Über die Lust, sich zu beklagen

Wir sind es gewohnt, uns zu beklagen und andere Menschen für unser Leben verantwortlich zu machen. Dabei entgeht uns das Wichtigste: die Freiheit!
Über die Lust sich zu beklagen

„Jemand, dessen Verstand unreif ist, wirft die Verantwortung immer auf die anderen. Er fühlt sich unglücklich und denkt, die anderen würden ihm diese Hölle verursachen.

Wenn du gereift bist, dann wird der andere für dich zum Himmel. Der andere ist genau das, was du bist. Er spiegelt dich wider.

Wenn ich Reife sage, dann meine ich damit eine innere Intaktheit. Diese Vollkommenheit kommt nur, wenn du aufhörst, andere für dich verantwortlich zu machen. Wenn du zu erkennen beginnst, dass du selbst dir dein Leid erschaffst.

Du fühlst dich traurig und fragst dich, habe ich das wirklich selbst verursacht?

Du bist verantwortlich dafür. Nicht die Gesellschaft ist es oder deine Eltern oder die ökonomische Lage … Wirf die Verantwortung nicht auf jemanden anders.

DU bist verantwortlich.

Der Verstand möchte sich beklagen

Am Anfang sieht das wie eine Belastung aus, denn nun kannst du die Last der Verantwortung nicht mehr weitergeben. Unser Verstand möchte sich beklagen.

Es fühlt sich gut an, denn wenn wir nicht verantwortlich sind, dann meinen wir frei zu sein. Aber diese Freiheit ist teuer erkauft. Die Wahrheit ist, dass du dich durch das Wegschieben von Verantwortung mehr und mehr belastest, du merkst es nur nicht.

Die Leute leben 70 Jahre lang und wissen nicht, was es heißt, wirklich zu leben. Sie lebten nicht aufrichtig, nicht reif, nicht zentriert. Sie lebten nur an der Peripherie.

Die Freiheit, die Selbstverantwortung mit sich bringt

Sobald du nur einmal erkennst: „Ich bin für mein Sein selbst verantwortlich. Was immer auch geschehen ist, ich bin der Grund dafür, ich habe es mir so erschaffen“, dann verschiebt sich die Bewusstheit von der Peripherie zum Zentrum.

Jetzt wirst du zum ersten Mal zum Zentrum deiner Welt. Jetzt kann vieles verändert werden, denn was immer du nicht magst, das kannst du sein lassen.

Was immer du magst, kannst du unterstützen. Was du als wahr erkennst, dem kannst du folgen und was unwahr ist, dem brauchst du nicht mehr nach zu rennen.

Jetzt bist du zentriert und in dir selbst verwurzelt.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus The Empty Boat #7

 

Über Zentrierung

 

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