Zuhause meditieren: den Tag in Echt Sein verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge geht es um Authentizität. Darum, die Angst zu verlieren, sich zu zeigen. Es geht darum, ehrlich zu sich selbst zu sein – trotz Angst, für sich und andere nicht zu genügen.

Erlaube dir, deine wahres Sein kennen zu lernen und zeige, wer du bist. Wenn du echt bist, dein wahres Sein lebst, dann hört man das an deiner Stimme und fühlt es in deiner Präsenz.

Achte im Alltag auf den Klang deiner Stimme.
Bist du echt, wenn du sprichst?
Echt sein - zuhause meditieren

Die heutige Meditations-Challenge:

Echt Sein
Authentisch Sein

Wie Meister Bokuju authentisch bleibt  

Bokuju, ein alter Zen-Meister, lebte allein in einer Höhle. Tagsüber oder sogar nachts sagte er manchmal laut:
„Bokuju?“
– seinen eigenen Namen!
Und dann antwortete er jedesmal:
„Ja Herr, ich bin hier.“
Und dabei war niemand sonst da.

Oft fragten ihn seine Schüler:
„Warum rufst du immer ‚Bokuju‘, deinen eigenen Namen, und antwortest dann:
‚Ja Herr, ich bin hier‘?“
Er sagte:
„Jedesmal, wenn ich ins Denken gerate, muss ich mich daran erinnern, wach zu bleiben, also rufe ich meinen eigenen Namen – ‚Bokuju‘. In dem Moment, wo ich Bokuju rufe und sage: ‚Ja Herr, ich bin da,‘ verschwindet das Denken, die Angst.“

Und dann in seinen letzten Tagen, den letzten zwei oder drei Tagen, hörte er ganz damit auf, Bokuju, seine Namen zu rufen und musste auch nicht mehr antworten: „Ja Herr, ich bin hier.“
Die Schüler fragten:
„Meister, du sagst das gar nicht mehr?“
Da antwortete er:
„Jetzt ist Bokuju ja immer da. Er ist immer da, nun ist es nicht mehr nötig. Früher, da entwischte er mir manchmal. Da überwältigte mich plötzlich die Angst; sie verdunkelte mich und Bokuju war weg. Deshalb musste ich mich an Bokuju erinnern, dann verschwand die Angst sofort…”
Osho

Die Meditation:
In natürlicher Einzigartigkeit da sein

Warum diese Meditation?

Es ist ganz normal: Jeder Mensch kämpft gegen sich. Jeder Mensch hat Angst, sich in seiner natürlichen, entspannten Authentizität und Einzigartigkeit zu zeigen – und das macht den Zugang zu Bewusstsein unmöglich.

Wir haben gelernt, uns zu hassen. Mit dieser Meditation kannst du damit experimentieren, den Selbsthass beiseite zu lassen und einfach hier zu sein. In deiner ganzen Natürlichkeit. So öffnet sich das Verständnis, was Bewusstsein ist.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Von diesem Moment an, wo du das liest, rufe dich während des Tages bei deinem Namen:
„Dein Name“, bist du da?
Und dann antworte dir so präsent und authentisch wie möglich:
Ja, meine Liebe/mein Lieber, ich bin da.

Entspanne deinen Bauch und nimm feinfühlig deine Präsenz wahr. Es ist ein sensibler, intimer Zustand mit sich selbst. Genieße ihn und falle ganz in ihn hinein. Nimm dich wahr, wie du bist, wenn du ganz da bist. Wie fühlst du dich im Körper, wenn du authentisch und echt da bist?

Und wie ist es, wenn du es nicht tust?
Verändere jetzt nichts, wahrnehmen genügt.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Auf deine Stimme. An deiner Stimme kannst du erkennen, ob du gerade präsent bist oder nicht. Wenn nicht, stell dir die Frage ‚Dein Name, bist du da?‘.

Die innere Stimmung des Tages:
Empfindsam, aufmerksam und experimentierfreudig mit der Stimme.

Worum geht’s?
Um Präsenz und Authentizität im Jetzt. Die Angst, sich zu zeigen, ist Teil des Echt Seins, die brauchst du nicht vor dir zu verstecken. Selbst wenn es nur Sekunden sind, in denen du ganz du selbst bist, der köstliche Geschmack wird dich begleiten.

Dauer:
Einige Sekunden während des ganzen Tages. So oft du dich erinnerst.

Und ein Leben lang.

Wann?
Jetzt und jetzt. Im Alltag zu jeder Zeit.

Höre auf deine Stimme und nimm wahr, ob du gerade authentisch bist oder nicht. Bemerke, wenn du eine Maske aufhast. Kein Problem. Stell dir einfach die Frage der Fragen.

Um 19.00 Uhr treffen wir uns, jeder für sich und doch gemeinsam. 10 Minuten lang bringen wir uns in die Gegenwart.

Setze dich entspannt und ungestört hin und frage dich:
‚Dein Name‘, bist du da?
Dann nimm wahr, wie es ist, präsent zu sein.
Sei still und beobachte.

Farbe:
Gold.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf gold in deiner Umgebung.

Nutze deine Stimme für einen ehrlichen Selbstausdruck. Singe unter der Dusche oder still für dich. Summe vor dich hin. Das hilft dabei, präsent, echt und natürlich zu sein.

 

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Filmempfehlung: Wie im Himmel

Ein Lied, das alles sagt.

Das Bild ‚Echt Sein‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

9 Kommentare

  • Liebe Samarpan,
    Ich bin dankbar, dass Du wieder eine Woche Meditationen anbietest.
    Heute, Echt sein/ hat mich wieder herausgefordert. Ich habe oft gesagt: Tarshita wo bist Du“?
    Mit herzlichem Gruss, Tarshita

    • Liebe Tarshita,
      mir geht’s auch so, ich freue mich über jeden Tag der Meditations-Challenge. Irgendwie ist jeder Tag ein Abenteuer. Und das Echtsein mag ich besonders. Die Frage: Samarpan, bist du da? ruft mich sofort ins Hier und Jetzt, zu mir. Das ist wirklich eine meiner Lieblingstechniken.
      Ganz herzliche Grüße an dich
      Samarpan

      • Danke Dir, liebe Samarpan für Deine Antwort.
        Freue mich auch schon für morgen auf KLARHEIT.
        Ich brabble soooo gerne.
        Herzlich Tarshita

        • alsdkfjooodjjfasdlfichlkjgehelkjheutellölkjmallkjfrüherlkjlkjlinslkjlkjbettlkjlkj
          asdfliebelkidjogrüßelkjlkjvonlkjoisamarpanlkjoi

          kannst du das lesen?

  • Ich bin wieder sehr dankbar, dass ich die Meditationen machen kann. Und zu wissen zu spüren, dass noch viele mitmachen.
    Heute habe ich tiefe Erfahrungen mit meinem Geburtsnamen, Felicitas. Wenn lch frage: bist Du da Tarshita, meldet sich oft die Kleine oder auch die grosse Felicitas. Oder umgekehrt, wenn ich frage, bist Du da Felicitas? Meldet sich Tarshita.
    Ob das anderen auch so geht?
    Ich habe OSHO leider nicht mehr erlebt. Und hab mir den Namen selber gegeben.

    • Liebe Tarshita,
      bei mir ist der Name Samarpan mittlerweile so in meine Knochen eingegangen, dass ich klar diesen benutze, wenn ich mich beim Namen rufe. Doch werde ich es gerne mal ausprobieren, mich mit meinem Kindernamen zu rufen, mal schaun, was sich da zeigt. Danke für die Anregung!

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