Zuhause meditieren:
den Tag in innerer Ruhe verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge geht es um innere Ruhe und darum, sich seine wahren Bedürfnisse zu erfüllen. Mach mit! Widme diesen Tag heute der Ruhe – achte auf deine wahren Bedürfnisse!
Zuhause meditieren: in Ruhe, auf seine wahren Bedürfnisse achten

Die heutige Meditations-Challenge:

RUHE

Die Geschichte vom Wasservogel,
der vom Prinzen zu Tode verwöhnt wird:

„Hast du die Geschichte vom Wasservogel gehört,
der vom Wind aufs Festland getrieben wurde
und außerhalb der Hauptstadt Lu landete?

Der Prinz ordnete einen feierlichen Empfang für ihn an,
bot dem Wasservogel Wein im geheiligten Tempel,
holte Musiker, die Kompositionen von Shun spielten und
schlachtete ein Rind, um den Vogel zu füttern.

Ganz benommen von den Sinfonien 
und in großer Verzweiflung
starb der unglückliche Wasservogel.“

Bedürfnisse sind grundlegend und nicht kompromiss­fähig.

„Wie schlecht ist es für einen Wasservogel, von Menschen umgeben zu sein und durch ihre Stimmen erschreckt zu werden!

Das ist noch nicht alles:
Sie haben ihn mit Musik umgebracht!

Wasser ist für Fische da und Luft für Menschen. Die Natur ist unterschiedlich und die Bedürfnisse variieren mit ihr. Deshalb legten die alten Weisen keinen einheitlichen Maßstab für alle fest.“
Osho

Die Meditation:
Auf seine natürlichen Bedürfnisse achten

Warum diese Meditation?

Deine natürlichen Bedürfnisse sind anders als die deiner Familie, deiner Freunde, Kollegen und Bekannten. Aus Solidarität – und vor allem, weil wir uns unserer wahren Bedürfnisse nicht bewusst sind, machen wir Kompromisse wo wir keine machen sollten. So entsteht innere Unausgewogenheit, Stress und Überforderung.

Ein Mensch, der sich seine individuellen Grundbedürfnisse erfüllt, ruht in seiner Natur und verfügt über die Kraft, die aus der Ruhe kommt. Das ist nicht so einfach wie es klingt, da sich der eigene Weg von anderen trennt – und das tut manchmal weh.

Der Unterschied von Wünschen zu Bedürfnissen
Es geht hier nicht um die Erfüllung von Wünschen, sondern um wirkliche Bedürfnisse. Der Unterschied ist: Wünsche lassen sich nie erfüllen, der Verstand will immer mehr davon haben, selbst wenn ein Wunsch erreicht wurde. Ein natürliches Bedürfnis bringt innere Ruhe und Resilienz mit sich, sobald es erfüllt ist.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Nimm aufmerksam wahr, was du wirklich brauchst. Schließe die Augen, lass deinen Bauch los und lade in der Stille Antworten ein, die aus deiner Intuition kommen.

Was ist meine Natur? Was brauche ich wirklich? Worauf kann ich nicht oder nur sehr schlecht verzichten?

Erinnere dich an Situationen, in denen du Kompromisse gemacht hast, die dir nicht gut bekommen sind.

Deine dir natürlichen Bedürfnisse können für andere Menschen ganz ungewöhnliche Dinge sein. Eine bestimmte Art von Nahrung, ein bestimmtes Schlafbedürfnis, ein Bedürfnis nach Rückzug oder nach Bewegung? Musik, die du brauchst oder Zeit zum Spielen…

Finde heraus, was du so sehr brauchst, dass es dir körperlich und geistig schadet, wenn du es nicht bekommst. Das ist der Unterschied zu Wünschen: auf Wünsche kannst du gut verzichten. Es spielt keine große Rolle, ob du einen Wunsch erfüllt bekommst oder nicht. Wenn dagegen ein wahres Bedürfnis unerfüllt bleibt, dann erschafft das für Körper und Psyche wirkliche Probleme.

Nimm während des Alltags aufmerksam wahr, wo du Kompromisse aus Liebe oder Solidarität eingehst, die du besser nicht eingehen solltest.

Nimm es einfach nur wahr. Du musst nichts verändern. Hier geht es nur ums Wahrnehmen. Die Veränderung wird dann irgendwann ganz leicht anzustoßen sein.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Auf die Entspannung des Bauchraums und des Atems.

Die innere Stimmung des Tages:
Entspannt, ruhig, aufmerksam.

Worum geht’s?
Detektiv-Arbeit.
Herausfinden, was du wirklich brauchst, was deine Natur ausmacht. Nimm wahr, wer du bist, was deine natürliche Einzigartigkeit ausmacht. Du darfst anders sein, anders als alle anderen 🙂

Dauer:
Einige kurze Momente lang. Sooft du daran denkst.
Und ein Leben lang.

Wann?
Während des Tages, wann immer du dich erinnerst.

Abends, während des Einschlafens nimm wahr, ob du deine Bedürfnisse erfüllt hast. Entspanne und genieße deine natürliche Individualität. Wertschätze dich.

Schließe die Augen, entspanne und erlaube das unbestimmte Gefühl, wo du deine Bedürfnisse verneinst. Und wo du sie dir erfüllst. Dann sei still.

Farbe:
Moosgrün.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf moosgrün in deiner Umgebung.

Nimm wahr, in welchen Situationen du dich natürlich und beruhigt fühlst. Unterstütze deine wahren Bedürfnisse. Erlaube dir, deinen eigenen Weg zu gehen.

 

Meditation ist individuell

Ein einzigartiger Zen Garten in seiner natürlichen Ruhe


Das Bild ‚Ruhe‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

Zuhause meditieren: in Ruhe

Wenn du etwas zu sagen hast, tue es!
Deine Meinung interessiert uns.

3 Kommentare

  • Anfangs war das nicht leicht, eine Antwort auf die Frage zu finden: Was sind meine Grundbedürfnisse? Doch dann so gegen Mittag war es klar: Ich würde zur Verabredung laufen, es tut mir gut, meine Beine zu bewegen. Und es wollte nichts zum Lunch gegessen werden – trotz Essensverabredung. Also habe ich nur eine Schorle getrunken. Normalerweise hätte ich immer auch gegessen, wenn die anderen auch essen. Auf dem Rückweg habe ich mich auf eine Bank gesetzt und es ist Ruhe eingekehrt. Irgendwas hat sich niedergelassen ins Grün. Es geht mir gut und ich bin ruhig geworden. Ein schönes Abenteuer.

    • Hallo Willi,
      was ist für dich schwierig an 19.00 Uhr? Die Zeit selbst (hättest du lieber eine andere Zeit?) oder die Meditation zu machen?
      Bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe…
      Herzlichst
      Samarpan