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Vertraue dir selbst

Vertraue dir selbst

Samarpan und Pakhi
sind Schüler des Meisters Osho.
Sie schreiben sich fast jeden Tag.
In Liebe.
Und Verständnis.
Ein Dialog entsteht.


Brief 11 – Dem eigenen Organismus und Wesen folgen


Liebe Samarpan,

gerade komme ich von der ersten Spätschicht auf der Sozialstation nach Hause. Meine Güte, das ist der reine Urlaub. Man fährt im Auto ein wenig rum, quasselt mit ein paar Leuten und gibt ihnen dabei ihre Tabletten. Das war´s. Keine Einlagen wechseln, kein Waschen oder gar das ganze im Akkord. Die richtig gemütliche Tour ist das. Da bin ich ziemlich erleichtert. Morgen habe ich meine erste Frühschicht, mal sehen, was ich danach sage ...

Dank meines Beobachten des Atems gehe ich auch ganz anders mit schwierigen Situationen um. Zum Beispiel, dass die Leute in der Sozialstation etwas von mir erwarten, was ich nicht erfüllen kann und will und da hilft es wunderbar, beim Atem zu bleiben und damit völlig raus aus dem ganzen Thema zu sein und nur ich selbst zu sein. Oder wenn ich in eine Wohnung komme, die versifft ist und stinkt und da liegt dann so ein Persönchen auf dem Bett und ich plaudere, verbreite Liebe, und gehe wieder ... früher hätte mich das fertig gemacht, doch dank Vipassana ist eben alles so, wie es ist. Ich habe keine Verantwortung in keiner Hinsicht. Ich bin einfach nur der, der ich bin. Das ist sehr befreiend.

Und dann hast du mir doch diese schöne Karte von dem Resort geschenkt. Sie steht bei mir auf dem Esstisch und heute habe ich sie gedreht und ein wunderbarer Satz von Osho steht auf der Rückseite:

"A meditator is one
who trusts in his own organism,
and that trust helps him
to relax into his being and
into the totality of existence."
Osho


- Sag ich doch! Oberstes Gebot: Vertraue dir selbst und deinem Weg! Meine Güte, wie lange habe ich dazu gebraucht, das zu begreifen. Immer, insbesondere wenn es mir schlecht ging, ließ ich mich gegen mich aufbringen von Menschen, die meinten, ich solle doch unbedingt etwas anders machen und wie man sieht, bin ich falsch, so wie ich vorangehe.

Hans-Wolfgang ist, glaube ich, der Meinung, dass, wenn es einem schlecht geht, das ein Zeichen dafür ist, dass man falsch liegt. Von Osho habe ich Ähnliches gehört. Doch meine Erfahrung ist anders. Manchmal erlebt man schlimme Zustände, weil man etwas nicht verstanden hat oder sich etwas nicht geklärt hat. Das liegt in der Natur der Sache: Wenn man blind ist, wie soll man sehen können? Dazu bedarf es eben erst einer Operation und einer langen Genesungszeit. Und ich war sehr blind. Langsam wird´s besser, mein System ist mehr und mehr geklärt, was nicht heißen soll, dass das nächste Tal nicht schon auf mich warten kann.

Vertrauen in den eigenen Organismus, in die ureigene Art, die immer ganz anders sein wird, als alles, was man so von anderen und ihren Wegen kennt. Seit ich da selbst draufgekommen bin - hell or high water, ich mach das so, wie ich es für richtig halte und spüre - versuche ich jedem zu helfen, seinen eigenen Weg und seine eigene Art als schön, völlig angemessen und passend zu sehen.

Ich wünsche dir einen erhebenden Tag
und falls du eine Pause brauchst, wegen dir oder auch wegen deiner vielen Arbeit, dann nimm sie dir, ne?

Liebe

Pakhi


RE: Brief 11 - Vertraue deinem eigenen Organismus


liebe pakhi,

ich wollte eigentlich noch auf den letzten brief antworten und jetzt kommen schon wieder neue worte von dir ... und dann hab ich auch noch soviel von mir zu erzaehlen ...

heute haben wir mystic rose angefangen, wir treffen uns um 5.30 morgens und nach dem ersten tag bin ich voellig fertig ... ich hab doch glatt vergessen, was das fuer eine arbeit is, drei stunden zu lachen ... wir sind 40 worker und was wirklich lustig is, is wenn wir uns tagsueber in der arbeit begegnen, dann brechen wir oft in lautes gelaechter aus ... lachen hat viel mit liebe zu tun, zumindest tue ich mir leichter zu lachen mit jemandem, den ich mag ...

und stell dir vor, ich hab mich gestern nach einem monat mal wieder gewogen und ich habe in diesem einem monat 6 kilos zugenommen! kannst du dir das vorstellen? voellig unbemerkt ... einmal wollte ich eine hose abends anziehen, die ich immer in thailand angezogen hatte und ich hab sie bis knapp ueber die knie gebracht ... komisch, hab ich mir noch gedacht, ich hatte sie doch gar nicht beim waschen ... ich hab schon gemerkt, dass ich zugenommen hatte, doch jetzt erst sehe ich es wirklich ... es ist, als ob ich eine von diesen pillen gegessen haette, eine von denen, wo man sich ausdehnt und groesser wird ... und das scheine ich jetzt zu werden ...

anscheinend hat sich mit zunehmender entspannung mein koerper ausgedehnt ... mal sehen, ob er wieder zurueck kommt ...

so passt das thema "vertraue deinem organismus" sehr gut fuer mich ...

mehr kann ich grade nicht dazu schreiben ...

aber vielleicht eine neue frage ...

kann ein gesunder koerper dick sein?

bin gespannt auf deine antwort ...

schau halt net hie?!

alles liebe
samarpan


Der nächste Brief

Kann ein dicker Körper gesund im spirituellem Sinne sein?


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Feiern am Sonntag und ein Witz

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Inspiriert durch diese Briefe
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