Zuhause meditieren: den Tag in Freude verbringen

Bei dieser Meditations-Challenge geht es um Freude und leicht zu sein. Mach mit! Widme diesen Tag heute der Freude – fühle dich leicht!
Zuhause meditieren: in Freude. Leicht sein.

Die Meditations-Challenge:

FREUDE
Richte deine Aufmerksamkeit ganz auf Freude. Fühle sie und werde zu ihr.

„Es gibt sehr wenige Momente,
in denen du Freude, Glück
oder Seligkeit empfindest.

Sie entwischen dir alle,
weil du dich in dieser Situation
auf das Objekt ausrichtest,
das dir die Freude gebracht hat.

Sich einer Freude bewusst zu werden,
vertieft sie.“
Osho

Die Meditation:
Leicht wie eine Feder
Warum diese Meditation?

Es ist fast schon eine Gewohnheit, sich schwer zu fühlen. Traurigkeit, Stress, Gedankenschleifen… fühlen sich schwer an – die Schwere ist körperlich und psychisch bedrückend.

Diese tantrische Meditation zielt darauf ab, die Schwere als das zu erkennen, was sie ist: eine unbewusste Einbildung. Indem du die Aufmerksamkeit auf Leichtigkeit legst – auf das, was du wirklich bist – löst sich die Schwere.

Und: Vielleicht erkennst du, dass du überhaupt kein Gewicht hast. Du bist schwereloses Wahrnehmen. Das ist die reine Freude.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Sitze gerade, mit möglichst wenig Sitzfläche. Schließe die Augen, sammle dich und bringe dich innerlich völlig ins Gleichgewicht.

Lehne dich ein wenig nach rechts und fühle die Schwerkraft. Lehne dich nach links und fühle die Schwerkraft. Finde dann die Mitte, wo du den Zug der Schwerkraft am wenigsten fühlst, wo du das geringste Gewicht fühlst, und bleibe dann dort.

Nun vergiss den Körper und fühle, dass du kein Gewicht hast. Du bist gewichtslos. Bleibe bei diesem Gefühl der Gewichtslosigkeit.

Plötzlich wirst du schwerelos. Plötzlich bist du nicht mehr im Körper, plötzlich bist du in einer anderen Welt der Körperlosigkeit.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Auf den Gleichgewichtssinn, auf Balance im Körper.

Die innere Stimmung des Tages:
Heiter, leichtherzig, wach, voller Freude.

Worum geht’s?
Nimm wahr, wenn etwas im Körper im Ungleichgewicht ist. Schließe die Augen und finde das innere, schwerelose Gleichgewicht.

Finde innen den Punkt an dem du leicht bist und dich schwerelos fühlst.

Dauer:
Solange du Zeit brauchst, um ein inneres, schwereloses Gleichgewicht zu finden. Das können einige Minuten sein oder 1 Stunde.

Und ein Leben lang.

Wann?
Während des Tages, wann immer möglich, erinnere dich an die Leichtigkeit.

Abends, vor dem Einschlafen reinigt diese Meditation von den Anstrengungen des Tages.

Um 19.00 Uhr treffen wir uns, jeder für sich und doch gemeinsam.
Sitze entspannt und erinnere dich an die Leichtigkeit. Bewege dich von einer Seite auf die andere und finde innen den Punkt, an dem du leicht bist und dich schwerelos fühlst.

Farbe:
Weiß.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf weiß in deiner Umgebung.

Nimm wahr, wie leicht du dich fühlst, wenn du Freude empfindest.

Wann immer du dich in einer Situation schwer fühlst, setze dich kurz hin, schließe die Augen und finde zum inneren, schwerelosen Gleichgewicht.

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Ekstase ist deine Natur


Zum Abheben leicht :)


Lachen macht leicht

Das Bild ‚Freude‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

11 Kommentare

  • Mir fiel es ehrlich gesagt sehr schwer, diese Meditation durchzuführen. Innerlich kam mir so der Gedanke “Irgendwie finde ich die doof”. Allerdings hatte ich diesen Gedanken auch anfangs bei der herzmeditation, die ich mittlerweile echt schätze.

