Ziele – Ursprung aller Anspannung

Ein Leben ohne Ziel leben - wie soll das gehen? Hier lesen, wie sich das Leben verändert, wenn die Ziele wegfallen.
Ziele – Ursprung aller Anspannung

„Man muss nichts tun, um sich zu entspannen. Entspannung kommt aus dem Verstehen heraus, dass das Leben keinen Sinn hat. Das ist sehr schwer zu akzeptieren. Warum ist das so schwer zu verstehen? Es ist deshalb schwer, weil das Ego ohne Sinn nicht existieren kann. Wenn es kein Ziel im Leben gibt, dann braucht man keinen Verstand und auch kein Ego.

Das Ego kann nur in zielorientierter Sichtweise leben. Die Gedanken leben nur in der Zukunft. Sinn bringt die Zukunft mit sich. Das Ziel erschafft den Raum für die Gedanken, sich zu bewegen. Wünsche entstehen. Dann muss alles ganz schnell gehen, denn das Leben ist kurz. Heute stehen wir hier und morgen sind wir nicht mehr da, vielleicht verschwinden wir schon im nächsten Moment.

Das Leben ist kurz. Wenn es ein Ziel zu erreichen gibt, dann muss man sich beeilen. Mit der Zielorientierung einher kommt die ständige Sorge, ‚Ob ich’s wohl schaffen werde?‘ … ein zitterndes Herz, die Erschütterung der innersten Sicherheit. Mit Zielen befindest du dich die meiste Zeit in einer Art innerem Erdbeben. Mit Zielen kommst du an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. So wirst du früher oder später auf der Couch des Psychiaters landen.

Die Vision aller Buddhas – ohne Ziel leben

Lebe ein Leben ohne Ziel. Das ist die Vision aller Buddhas. Alles ist, wie es ist, es hat keinen Grund. Alles ist total absurd. Wenn man das verstanden hat, warum sollte man sich dann beeilen? Dann beginnst du von Moment zu Moment zu leben. Dann ist dir dieser Moment als göttliches Geschenk gegeben.

Dieser Moment ist dir geschenkt: Singe ein Lied, lebe ihn in seiner Vollkommenheit. Versuche erst gar nicht, diesen Moment für einen anderen zu opfern, der in der Zukunft auftauchen wird. Lebe diesen Moment so wie er ist. Das Leben führt nirgendwo hin, es gibt kein Ziel und kein Schicksal. Das Leben ist ohne Sinn, es IST einfach.

 

Osho, Zitat – Auszug aus The Book of Wisdom #18

 

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