Zuhause meditieren: den Tag in Abenteuerlust verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge
geht es um Abenteuerlust und wie du im Alltag
deine Bewusstheit wach werden lassen kannst.

Primär interessiert uns also
die Aufmerksamkeit und Wachheit, die Bewusstheit –
und nicht, welche Abenteuer wir erleben.
Zuhause meditieren: Den Tag in Abenteuerlust verbringen

Die heutige Meditations-Challenge:

ABENTEUERLUST

„Durch De-automatisieren wach und bewusst werden“

„Versuche in kleinen Handlungen
bewusst zu sein.

Es brauchen keine großen Dinge zu sein:
essen, sich waschen, schwimmen, gehen, sprechen, zuhören, kochen, die Wäsche erledigen…

De-automatisiere jeden Vorgang.
Erinnere dich an das Wort ‚De-automatisieren‘,
es birgt das ganze Geheimnis,
wie du bewusst werden kannst.“
Osho

Die Meditation:
Neue kleine Schritte unternehmen

Warum diese Meditation?

Routine vernebelt die Sinne. Wir hören nichts mehr, erkennen nichts mehr, fühlen nichts mehr. Wie ein Roboter wird im Halbschlaf der Alltag hinter sich gebracht, um dann am nächsten Tag das gleiche nochmal zu erleben. Das Leben ist langweilig, leer und bedeutungslos.

Diese einfache Meditation weckt auf. Das Leben wird fröhlicher, lebendiger und intelligenter.

Wenn Indiana Jones in der dunklen Höhle das goldene Idol holen möchte, dann ist er ganz wach, seine Sinne sind geschärft und er nimmt genau und empfindsam wahr, was um ihn herum ist und geschieht. Seine wache Bewusstheit lässt ihn optimal handeln.

So wach könntest du in deinem Alltag sein…

Ein bewusstes Leben ist ein reiches, intelligentes Leben. Auch wenn es vielleicht nicht ganz so aufregend wie bei Indiana Jones verlaufen muss, so ist Abenteuerlust ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Abenteuer erschaffen Bewusstheit und wache Aufmerksamkeit.

Bewusstheit – vor allem über sich selbst.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Von diesem Moment an, wo du das liest, durchbrich deine Routine in den kleinen Bewegungen des Lebens. Setze dich anders hin als sonst, laufe anders als sonst, gehe auf neuen Wegen, esse anders und andere Dinge als sonst, halte die Gabel in der anderen Hand…

Es müssen keine großen Veränderungen sein, nur kleine Dinge. Es kommt nicht darauf an, was du veränderst, das ist gleichgültig. Worauf es ankommt ist zu sehen, wie es dich verändert, wenn du neue Dinge tust. Beobachte, wie sich deine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit verändert.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Auf deine Wahrnehmung. Nimm wahr, ob du während der Veränderung, während des kleinen Abenteuers, aufmerksamer oder schläfriger wirst.

Die innere Stimmung des Tages:
Heiter. Experimentierfreudig. Spielerisch. Lebenslustig. Abenteuerfreudig. Mutig.

Worum geht’s?
Ums Wahrnehmen. Sich selbst wahrnehmen – in Routine-Situationen und in ganz neuen Situationen. Kleine neue Schritte unternehmen und wahrnehmen, wie sich die Aufmerksamkeit und Bewusstheit verändert.

Dauer:
Einige Sekunden während des ganzen Tages. So oft du dich erinnerst.

Und ein Leben lang.

Wann?
Jetzt und jetzt. Im Alltag zu jeder Zeit.

Schau dich um, nimm dich wahr und finde eine Gelegenheit, etwas anders zu machen.

Um 19.00 Uhr treffen wir uns, jeder für sich und doch gemeinsam. Sitze, schau dich um und schaue in die Welt wie zum ersten Mal. Sieh die Dinge um dich herum ein paar Minuten an, als hättest du sie noch nie vorher gesehen. Mit ganz unschuldigen Augen. Dann sei noch ein paar Minuten still.

Farbe:
Königsblau.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf königsblau in deiner Umgebung.

Nimm dich wahr, wenn sich deine Wahrnehmung verändert, wenn du wacher und aufmerksamer wirst – und wenn das Gegenteil geschieht. Wenn Abgestumpftheit um dich herum ist.

Nimm das alles wertungsfrei wahr. Ohne sich schuldig zu fühlen, nimm es einfach kühl und wie ein Wissenschaftler wahr.

 

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Mut

Nach und nach verschwinden die Ängste

„Die Herausforderung des Unbekannten anzunehmen, das ist Mut…

Trotz aller Ängste. Die Ängste sind da, aber wenn du immer wieder die Herausforderung akzeptierst, verschwinden diese Ängste langsam. Denn die Erfahrung der Freude, die das Unbekannte bringt, die große Ekstase, die in dir entsteht durch das Unbekannte macht dich stark genug; es gibt dir eine gewisse Integrität; sie schärft deine Intelligenz.

Zum ersten Mal beginnst du zu fühlen, dass das Leben nicht nur Langeweile ist, sondern ein Abenteuer. Dann verschwinden Ängste langsam. Dann suchst du immerzu nach Abenteuer.

Mut ist, das Bekannte für das Unbekannte zu riskieren, das Vertraute für das Unvertraute, für ein unbekanntes Ziel. Man weiß nie, ob man es schaffen wird oder nicht. Es bedeutet spielen, aber nur Spieler wissen, was Leben ist.“

Osho

Das Bild ‚Abenteuerlust‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

2 Kommentare

  • Liebe Samarpan, und alle Mit-Meditierenden,

    ich danke Dir, liebe Samarpan, aus ganzem Herzen für die Meditationschallenge! Einige Tage fand ich es leicht, manchmal schwierig (heute besonders. Ich habe es einfach nicht geschafft, mich allein zu fühlen).
    Besonders schön war für mich, daß ich die ersten 5 Tage noch an der Nordsee zur Reha war. So hatte ich gut Zeit und Gelegenheit, mich auf die Medis einzulassen.
    Eine für mich ganz neue Idee war, die Medis mit Farben zu koppeln. Ich bin ein absoluter Farbfanatiker, daher habe ich das total genossen.
    Was ich bemerkt habe, ist, daß ich die einzelnen Meditationen mehrere Tage hintereinander machen möchte. Ich fand es für mich schade, daß es mit einmal lesen und üben nicht gereicht hat, mich den Tag über zu erinnern.
    Erkenntnisse, die ich gerne durch mehr Üben vertieft hätte, wurden durch neue der nächsten Medi überlagert.
    Aber das macht ja nichts, morgen fange ich wieder an, abenteuerlustig zu sein, eine Woche lang. Weil ich mit Bronchitis nachhause gekommen bin, ist das gar nicht so schwer ;-)

    Dir und Euch allen die besten Wünsche und fruchtbares Weitermeditieren,

    Alex

    • Liebe Alex,
      das ist genau mein Gefühl, dass das alles viel zu kurz ist. Deshalb habe ich den neuen Medi-Club gegründet, der zum 10jährigen rauskommt. Die Meditationen sind so spannend und mit nur einem Tag bekommt man höchstens einen kleinen Eindruck über das, was da noch kommen könnte.
      Und ja, die Meditationen sind manchmal herausfordernd. Für mich war das besonders der Tag der Heilung. Sich als ganzes Wesen und ungeteilt wahrzunehmen ist nicht einfach!
      Viel Freude, Alex noch weiterhin.
      Und alles Liebe
      Samarpan

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