Zuhause meditieren: den Tag in Kompetenz verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge geht es um Kompetenz -
die kompetente, intelligente Brillianz, die entsteht, wenn jemand aktiv und empfänglich zugleich ist.

Meist rennen wir von einem zum anderen und verlieren dadurch die Fähigkeit, kompetent zu entscheiden.

Im Rennen plötzlich anzuhalten, das fördert die Intelligenz. Du schaust dich um, nimmst dich wahr und entscheidest, wie es weiter gehen soll.


So entwickelst du deine ureigene Intelligenz.

Die heutige Meditations-Challenge:

Kompetenz

Mitten in der Bewegung – erstarre!

„Du kannst es ausprobieren, wo immer du willst. Du nimmst gerade ein Bad … plötzlich gibst du dir den Befehl: „Stopp!“ – und hältst inne.

Selbst wenn es nur für einen einzigen Augenblick ist, wirst du etwas in dir spüren, das anders ist. Du wirst ins Zentrum geworfen und plötzlich hört alles auf – nicht nur der Körper.

Wenn dein Körper total innehält, steht auch dein Denken still.“
Osho

Die Meditation:
plötzlich anhalten und
in den neutralen Gang rutschen

Warum diese Meditation?

Immer schneller und schneller… Rennen ist in diesem Leben normal geworden. Das Problem: Wir verlieren dadurch unsere Intelligenz, die Kompetenz, aus unserer inneren Stärke heraus zu handeln.

Deshalb hier der Vorschlag anzuhalten und in den ’neutralen Gang‘ zu rutschen. Ohne Ziel, ohne Vergangenheit, einfach anhalten und in diesem Moment sein. Neutral sein.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Halte plötzlich an und erstarre. Überrasche dich selbst :) Keine Bewegung. Nur neutrale Stille. Falle aus den 1.000 Dingen heraus, die noch zu tun sind und bleibe im neutralen Nichts. So, als ob es dich nicht gäbe.

Verharre ein paar Sekunden/Minuten lang unbeweglich in diesem neutralen Zustand. Sei wach und aufmerksam. Du bist einfach nur da. Du existierst. Da sich Energie immer bewegt, wirst du in dein Zentrum geworfen. Die Augen können offen oder geschlossen sein.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Die Aufmerksamkeit ist ungerichtet, sie findet in der Stille ihren eigenen Weg. Sei präsent, wenn du anhältst und tue nichts. Nimm wahr, was geschieht.

Die innere Stimmung des Tages:
Sei wach und präsent und spiele mit der Überraschung, plötzlich anzuhalten. Das kann lustig sein!

Worum geht’s?
Wir nutzen unsere Energie normalerweise für Dinge, die unser Denken für wichtig hält. Durch plötzliches Anhalten wird die Autobahn des Rennens gestoppt. Es entsteht Raum, die Dinge mit neutralen Augen anzusehen und das zu unterstützen, wohin die Einzigartigkeit drängt.

Aus dem neutralen Raum von Empfänglichkeit entsteht natürliche Kompetenz und Intelligenz.

Dauer:
So oft du magst und so lange du magst. Eine Freundin von mir hat es in den unmöglichsten Situationen 10 Minuten durchgehalten und jeden um sie herum zur Verzweiflung gebracht. Solche Art der Rebellion habe ich immer bewundert.

Und doch verstehe ich, dass es manchmal einfacher ist anzuhalten, wenn du alleine bist. Entscheide du, wie weit und wie lange du gehen möchtest!

Wann?
Jederzeit. Wenn du alleine bist, ist es einfacher als mit Menschen.

Um 19 Uhr treffen wir uns, jeder für sich und doch gemeinsam.
Gehe im Zimmer herum und halte plötzlich für ein paar Minuten an. Friere ein. Keine Bewegung. Nun nimm wertfrei wahr, was in dir ist: Gedanken, Gefühle, Empfindungen. Dann setze dich hin, schließe die Augen und genieße den neutralen Raum in dir.

Farbe:
Flieder.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf flieder in deiner Umgebung.

Im Arbeitsalltag und in der Familie halte immer wieder kurz an und verharre für ein paar Minuten/Sekunden regungslos. Genieße die Neutralität des Nichtstuns.

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Anleitung zur Stopp Meditation und das Fallen in den neutralen Raum

Wenn du 2 Minuten Zeit hast

„Sei still,
schließe deine Augen
und fühle deinen Körper
als ob er vollständig eingefroren wäre.

Dies ist der richtige Moment,
um nach innen zu gehen.
Sammle all eine Energien,
deine ganze Bewusstheit
und renne zum inneren Zentrum deines Seins.

Komme zurück.
Doch mit der gleichen Anmut,
der gleichen Stille,
der gleichen Schönheit…

Sitze ein paar Momente
einfach nur,
um dich an den Raum zu erinnern,
in den du hinein gegangen bist.“
Osho

Das Bild ‚Kompetenz‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

2 Kommentare

  • Hey,

    sehr interessanter Blog! Ich meditiere schon mehrere Jahre – und es tut mir gut. Allerdings stelle ich mir in letzter Zeit die Frage, ob es auch eine wichtige Unruhe überdecken kann, die eigentlich zur Aktivität auffordert. Nachdenklich gemacht hat mich etwa das Ebook „Warum Mönche meditieren müssen“ von V. Rationi.

    Was meint Ihr?

    LG Susanne

    • Liebe Susanne,
      ja, es passiert wohl jedem Meditierenden und so auch mir, dass Meditation dafür benutzt wird, das Ego zu stärken. Oder anders ausgedrückt, Meditation dafür zu nutzen um alles beim Alten zu halten. Die Chance, das eines Tages zu sehen ist mit Meditation jedenfalls wesentlich größer als ohne. Es ist irgendwie natürlich, dass wir alles benutzen, um uns nicht verändern zu müssen und deshalb klar, dass auch Meditation dazu herhalten muss.

      Allerdings stärkt Meditation eben auch die Wahrnehmung und damit erhöht sich die Chance, das zu erkennen und zu tun, was natürlich ist. Wenn das heißt, aktiv zu sein, dann ist es das. Wenn es bedeutet, still zu sitzen, dann eben das…

      Viel Freude also beim Entdecken deiner Selbst
      und herzliche Grüße
      Samarpan

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