Warum es dir schnuppe sein kann, ob sich Meditation in der Welt ausbreitet

Meditation soll zur Bewegung werden, die die Welt rettet? Möchtest du das? Beginne erst einmal bei dir und dann gehe in die Welt...
Warum es dir schnuppe sein kann, ob sich Meditation in der Welt ausbreitet

„Du hast gefragt, wie wir Meditation zu einer großen Bewegung machen können. Mach dir darüber keine Sorgen, denn so ist der Verstand – sehr trickreich. Du wirst darüber deine ganze Meditation vergessen und du wirst mit der Bewegung beschäftigt sein, wie du sie groß machen kannst, wie du sie weltweit groß machen kannst, wie du viele Leute meditativer machen kannst.

Wenn sie nicht dazu bereit sind, dann zwingst du sie zu meditieren. Es wurde so gemacht. Die ganze Geschichte beweist das.

Mohammed hat eine Religion gegründet, die Islam genannt wird. Islam bedeutet Frieden. Und er wollte die gesamte Welt in einen friedvollen Platz verwandeln. Doch die Leute wollen nicht friedlich sein… dann schneide ihnen die Köpfe ab, ein toter Mensch ist zumindest friedlich.

Ein lebender Mensch ist ein Ärgernis, du kannst dich auf einen lebenden Menschen nicht verlassen – er mag diesen einen Moment friedlich sein und im nächsten Moment macht er etwas, das Schwierigkeiten verursacht.

Auf Mohammeds Schwert wurden die Worte geschrieben: Frieden ist meine Botschaft. Nun, die Botschaft muss auf das Schwert geschrieben werden, und die Botschaft ist Frieden, und die Leute müssen mit dem Schwert gezwungen werden, um friedlich zu werden, was bedeutet, um Muslime zu werden. Ein Muslim ist ein Mensch des Friedens.

Was sich der Verstand ausdenkt,
um dich von Meditation abzuhalten

Kümmere dich nicht um eine Bewegung, denn dein Verstand ist so durchtrieben, so gerissen…

Der Verstand versucht ständig das Thema zu wechseln. Wann immer du an Meditation denkst wird der Verstand das Thema in solch einer Weise wechseln, dass es dir noch nicht einmal bewusst wird, dass das Thema gewechselt wurde.

Der Verstand wird sich eine große Bewegung für Meditation ausdenken, die ganze Welt verwandeln und dabei Meditation selbst vergessen. Denn, wo geht die Zeit hin? — Du bist in einer großartigen Revolution, bei der du die ganze Welt verändern wirst.

Tatsächlich ist der Verstand so hinterhältig, dass er meditierende Menschen verdammt. Er sagt: ‚Meditierende sind egoistisch, sie kümmern sich nur um sich selbst. Und die ganze Welt stirbt! Die Menschen brauchen Frieden und die Menschen sind voller Anspannung; Die Leute leben in der Hölle und du sitzt still in Meditation. Das ist reiner Egoismus.‘

Der Verstand ist sehr geschickt. Du musst dir dessen sehr genau bewusst sein. Sag dem Verstand: ‚Wechsle jetzt nicht das Thema. Zuerst muss ich meditieren, denn ich kann nichts teilen, was ich nicht habe.

Ich kann keine Meditation an Leute weitergeben, ich kann keine Liebe mit Leuten teilen, ich kann meine Freude nicht mit Leuten teilen, denn ich habe keine. Ich bin ein Bettler; ich kann nur so tun als ob ich ein Kaiser wäre.‘

Doch diese Verstellung kann nicht lange halten. Bald werden die Leute zu sehen beginnen, dass ‚dieser Mensch nur ein Heuchler ist. Er ist selbst verspannt, er ist selbst voller Sorgen. Er lebt selbst in Schmerz und Leid und Unglück und spricht darüber, wie die Welt zum Paradies wird.’…

Wie sich eine Bewegung über Meditation bilden kann

Ich würde dir gerne sagen: Vergiss das alles einfach. Das ist dein Verstand, der das Thema wechseln möchte. Zuerst die Meditation und dann wird aus ihr der Duft kommen, aus ihr wird das Licht kommen.

Aus der Meditation werden Worte kommen, die nicht tot sondern lebendig sind, Worte, die Autorität haben. Und diese mögen anderen helfen, doch das wird nicht dein Ziel sein, das wird nur ein Nebenprodukt sein.

Die Veränderung anderer Menschen durch Meditation ist ein Nebenprodukt, es ist kein Ziel. Du wirst dir selbst zum Licht und das wird bei vielen Leuten, die durstig sind den Drang erschaffen, zum Licht für sich selbst zu werden. Du wirst zum Beispiel und dieses Beispiel wird die Bewegung von selbst mit sich bringen.

 

Osho, Zitat – Auszug aus The Osho Upanishad #6

 

Rebellische Osho Zitate

 

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2 Kommentare

  • Hallo Samarpan,

    mal wieder Dank für Deine „montagliche Post“. Gestern habe ich die letzten zehn Minuten eines französischen Films gesehen – „Ein Augenblick der Liebe“ – und, er endete in etwa so:
    „Damit eine Geschichte niemals aufhört, darf sie nie beginnen“. (Im Original Titel “ Une rencontre“; was wieder mal beweist, dass wir Deutschen für Erklärungen besonders anfällig sind …. 🙂 )

    Ich finde das großartig; nämlich in jenem Sinn, dass wir aufhören sollen, in scheinbar notwendiger Weise, alles zu hinterfragen. Immer ein Ergebnis, immer einen Grund oder eine Erklärung haben zu müssen.

    Zugegeben fällt mir „das Tun ohne Weiteres“ auch nicht leicht. Aber ich bemühe mich.

    Habe eine schöne Woche,
    sam

    • Hi Sam,
      das Hinterfragen nach dem ‚Warum‘ ist mehr eine Awareness-Übung als dass es um die Erkenntnis der Ursache geht. Der Verstand scheint so normal zu sein und durch das Hinterfragen, verschärft sich der Sinn für Dinge, die lediglich Gewohnheit sind und das wahre Leben abschneiden. Generell erhöht sich die Bewusstheit über subtile Energien.
      Es geht gar nicht darum, etwas anders zu machen. Alleine das Wahrnehmen wird den Job tun:)
      Und: Jeder finde seinen Weg. Wenn es für dich nix ist, deine Meditationspraxis zu hinterfragen, prima. Dann eben so. Du weißt es besser, was für dich gut und hilfreich ist und was nicht.
      Ganz herzliche Grüße
      Samarpan