Tilt! Ausgeknockt.

Bei Flipperautomaten bedeutet 'Tilt', dass alle Spielelemente inklusive den Flipperhebeln außer Kraft gesetzt werden. Auch bei Samarpan bedeutet Tilt: 'Nichts geht mehr'.
Tilt -- Ausgeknockt

Dem Regen zuschauen, ja, das geht noch. Auf dem türkisfarbenen Sessel sitzen und rausschauen, wie die Tropfen an die Scheibe prasseln. Bloß nichts denken. Bloß nichts tun. Ich bin völlig ausgeknockt. Tilt, sozusagen, außer Kraft gesetzt. Jetzt, wo FUND.YourNose steht (wurde im Juni 2015 wegen Überarbeitung abgestellt), FindYourNose einigermaßen stabil ist, zwar noch nicht alle Filme übertragen sind, doch schon eine ganz nette Auswahl…. jetzt bricht die Erschöpfung aus.

Computer – igitt! Ich schreibe hier auf dem Tablet und auch nur, um meinen Freunden zu erzählen, dass nicht immer alles ’nett‘ ist, wenn man meditiert und ein schönes, erfülltes und kreatives Leben führt. Seit FindYourNose zusammengestürzt ist (am 14. Januar 2014) arbeite ich wie ein Stier, 7 Monate lang Arbeit im Ausnahmezustand. Zuerst für den Wiederaufbau und die Gestaltung der neuen Seite, dann die Übertragung der alten Seiten, der Aufbau einer Filme-Seite und schließlich jetzt noch die Crowdfunding-Seite – die nun erst richtig Aufmerksamkeit bräuchte, schließlich muss sie noch in der Welt bekannt gemacht werden.

Zufällig begegnet mir ein berührendes Video: Amongst White Clouds, eine Dokumentation über Einsiedler in den chinesischen Bergen. Bei den Einsiedler-Mönchen (eine Nonne ist auch dabei) dreht sich der Tagesablauf ganz um die Meditation, auch während der täglichen Herausforderung, sich Essen zu besorgen. Um 3 Uhr morgens aufstehen und erst mal ‚praktizieren‘, sich dann um den Haushalt kümmern, Frühstücken und dann wieder still sitzen…

Ahh, das wäre jetzt genau das richtige für mich: ab in die Natur, weit weg vom Computer oder irgendetwas, was mich an die gewohnte Arbeit erinnert. Einsiedler werden. Sich um kleine, alltägliche Dinge kümmern und sich mit dem Wesentlichen im Leben beschäftigen. Ab in die Berge von Zhongnan!

Ein schöner, inspirierender Film, schau ihn dir bei Gelegenheit mal an, ich finde ihn empfehlenswert.

Ok, Einsiedelei ist vielleicht doch nicht das Richtige für mich

Der Gedanke, kein fließendes Wasser zum Waschen zu haben, lässt mich erstmal in die Badewanne steigen. Na gut, die Liebe für Einsiedelei stammt womöglich doch aus früheren Leben und in diesem Leben steht etwas anderes an: in der Welt zu sein und trotzdem das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren.

Nicht, dass ich mich mit Buddha vergleichen wollte (höchstens nur ein bisschen), doch auch er war total erschöpft unter einem Baum gesessen, kurz bevor er die Wahrheit über sich und das Leben erkannte. Die Erschöpfung ist wichtig, um etwas Neues zulassen zu können. Wann gibt es sonst bei mir Momente ohne Gedanken? Momente, mit der Nase voll vom Verstand? Sehr selten…

Bei Erschöpfung ins Herz fallen

Es gibt ein wundervolles Osho Zitat darüber, wie ein Zusammenbruch zum Durchbruch werden kann. Daran erinnere ich mich gerade. Osho schlägt vor, bei tiefer Erschöpfung ins Herz zu fallen. Dadurch kann ein Durchbruch, ein Neuanfang entstehen. Das ist eine herausfordernde Angelegenheit, die Mut braucht. Es gibt soviel zu tun, ich müsste mich um so viele Dinge kümmern, mal wieder Geld verdienen bspw. (anstatt es in eine Crowdfunding-Seite reinzustecken), Flyer für FUND.YourNose machen, Presse und Netzwerke anschreiben…. Mit dieser Last soll ich mich einfach ins Herz fallen lassen?

Jaaaaaaaa. Das mach ich jetzt mal. Das Risiko, dass alles zusammenstürzt, wenn ich nicht mehr funktioniere, das gehe ich jetzt ein. Schaun mer mal, was dabei rauskommt.

Wenn du also ein paar Tage nichts von mir hörst, dann liegt das daran, dass ich mit meinem Herzen den Meisen und Stieglitzen beim Futtern am Fenster zuschaue und ganz entspannt und völlig ohne zu denken wahrnehme, wer das ist, der da gerade sieht…

» Vom Zusammenbruch zum Durchbruch

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