Die Kunst des Zuhörens

Still, vom Herzen zuhören, das verwandelt dein Wesen. Die Kunst des Zuhörens verwandelt dich. Es ist eine endlos tiefgehende Meditation, die gut im Alltag praktiziert werden kann.
Still, vom Herzen zuhören - die Kunst des Zuhörens

„Wenn du dem anderen still zuhörst, dann hörst du mit dem Herzen zu. Das stille Zuhören verwandelt dein Wesen.

Das Herz versteht die wesentliche Botschaft ganz leicht. Das Denken hört nur die Worte, doch die wahre Nachricht liegt zwischen den Worten. Diese zu hören, dazu ist nur das Herz fähig.

Wenn du beim Zuhören vom Herzen noch ein wenig tiefer nach innen fällst, dann begegnest du deinem Wesen. Das Herz ist die Tür zu deinem Wesen und dein Wesen öffnet die Tür zum kosmischen Sein.

Du kannst allem zuhören. Höre dem Wind zu, wie er durch die Nadelbäume streicht. Mit der gleichen Stille, mit der du einem Musikstück von Mozart zuhörst, kannst du Vogelgezwitscher zuhören.

Das ganze Universum drückt das Dharma aus.
Nur der Zuhörer fehlt.

Mit dem ganzen Wesen hören

Die Kunst der Meditation ist,
mit deinem ganzen Wesen zuzuhören.

In diesem Moment,
in dieser Stille,
fallen deine Begrenzungen,
deine Verteidigungsmechanismen,
und du wirst eins.

Höre so tief zu,
dass du verschwindest
und nur das Wesentliche
und Ewige
in dir bleibt.“

Osho – Zitat-Auszug aus The Miracle #7

Still, vom Herzen zuhören

„Bleibe passiv – du tust nichts, du hörst nur zu. Und Zuhören ist kein Tun. Zum Hören brauchst du gar nichts zu tun – deine Ohren sind immer offen. Um zu sehen, musst du etwas dazu tun. Um zu hören brauchst du nicht einmal so viel zu tun – die Ohren sind immer offen. Du hörst ständig. Tu gar nichts und höre zu.

Hören ist ein intensives Zusammenspiel zwischen Körper und Seele, und dies Zusammenspiel wurde von jeher als eine der stärksten Methoden der Meditation verwendet, denn es ist die Brücke zwischen den beiden Unendlichkeiten: dem Reich der Materie und dem Reich des Spirituellen.

Mache dies zu deiner Meditation; es wird dir helfen. Wenn du irgendwo sitzt, höre dem zu, was gerade um dich herum geschieht. Zum Beispiel mitten in einer Stadt – es herrscht viel Lärm und Verkehr – dieser Zug, dieses Flugzeug; höre das alles, ohne es als Lärm abzulehnen. Höre zu, als würdest du Musik hören, mit Genuss. Und du wirst auf einmal feststellen, dass sich die Qualität des Lärms verändert. Es ist keine Ablenkung mehr, keine Störung.

Im Gegenteil er wird sehr melodisch. Sogar der Lärm einer Stadt kann zur Melodie werden. Was du hörst, ist also nicht wichtig. Es geht darum, dass du zuhörst, nicht einfach nur hörst.

Selbst wenn du etwas aufnimmst, das du bisher nicht des Zuhörens für wert gehalten hattest, so höre dem nun so heiter zu, als lauschtest du einer Beethoven-Sonate. Plötzlich stellst du fest, dass du damit seine ganze Qualität verändert hast. Es wird auf einmal schön. Und bei einem solchen Zuhören verschwindet das Ego.“

Osho – Zitat-Auszug

Nur schauen – Meditation im Drama

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