    Bin mir noch nicht im klaren darüber, ob ich sie wirklich “doof” finde, oder ob es nur ein innerer Widerstand ist, der sich lieber schwer fühlen will.

    Ich glaube, dass es auch der Gedanke war, mich von meinem Körper trennen zu sollen. Meditiere schon länger nach der Vipassana Methode und dort ist der Körper ja der Anker für die Gegenwart. Kannst du mir zu diesen Punkten etwas sagen?

    Lieben Gruß

    Maik

    • Hi Maik,
      haha, eine Meditation ‚doof‘ zu finden, das ist mir schon oft geschehen. Ich kenne den Zustand gut!

      Manchmal höre ich drauf und mache die Meditationstechnik dann einfach nicht. Und manchmal habe ich Lust und die Kraft, es einfach nochmal zu probieren, da ich weiß, dass keine Meditation im Grunde doof ist. Nur mein Verstand hält Dinge, die er nicht begreift für doof. Naja, darf er ja auch… :)

      Es macht jedenfalls mehr Spaß mit einer Meditation zu experimentieren, die man mag. Deshalb, wenn du dich lieber schwer fühlen willst, dann bleib dabei. Es gibt hunderte Meditationen, du musst nicht genau die machen, die dir schwerfällt und Widerstände produziert.

      Zur Technik:
      Es ist meiner Meinung nach ein Missverständnis, dass du denkst, dass sich leicht zu fühlen das gleiche ist, wie sich aus dem Körper raus zu bewegen. Alle Meditationen, die ich hier vorstelle, dienen dazu, in den Körper zu kommen und erst wenn man dort vollständig zuhause ist, dann kommt der nächste Schritt des Darüber-Hinaus-Gehens. Das geschieht dann ohne irgendwelches Zutun.

      In dieser Meditation geht es darum, den inneren Mittelpunkt im Körper zu entdecken. Dort, wo man vollständig in Balance ist. Und oh Wunder, dort fühlt man sich ganz leicht. Auf magische Weise verschwindet die Schwere des Körpers und des Denkens, was aber nicht heißt, dass kein Körper mehr da ist. Mit meinem begrenzten esoterischen Wissen würde ich sagen, dass man im Mittelpunkt in einen subtileren Körper gerät…

      Ich finde diese Meditation übrigens genial. Sie trifft mich genau am wunden Punkt: an dem Missverständnis, dass Schwere irgendeine Bedeutung im Leben hat. Dabei ist es so toll, ein leichtes Leben zu führen – leicht, wie eine Feder….

      Aber das habe ich für mich entdeckt. Bei dir ist womöglich alles anders. Vertraue dir. Wenn du meinst, du hättest Widerstände… gut. Musst du dagegen angehen? Das weißt du am besten. Du hast die Verantwortung für dich.

      Viel Freude noch mit deinen Meditations-Experimenten
      (und vielleicht auch mit den Experimenten um Widerstände)

      Herzlichst,
      Samarpan

      • Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ja so ähnlich geht es mir auch. 😂
        Bei mir ist es so, das innere Widerstände mich herausfordern, da ich schon sehr oft erlebt habe, dass gerade dann in der Meditation etwas passiert.

        Ich glaube, dass die Formulierung „Vergiss deinen Körper“ mich irritert hat und zu dem Missverständnis geführt hat. Schwer fühle ich mich bei der Vipassana nicht. Nach einer gewissen Zeit kommt auch diese Leichtigkeit, weil ich dem ganzen einfach seinen Lauf lasse und nur beobachte. Aber wie du schon gesagt hast: Ich kenne mich mit dieser Methode eben schon aus.

        Das hier ist etwas neues für mich. Und ich ewrde es auf jeden Fall weiter ausprobieren. Dieses mal dann mit einem anderen Verständnis. Danke nochmal.

