Zuhause meditieren: den Tag in Hingabe verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge geht es um Hingabe -
auf einer tieferen Ebene um völliges, süßes Loslassen seiner selbst.

Anders als ihr Ruf zeugt Hingabe
von Mut und Intelligenz...
Zuhause meditieren – den Tag in Hingabe verbringen

Die heutige Meditations-Challenge:

Hingabe

Hingabe befreit

„Wenn du dich der Existenz hingibst, gibst du nichts Wirkliches hin. Du gibst einfach nur eine falsche Vorstellung hin, du gibst einfach nur eine Illusion hin, du gibst Maya hin.

Du gibst etwas hin, das du von Anfang an niemals gehabt hattest. Und indem du das hingibst, was du nicht hast, bekommst du das, was du hast.“
Osho

Die Meditation:
Hingabe an das,
was wahr und göttlich ist

Warum diese Meditation?

Hingabe wird mit ’sich aufgeben‘ verwechselt, mit willenlos sein, mit sich dominieren lassen und keine eigene Meinung haben. All das hat nichts mit Hingabe zu tun.

Hingabe ist ein begnadeter Zustand von Liebe, von Reife, von der Fähigkeit, sein Ego zurück zu stellen und dem zu folgen, was als wahr, göttlich und gut empfunden wird. Du gibst dich dem hin, was du wirklich liebst! Das kann ein geliebter Mensch sein, eine künstlerische Aufgabe, ein Meister, ein Gott…

Es spielt keine Rolle, wem oder was du dich hingibst, die Verschmelzung an sich verleiht dir Flügel. Du fühlst kein Ich mehr und dein Bewusstsein ist klar und präsent.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Entspanne. Entspanne so tief wie möglich. Gehe in intime, sanfte Freundschaft mit dir. Genieße dich selbst und deine Wärme. Fühle dich in dir geliebt und genährt. Du kannst dich nur in einem herzenswarmen Zustand mit einem inneren Ja hingeben. Schmelze.

Bis Hingabe zu einem natürlichen Zustand wird, wähle, wem oder was du dich hingibst. Es kann der kühle, fliederfarbene Morgenhimmel sein oder die weiße Blüte, die auf deinem Balkon aufgegangen ist. Oder eine göttliche Musik, der du hingegeben zuhörst.

Du bist ein Meisterstück

Es kann dein Geliebter/deine Geliebte sein, in deren Umarmungen du dich ganz loslässt. Oder du gibst dich der Gegenwart des Meisters hin, hörst ihm oder ihr mit offenem Herzen zu. Oder, du gibst dich ganz der Erfahrung von Göttlichkeit hin, die du vielleicht in der Liebe erfahren hast.

Nimm dich wahr, wer du bist, wenn du hingegeben bist.

Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist und verschmelze mit einem Objekt, so, dass es kein Ich, kein Subjekt mehr gibt. Fühle das Objekt, als ob du es selbst wärest und lass dich völlig los.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Auf die allumfassende, göttliche Liebe, auf das was dich süß und weich und liebevoll werden lässt, was die Anspannungen auflöst, dir gut tut und dein Herz erwärmt.

Die innere Stimmung des Tages:
Entspannt, mit sich verbunden, liebevoll, süß und bereit, ‚Ja‘ zu etwas zu sagen, was du aus tiefster Seele liebst. Etwas, das dich wirklich im Herzen berührt.

Worum geht’s?
Jeder Mensch kennt den Zustand von Hingabe und fürchtet und liebt ihn zugleich. Wir haben die völlige Hingabe im Mutterleib erlebt und geliebt. Und wir kennen die Abhängigkeit, die nachher zur Mutter entstanden ist, die uns dann nicht immer gegeben hat, was wir uns von ihr erhofften.

Letztendlich geht es genau darum in dieser Meditation, diesen hingegebenen Zustand im Mutterleib noch einmal bewusst zu erleben. Hingabe ist die unschuldige Liebe eines Kindes zur Mutter im Mutterleib. So fühlt sich Hingabe auch im Leben an: ein tiefes Ja zu einer Auflösung aller Ich-Strukturen in Liebe.

Dauer:
Du kannst die Süße im Herzen den ganzen Tag lang leben. Wann immer du dich in einem geschützten Rahmen befindest, gib dich hin. Es können nur ein paar Sekunden sein oder Stunden…

Wann?
Da die Hingabe zunächst ein empfindsamer, leicht störbarer Zustand ist, achte auf Sicherheit, auf Schutz, auf einen Rahmen, in dem du dich entspannen und völlig loslösen kannst. So eignet sich die Zeit vor dem Einschlafen gut für diese Meditation. Im Bett hast den sicheren Raum, dich völlig in die Hände von Göttlichkeit und allumfassender Liebe zu begeben.

