Gott war ein großartiger Trost

Wenn du Gott als Schöpfer akzeptierst, zerstörst du die Würde von Bewusstsein, Freiheit und Liebe... Warum? Ein rebellisches Osho Zitat.

„Alle Religionen glauben, dass Gott die Welt und auch die Menschheit erschaffen hat. Aber wenn du durch jemanden erschaffen wurdest, bist du nur eine Marionette, du hast keine eigene Seele. Und wenn du durch jemanden erschaffen wurdest, kann er dich jeden Moment wieder zerstören. Weder hat er dich gefragt, ob du erschaffen werden möchtest, noch wird er dich fragen, „Möchtest du wieder zerstört werden?“

Gott ist der größte Diktator, wenn du die Annahme akzeptierst, dass er die Welt und auch die Menschheit erschaffen hat. Wenn Gott eine Wirklichkeit ist, dann ist der Mensch ein Sklave, eine Marionette. Alle Fäden sind in seiner Hand, sogar dein Leben. Dann gibt es keine Frage nach irgendeiner Erleuchtung. Dann gibt es keine Frage, dass es irgendeinen Gautam Buddha gibt, denn dann gibt es überhaupt keine Freiheit. Er zieht die Fäden, du tanzt; er zieht die Fäden, du weinst; er zieht die Fäden, du beginnst zu morden, begehst Selbstmord, Kriege. Du bist nur eine Marionette und er ist der Puppenspieler…

Kein Theologe, kein Gründer einer Religion hat darüber nachgedacht, dass wenn du Gott als Schöpfer akzeptierst, zerstörst du die ganze Würde von Bewusstsein, von Freiheit, von Liebe. Du nimmst vom Menschen jede Verantwortung und du nimmst seine ganze Freiheit weg. Du reduzierst die ganze Existenz auf die einfache Laune eines komischen Typen, der Gott genannt wird…

Im Zen: kein Trost, sondern Verwandlung

Zen hat keinen Gott, das ist seine Schönheit. Aber es beinhaltet eine großartige Wissenschaft, dein Bewusstsein zu verwandeln, um so viel Bewusstheit zu dir zu bringen, dass du nichts Schlechtes tun kannst. Das ist keine Vorschrift von außen, es kommt von deinem innersten Sein.

Wenn du einmal dein Zentrum des Seins kennst, wenn du einmal weißt, dass du eins mit dem Kosmos bist – und der Kosmos wurde niemals erschaffen, er war immer und immer da, und wird immer und immer da sein, von Ewigkeit zu Ewigkeit – wenn du einmal dein brillantes Sein kennst, deinen verborgenen Gautam Buddha, ist es unmöglich, etwas Falsches zu tun, ist es unmöglich etwas Schlechtes zu tun, ist es unmöglich, irgendeine Sünde zu begehen…

Die tröstende Lüge über Gott

Gott hat es nicht gegeben, doch er war ein gutes Trostpflaster. Er hat gewohnheitsmäßig das Innere der Leute ausgefüllt, obwohl er eine Lüge war. Aber sogar eine Lüge, die Tausende und Abertausende Male über Jahrtausende hinweg wiederholt wird, wird fast zur Wahrheit. Gott wurde ein großer Trost für Leute in ihrer Angst, in ihrer Furcht, in ihrem Wissen von Alter und Tod, und darüber hinaus — die unbekannte Dunkelheit. Gott war ein großer Trost gewesen, obwohl es eine Lüge war. Lügen können dich trösten, das musst du verstehen. Tatsächlich sind Lügen süßer als Wahrheit.

Gautam Buddha wird nachgesagt, dass er gesagt hatte: „Wahrheit ist am Anfang bitter, süß am Ende. Und Lügen sind am Anfang süß und am Ende bitter“ – wenn sie aufgedeckt werden. Dann kommt eine ungeheure Bitterkeit, dass du von all deinen Eltern getäuscht wurdest, von all deinen Lehrern, von all deinen Priestern, von all deinen sogenannten Führern. Du wurdest ständig betrogen. Diese Enttäuschung bringt ein großes Misstrauen in jedem hervor. „Niemand ist vertrauenswert“… Es erschafft einen luftleeren Raum.

‚Gott ist tot‘ – Nietzsches Weg in die Verrücktheit

In seiner letzten Phase im Leben wurde Friedrich Nietzsche fast verrückt. Er kam in eine Klinik, in eine psychiatrische Anstalt. So ein großartiger Gigant, was ist ihm geschehen? Er kam zu dem Schluss, „Gott ist tot“, doch das ist eine negative Schlussfolgerung. Er wurde leer, doch seine Freiheit war sinnlos. Es gab keine Freude in der Freiheit, denn es war nur Freiheit VON Gott, aber für was? Freiheit hat zwei Seiten: von und für. Die andere Seite fehlte. Das trieb ihn in die Verrücktheit.

Leere bringt Leute immer in die Geisteskrankheit. Du brauchst einen Boden, du brauchst eine Zentrierung, du brauchst eine Verbindung mit der Existenz. Durch einen toten Gott wurden alle deine Beziehungen zur Existenz beendet. Durch einen toten Gott wurdest du ohne Wurzeln allein gelassen. Ein Baum kann nicht ohne Wurzeln leben, und du kannst es auch nicht…

Und es gibt ein ungeheures Bedürfnis im menschlichen Sein mit der Existenz verbunden zu sein. Der Mensch braucht Wurzeln in der Existenz, denn nur wenn die Wurzeln tief in die Existenz gehen, wird er zu einem Buddha erblühen, wird er zu Millionen von Blumen erblühen, wird sein Leben nicht bedeutungslos sein. Dann wird sein Leben ein ungeheures Überfließen mit Bedeutung sein, mit Sinn, mit Glückseligkeit; sein Leben wird einfach eine Freudenfest sein. “

 

Osho, Zitat – Auszug aus The God Conspiracy #1

 

OSHO Videos über Gott

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Gott ist keine Lösung, sondern ein Problem

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Es gibt keinen Gott,
doch ich habe etwas viel Bedeutsameres gefunden

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