        • Hi Maik,
          ja, ich verstehe… die Formulierung ‚vergiss deinen Körper‘ kann man falsch verstehen. Doch hat sie Osho gesagt und deshalb werde ich sie drinnen lassen. Er weiß, wovon er spricht :)
          Ganz herzliche Grüße
          Samarpan

  • Liebe Samarpan,
    Die heutige Meditation ist mal wieder eine grosse Herausforderung für mich. Ich übe, damit wieder Leichtigkeit in mir einzieht.
    Und immer die innere Beobachterin anstupsen, die mich unterstützt. Ich muss es nur zulassen.
    Danke Samarpan.
    Herzlich Tarshita

    • Liebe Tarshita,
      Sätze mit ‚müssen‘ wie bspw. der ‚Ich muss es nur zulassen‘ machen es der Leichtigkeit nicht leicht :)
      Ich war 2 Jahre fast nur im Sessel gesessen und habe mir gesagt: Du stehst nur auf, wenn du willst und nicht wenn du musst, sollst, könntest oder dich sonstwie gezwungen fühlst. Nach 2 Jahren hatte ich das 1. Mal einen echten Impuls aufzustehen. Leicht habe ich mich dabei auch nicht gefühlt, aber leichter…
      Heute geht es schon einfacher mit der Leichtigkeit. Doch die habe ich nicht gemacht, die ist mir irgendwie geschehen…Ich glaube, es ist mir zu anstrengend geworden, schwer zu sein.
      Alles Liebe dir und noch viel Freude an deinen Experimenten
      wünscht dir
      Samarpan

  • So ganz leicht habe ich mich heute erst mal nicht gefühlt. Dann habe ich mich für eine Wanderung verabredet, und als ich die Freundin da heranradeln sah in ihrem roten Anorak in der weissen Schneelandschaft, da war sie plötzlich da, die Freude. Wie eine Fontäne, und es spudelte aus mir heraus, wie ich mich freue. So leicht und wie zum davon fliegen … sie entwischt aber eben auch ganz schnell (weil meist ans Objekt gebunden), und es ist etwas ganz anderes, sich dafür bereit zu halten, wenn Schmerzen stören oder schwere Gedanken und Entscheidungen sich davor schieben.
    Immerzu ist irgendwas. Mir gefallen die Bilder, die Du, Samarpan, dazu ins Netz stellst : da muss mir nicht wirklich etwas Freudvolles passieren, die Bilder vermitteln einfach die Seinsqualität, um die es gerade geht : wenn es mir gelingt, mich darauf einzulassen, bin ich schwups da, ohne einen „reellen“ Grund. Mit den Farben ist es ähnlich, wie geht es Euch damit ?

  • In dem Film „Mary Poppins“ von 1964 kommt eine Szene vor, in der das Lied „Ich lach so gern“ gesungen wird und bei der die Menschen vor lauter Lachen und Freude so leicht werden, dass sie zur Decke schweben. Es ist so mitreißend, man muss einfach mitlachen. Das hat mir schon als Kind so gut gefallen. Damals hatte ich mir gewünscht, auch so schweben zu können.
    Ich werde ja sehen, ob es mir heute gelingt, auch so schwebend leicht zu werden, dass mich die Freude in die Höhe bringt.

    • Haha, dann mal viel Spaß beim Schweben :)
      Danke für den Hinweis aufs Video, es passt prima! Siehe hier oben…
      Womöglich ist Leichtsein unser natürlicher Zustand:)

  • Liebe Samarpan,

    Danke für die heutige Meditation. Am Abend, war ich doch etwas leichter als am Morgen.
    Und das OSHO VIDEO ist wunderbar.
    Danke ? und allen, die mit meditieren.??

    • Liebe Tarshita,
      so richtig leicht fühle ich mich auch nicht. Doch ich hatte eine gute Erkenntnis schon am Morgen: Ich will mich schwer fühlen! Es ist eine dumme Gewohnheit, aufzuwachen und mich innerlich mit Gedanken und Sorgen und Erinnerungen zu belasten. …mich möglichst schwer zu machen. Bloß nicht leicht sein. Das ist irgendwie zu bedrohlich. Ich könnte ja wegfliegen oder so…

      Mit diesem Erkennen wurde ich dann noch schwerer und habe es erst mal gelassen. Es brodelt noch. Mal sehen, ob es sich auflöst.
      Ganz liebe Grüße
      Samarpan

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