar Anmerkungen dazu, die so intelligent waren, dass ich mir ziemlich milchmädchenhaft dagegen vorkam. Das ist überhaupt etwas, was ich loslassen muss, das Vergleichen. Mit Y. kam es auch, er hat eine Genialität an sich, die mich stark berührt. Er ist sowas von gut drauf, er fliegt. Er ist die reine Yang-Kraft, mit strahlenden Augen, wach und intelligent wie immer, auf höchster Intensität. Anfangs bei unserem Treffen konnte ich mich noch halten als der, der ich bin. Doch nach zwei Stunden bin ich angesichts dieses genialen Menschens zusammengesackt und fing an, mich schlecht zu machen, dass ich so unbeweglich etc. bin. So what. Auch das konnte ich beobachten.

Es war mir eine große Freude, ihn zu sehen. Wir umarmten uns wie früher, es war nichts Störendes zwischen uns. Es ist für mich erstaunlich, dass ein Mensch überhaupt nicht in Emotionen lebt, so wie Y.. Das ist sehr angenehm und kühlend. Ich sah, dass ich dagegen hauptsächlich in Emotionen lebe, dass sie meine Welt sind, was mich nicht sehr glücklich macht. Ich sprach mit Hans-Wolfgang darüber und er meinte, dass eine negative Einstellung gegen die Emotionalität nicht hilft, sie loszulassen, sondern nur eine neutrale Haltung hilft, das Ganze zu entspannen.

Y. und ich plauderten ein bisschen, aßen etwas und er richtete dann meinen Computer ein. Dann packte er die Videos zusammen und ging wieder. Wahrscheinlich habe ich ihn das letzte Mal gesehen. Denn er machte nicht den Eindruck, als wäre er an mir interessiert. Nicht dass er ablehnend war, nun, er war eben in der Mitte ... in seiner Mitte ... und da interessiert ihn nur seine Arbeit und seine Wohnung und vielleicht noch anderes, aber ich gehöre nicht zu seinem Interesse.

Ich ließ meine Desires nach ihm stark dasein, um sie sozusagen zu verifizieren. Es ist ganz klar, dass sie auf keiner Grundlage stehen, von ihm aus gibt es keinen Weg zu mir. Und unsere Energien sind sowas von unterschiedlich, er die reine Bewegung, Kraft und Genialität, ich der reine Stillstand und Durchlässigkeit, mit großer Achtsamkeit auf die kleinen Dinge, die für ihn keine Bedeutung haben. Wie du Y. kennst, ist er trotzdem sehr ästhetisch mit den kleinen Dingen. Wir sind wie Yin und Yang und da ist kein Weg. Meine Desires zu ihm haben sich beruhigt und dafür bin ich sehr froh. Insofern hat sich dein guter Wunsch, dass ich geheilt aus dem Treffen herausgehen möge, erfüllt. Meine Liebe für ihn bleibt, doch bekommt sie keine Antwort. Wie würde er dazu sagen?: Genieß es! Ja, so ist es und so wie es ist, ist es. Wenn die Liebe fließt, ist das sehr schön, und genug. Sie bedarf keiner Antwort, nicht wahr?

Das Treffen mit diesem unglaublichen Mann hat mir gezeigt, dass wir, du und ich, ziemlich emotional sind und ich auch so schreibe. Wenn das Buch entsteht, dann wird es wohl ein "Frauenbuch", ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann an unserer Art interessiert ist. Was meinst du zu dem Thema Emotionalität?

Heute ist Sonntag und ich bin wieder happy. Stille-Stand auf der ganzen Linie.


Ich wünsche dir einen ganz schönen Tag
mögest du in Liebe sein
mit allem und jedem

Pakhi



RE: 4 – Treffen mit genialen Menschen


liebe pakhi,

das bringt mich zu meiner naechsten frage:
was ist genialitaet?


ja, ich finde, du schreibst wunderbar, so klar und authentisch ... ich habe deinen brief ueber die wechseljahre neben meinem bett, weil ich ihn so gut finde, und ich lese ihn mehrere male, denn da is was, was ich nicht empfangen habe, was mir aber wichtig und hilfreich erscheint ...

was du ueber y. und dich schreibst ... y. ... ich kenne ihn anders als du ... das erinnert mich an die geschichte von osho mit ... ich glaube 'adinath' war sein name, der friedliche, wo der eine freund immer gekommen is und gesagt hat, wie heisst du? und beim drittenmal is er dann ausgeflippt ... ja, das koennte ich mir bei y. auch vorstellen ...

ich habe eine andere vorstellung von jemandem, der emotionen transzendiert hat, das heisst fuer mich, dass er sehr wohl emotional sein kann, nur is er eben nicht damit identifiziert ...

nun gut, soviel zu y. ... moege dich der mind in ruhe lassen mit ihm und es akzeptieren koennen, dass sein weg nun ein anderer ist als deiner ... und das sage ich wohl mehr zu mir, die es dem mind immer wieder erlaubt, auf s. zu springen, nur um mich miserable zu machen ...

bin ein wenig geknickt heute, weiss aber nicht so recht, warum ...


alles liebe
bis demnächst
samarpan



Der nächste Brief

Was ist Genialität


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Das Geschenk der Wechseljahre

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  Pakhis Buch: Ästhetisches Sterben

Inspiriert durch diese Briefe
erscheint wenige Jahre danach
Pakhis erstes Buch:
"Ästhetisches Sterben"
Mit Lachen und Meditation
aesthetisches-sterben.de




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