Die Wurzel aller Probleme

Zur Wurzel aller Probleme schauen
und darüber hinaus

Die Meditationstechnik in dieser Woche zum Thema ‘Ich – das Problem’ ist nicht einfach.

Obwohl die buddhistische Meditation aus dem Diamond Sutra sehr einfach klingt, so ist sie sehr herausfordernd und nicht einfach zu machen.

Kein Wunder, dass es schwierig ist, schließlich geht es um das, was uns am nächsten ist: das Ich-Gefühl. Das, was alle Probleme erschafft.

Es kann die Augen öffnen, mit dem Ich-Gefühl zu experimentieren. Stimmt es wirklich, dass es der Ursprung aller Probleme ist?

Wir werden uns das in dieser Woche ansehen.

Warum es so schwierig ist,
das Ich-Gefühl wahrzunehmen

Das ‘Ich’ möchte alles nach seinem Willen haben. Es beurteilt die Dinge in gut und schlecht, in richtig und falsch – je nachdem ob es sich befriedigt fühlt oder nicht…

Nicht-Bewerten ist deshalb so schwierig, weil das Ich-Gefühl ganz in Frage gestellt wird.

Nicht zu bewerten, dabei entspannt sein und genau wahrzunehmen – das ist die Grundlage jeder Meditation. Das Hier und Jetzt, das Sosein, das, was wir sind, wenn wir natürlich sind, das ist die natürliche Quelle des Seins.

Sich über sich bewusst sein, das ‘SoSein’ benennen und zur inneren Quelle folgen

“Die Buddhisten nennen die Stille ‘Sosein’.
Kümmere dich nicht um die Vergangenheit.
Bemerke einfach, wenn du dir über etwas bewusst wirst
und folge der Energie zu ihrem Ursprung.”

Osho

Anleitung zur Meditation

Beobachte, ohne zu bewerten, was du siehst. Beobachte die Dinge ohne dich einzumischen, ohne eine Meinung zu haben oder darüber zu urteilen.

Wenn du bspw. Kopfweh hast, dann bemerke das und sage:
Kopfweh! Kopfweh!

Doch versuche nicht, es irgendwie zu verändern.
Versuche der Energie bis zu ihren Wurzeln zu folgen.

Was bedeutet es, der Energie bis zu ihren Wurzeln zu folgen?

Am Beispiel von Kopfweh:

Wahrnehmen ➝ 2 Mal benennen ➝ tiefer schauen

Kopfweh – Kopfweh

Wut– Wut

Ego– Ego

das Nichts– Das Nichts.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Denke an diese Meditationstechnik während des ganzen Tages, gleichgültig, was du tust und wo du bist.

Wann immer dir etwas über dich oder andere auffällt, wiederhole das Wort dazu mit innerem Abstand. Ein einfaches Wiederholen des Tatbestandes.

Wenn es dir möglich ist, schließe die Augen und schaue tiefer in dich hinein. Finde die Quelle der Bewertung. Und auch diese wiederhole mit Abstand, erkläre die Tatsache in einem Wort.

Abends schaue in dich und benenne die Quelle dessen, was du an Emotionen und Gedanken wahrnimmst.

Probleme und wie wir sie erschaffen

10 Fragen zur Selbsterforschung

    Frage 1: Hast du öfters mal Probleme im Leben?*
    (* Antwort aus technischen Gründen erforderlich)


    Frage 2: Erinnerst du dich an regelmäßige, immer wiederkehrende Probleme? Welche?


    Frage 3: Wie fühlst du dich, wenn du mitten in den Problemen steckst? Welche Gedanken, welche Gefühle tauchen auf?


    Frage 4: Kennst du dein Ich-Gefühl in einer Problemsituation? Wie sieht es aus?


    Frage 5: Wie genau fühlt sich dein Ich-Gefühl an? Jetzt, während du das liest? Was macht dein Ich aus?


    Frage 6: Gibt es Situationen, in denen kein Ich-Gefühl wahrzunehmen ist? Welche sind das?


    Frage 7: Was geschieht, wenn du tief entspannst? Fühlst du da dein Ich-Gefühl?


    Frage 8: Gibt es bestimmte Menschen oder bestimmte Situationen – beim Musikhören bspw. – wo du kein Ich-Gefühl wahrnimmst? Welche sind das? Warum ist das so?


    Frage 9: Kannst du Ich-Gefühl von Intuition unterscheiden? Was ist der Unterschied?


    Frage 10: Kannst du dir vorstellen, ohne Ich-Gefühl zu leben? Jetzt? Wie verändert sich dann dein Leben?


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