Um 19 Uhr treffen wir uns, jeder für sich und doch gemeinsam.

Schließe die Augen und entspanne. Lass los, den Körper, Gefühle, Gedanken… Fühle im Herzen, wohin sich deine Liebe richtet. Das mag Freiheit sein, Göttlichkeit, Wahrheit, Frieden, Heilung… Gib dich dem hin, was dein Herz berührt und auflöst. Nimm wahr, wer du bist, wenn du hingegeben bist.

Farbe:
Schweinchenrosa.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf schweinchenrosa in deiner Umgebung.

Im Arbeitsalltag und in der Familie suche nach dem, was du unschuldig und von Herzen liebst. Praktiziere die Hingabe auch im Verborgenen. Dann, wenn dich keiner sieht, wenn du keine Angst vor unbewussten Reaktionen haben musst. Gib dich soviel wie möglich hin, sei es auch nur für wenige Sekunden.

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Endlose Hingabe ans Leben

Vor dem Einschlafen in göttliche Hände fallen

„Wenn du in der Nacht schlafen gehst,
stelle dir einfach vor,
dass du in göttliche Hände fällst
– als ob die göttliche Existenz
dich unterstützt,
dass du in ihrem Schoß liegst,
während du einschläfst.

Visualisiere es einfach und schlafe ein.
Behalte dies bei und stelle es dir vor,
wenn der Schlaf kommt,
damit die Vorstellung in den Schlaf übergeht.

Die Seligkeit und der Schlaf sollen miteinander verschmelzen.“
Osho

Wie sich eine Blüte hingibt – und vielleicht auch du

Hingabe ist süß!

Das Bild ‚Hingabe‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

2 Kommentare

  • Heute habe ich mich untertags oft an das Meditationsthema Hingabe erinnert. Für mich bedeutet es vor allem die Hingabe an die Liebe, das Licht und das Leben, an mich selbst und besonders an den Fluss des Lebens.
    Am Abend, etwas vor 19 h, wollte ich noch schnell ein paar Dinge tun und herrichten, bevor ich mich ganz entspannt der mit euch verbundenen Meditation hingeben konnte.
    Als mir bewusst wurde, dass ich etwas ungehalten wurde, weil ich nicht schnell genug war, und dass ich mich ja eigentlich abhetzen wollte, um mich danach entspannt der Ruhe und Stille hingeben zu können, und wie unsinnig das war, musste ich über mich lachen.
    Und so bremste ich mich noch rechtzeitig ein und nahm es dankbar an, dass das ruhige, entspannte, langsame und hingebungsvolle Erledigen meiner Tätigkeiten die Meditation selbst war.
    Ich genoss es, die mir selbst gekaufte Rose mit Schleierkraut in einer Vase mit Glasmurmeln verspielt zu arrangieren, mich an ihrem Anblick und ihrem zarten Duft zu erfreuen, auf die Innenseite der Karte mit der Schmetterlingswiese einen lieben Gruß an mich zu schreiben und sie zur Rose dazuzustellen, in Ruhe meine Kalender auf den Monat Februar umzublättern, die Bilder und alles, was ich so liebevoll betrachtete, auch zu fotografieren, ein paar Sachen wegzuräumen, um mich noch wohler zu fühlen, und Teelichter und ein Räucherstäbchen anzuzünden, wobei ich mich daran erinnerte, dass die Teelichthalter und die Duftlampe, sowie auch einige der Räucherstäbchen Geschenke von lieben Menschen sind, und freute mich darüber noch mehr.
    So war und bin ich voll Hingabe an das, was ich gerade tue und was sich so ergibt und sein will, und fühle mich mit euch und mit mir selbst liebevoll und dankbar verbunden.
    Jetzt habe ich mir dicke Kuschelsocken angezogen, liege unter der warmen Decke vor dem Fernseher und freue mich darauf, mir den wunderbaren Film „Die Prophezeiungen von Celestine“ voll Hingabe anzuschauen.
    Danke, Samarpan! Danke euch allen!

    • Liebe Susanne,
      was für eine schöne Erzählung!! Das ist toll, sich bei den kleinen Dingen zu erinnern…
      Na dann, noch einen hingebungsvollen Abend! Ich werde mich meinem neuen Buch hingebungsvoll widmen :)
      Herzlichst,
      Samarpan

Schreibe hier deine Einsichten auf.
Wir interessieren uns dafür.