Das Herz verwandelt jeden Schmerz

Leiden ins Herz einatmen, Freude und Glück aus dem Herz atmen - Anleitung für Atishas Herzmeditation.
Atisha's Herzmeditation

„Du wirst überrascht sein, wenn du diese Meditationstechnik ausprobierst. In dem Moment, in dem du alles Leid der Welt in dein Herz hineinnimmst, ist es nicht länger Leid.

Das Herz verwandelt sofort die Energie. Das Herz ist eine transfomierende Kraft.

Trinke das Unglück und es transformiert sich in Glückseligkeit. Als solches lasse es wieder hinausströmen.“

Osho, Zitat – Auszug aus The Book of Wisdom #1

atishas-herzmeditation

Anleitung für Atishas Herz-Meditation

Atishas Herzmeditation kann auch still für sich, in eigenem Tempo und ohne die Einhaltung der folgenden Phasen gemacht werden.

Diese Anleitung ist lediglich ein Vorschlag, wie die Meditation mit etwas Struktur ausprobiert werden kann.

Erste Phase – Herzenergie fühlen

Sitze bequem mit sanfter Musik, schließe die Augen, lege eine Hand auf dein Herz. Atme sanft in dein Herz. Fühle die Energie des Herzens. Fühle noch einmal die Liebe, die du gespürt hast, als dir ein Freund wieder begegnete, den du liebst.

Erinnere dich an einen wunderschönen Sonnenuntergang oder an eine Blüte. Erinnere dich an einen schönen Moment und lass ihn dein Herz erfüllen.

Bleibe in dieser Herzenergie für etwa 10 Minuten.

Zweite Phase – Leid einatmen, Seligkeit ausatmen

Bleibe sitzen und halte die Augen geschlossen. Wenn du einatmest, atme das Unglück aller Wesen dieser Welt ein – das Unglück der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft.

Beginne mit deinem eigenen Leid, gehe weiter zu Familie und Freunden, dann Nachbarn und dann der ganzen Welt.

Wenn du ausatmest, atme die ganze Freude, die du hast, aus. Die ganze Glückseligkeit, die du im Herzen hast, atme sie jetzt aus. Verströme sie ins Universum.

So entsteht Mitgefühl: Trinke das Leid und verströme die Segnungen.

Atme für etwa 15 Minuten ruhig ein und aus.

Dritte Phase – Tanzen, Feiern

Tanze sanft, schwinge mit der Liebesenergie deines Herzens. Bewege dich, feiere. Liebe dich selbst und fühle, wie dich die Existenz liebt.

Feiere etwa 10 Minuten lang. Wenn du magst, tanze zu leichter, freundlicher Musik.

Vierte Phase – Still sein, genießen

Setze dich oder lege dich hin, sei still und bewege dich möglichst nicht. Entspanne in die Leichtigkeit der Liebe.

Bleibe für etwa 10 Minuten still liegen und genieße.

Sich selbst lieben lernen

4 Kommentare

  • Die oben angebotene Struktur für eine „Atisha Herz Meditation“ ist für mich verwirrend. Im Start mich gleich mit dem Leid der ganzen Welt zu konfrontieren, damit fühle ich mich gewaltig überfordert, und erst danach dann bei mir und meinem sozialen Umfeld beginnen? Was denn nun? Ein Start ist doch Beginnen. – Die inhaltliche Reihenfolge wie auch die Phasen wirken in der Beschreibung sehr theoretisch auf mich, so wie praktisch selbst noch nicht durchlebt.

    • Hallo Spirit,
      Ja, stimmt, es ist ein wenig verwirrend dargestellt. Der Punkt ist, zuerst mit seinem eigenen Leiden zu beginnen, denn dem ist man am nächsten. Wenn man das Prinzip dort verstanden hat, kann man weiter zum größeren Bekanntenkreis gehen und dann den Kreis endlos ausdehnen. Ich habe die Texte nun ein wenig umgestellt, ich hoffe, es ist jetzt klarer. Danke für den Hinweis.
      Herzliche Grüße,
      Samarpan

    • Hallo Ulrich,
      sehr gerne… Diese Meditation stammt ursprünglich aus dem tibetischen Buddhismus, da heißt sie ‚Tonglen‘. Google mal auf YouTube, da gibt es viele schöne Anleitungen von Meistern dazu.
      Herzlichst
      Samarpan

Schreibe hier deine Einsichten auf.
Wir interessieren uns dafür.