4 Tipps zur Verwandlung schwieriger Situationen und des Egos

Was passiert, wenn man meditiert? Man lebt mit allen Schwierigkeiten in der Welt, lernt sein Ego kennen und wie es sich überlisten lässt...
4 Tipps zur Verwandlung schwieriger Situationen

Kinder aufziehen, mit einem Partner zusammen leben und einen stressigen Beruf ausüben – das sind die wahren Checkpoints, ob Meditation gereift ist oder nicht.

Wer seine Wachheit und Intelligenz vertiefen möchte, der zieht sich besser nicht in eine Höhle oder in ein Kloster zurück.

Lieber sich ständig neu verlieben, Kinder zeugen und Karriere im Beruf machen und die Herausforderungen annehmen. Die Welt ist der beste Übungsplatz für Zentrierung und entspanntes Handeln.

Erblüht die Liebe in der Welt, dann ist der Sprung in die Göttlichkeit unvermeidbar.

4 Tipps zur Überlistung des Ich-Gefühls (Egos)

1. Genießen

Eine schwierige Situation ist nicht von Grund auf schwierig, sie wird durch die Augen des Erlebenden schwierig gemacht. Ein und dieselbe Situation kann völlig anders gelebt werden.

Das bekannte Ich-Gefühl oder auch Ego genannt, spricht meist dagegen: „Nein, so will ich das nicht!“…

Mit ein wenig Genuss lässt sich so manche Situation verändern. Den Körper zu genießen, alle Sinne zu benutzen, das ist ein Killer fürs Ego, das treibt die Aufmerksamkeit sofort in den Moment — der so schlecht doch meist nicht ist.

Frage:

Es regnet in Strömen,
es ist nass und kalt
und du hast keinen Regenschirm dabei.
Wie reagierst du?

Eine mögliche, sinnliche Antwort

2. Flexibel sein

Kein Ego, weder das eigene, noch das unserer Umgebung hält einem flexiblen Menschen stand. Wenn das Wasser den Stein umspült, gibt dieser früher oder später nach. Das gilt fürs Ego gleichermaßen.

Ein Beispiel:
Du versuchst jemanden zu unterstützen,
doch er verneint jede Freundlichkeit
– was tun?

Wie man jemandes (und das eigene) Ego umstimmt

 

3. Sich über sich selbst lustig machen

Ok, ich gehe jetzt einmal nicht darauf ein, dass das Ego sagt, es hätte keinen Humor – schon gar nicht über sich selbst. Hat es wohl auch nicht. Schwierige Situationen werden vom ICH-Gefühl für dramatisch und unlösbar gehalten, das ist die Natur des Egos.

Über sich selbst zu lachen funktioniert wie eine Bombe auf die Versteinerung des Ichs. Der Fels wird gesprengt – und mit ihm alle negativen Kreise in der Umgebung.

Frage:

Du hast gerade einen Fehler begangen,
dein Chef/Partner/Kind/Freund flippt darüber aus
und du fühlst dich ziemlich mies.
Kannst du dich über dich selbst lustig machen?

Manchmal ist es hilfreich, sich zum Idioten zu machen

 

4. Seiner Natur folgen

Die schönste Art das Ego aufzulösen ist seiner Natur zu folgen. Selbst wenn es manchmal nicht leicht ist, die wahre Natur vom so gewohnten Ich-Ego zu unterscheiden… doch das macht nichts. Selbst wenn wir eine Zeitlang dem konditionierten Ich folgen sollten – das bewusste Mitgehen verwandelt. Es wird uns erkennen lassen und zu unserer ursprünglichen Eigenart führen.

Fehler müssen gemacht werden, das schärft die Wahrnehmung darüber, was Ego ist und was nicht.

Ein Beispiel:
Ein Freund sagt dir, du müsstest dich verändern.
Du solltest mehr/weniger:
arbeiten/essen/bewegen/fernseh-schauen…
doch du genießt dein Leben so.
Wirst du weiterhin tun,
was dir guttut und Freude bereitet?

Was immer passiert, ich bin meiner Eigenart treu:
I did it my way!

 Das zweite Gesicht von ‚I did it my way‘   🙂

 

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, das Leben zu genießen und das Ego/Ich-Gefühl nicht ernst zu nehmen.

Wenn dir etwas geschieht, was für dich klappt, den Stein des Egos zu lockern, dann erzähle es hier unten im Kommentar-Feld, vielleicht lassen wir Leser uns für die nächsten schwierigen Situationen – die unweigerlich kommen werden – inspirieren.

 

Wie man das eigene Wesen entdeckt: durch Nicht-Anhaften

 

Ein FindYourNose Newsletter

Der FindYourNose Newsletter mit Sekunden Meditationen und Tipps für Meditation

 

 

Wie man schwierige Situationen verwandelt

Gute Leute müssen sich ausdrücken.
Deine Meinung interessiert uns.

2 Kommentare

  • Mir hat in besonders schwierigen Lebensphasen sehr geholfen, dass ich meine innere, kleine Liza-Maria sprichwörtlich an die Hand der großen Liza-Maria gegeben habe. So habe ich eine Distanz zu meinem Ego geschaffen, habe der kleinen Liza in mir zugestanden, wegen der schwierigen Situation zu trauern, doch einen besseren Weg zu nehmen, Altes sausen zu lassen und die große Liza hat die kleine Liza getröstet und Mut zugesprochen, mutig den neuen Lebensweg einzuschlagen und zu gehen. Und siehe da, von da an wurde alles wieder gut. 🙂

  • was auch hilft ist direktes Anschauen, was los ist. Dem Ich-Gefühl ins Gesicht blicken …. aha, so ist es gerade …. eine Distanz zulassen …