Zuhause meditieren: den Tag im Schwung verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge geht es um im Schwung sein und sich von etwas Größerem bewegen zu lassen. Mach mit! Widme diesen Tag heute dem inneren Schwung – bewege dich natürlich!
Zuhause meditieren: im Schwung sein

Die heutige Meditations-Challenge:

IM SCHWUNG

„Du bist nicht,
nur das Universelle ist
und es wogt durch dich hindurch.

Fühle es,
versenke dich hinein,
lasse dieses Gefühl tief in dich eindringen.

Lasse es zu, dass es dir widerfährt –
in vieler verschiedener Art und Weise.“

Meditation bedeutet alle Übungs-Praktiken lozulassen.

„Wir müssen uns selbst loslassen; wir müssen uns selbst völlig vernichten. Es geht darum, nicht mehr zu sein. Nur dann können wir eins mit dem sein, was wirklich ist.

Wenn sich eine Welle ganz daran festhält, eine Welle zu sein, kann sie nicht zum Ozean werden. Wenn sie aber von sich selbst loslässt, in sich zerfällt, verschwindet, dann wird sie sofort zum Ozean.“

Osho

Die Meditation:
Entdecke den Ozean des Lebens,
der dich bewegt

Warum diese Meditation?

Der heitere, entspannte Schwung im Leben entsteht nicht etwa dadurch, dass du dich noch besser organisierst oder noch ein wenig schneller rennst. Der Schwung, der das Leben leicht und lebendig macht, entsteht durch Loslassen von Vorstellungen, die sich in unserer Persönlichkeit eingenistet haben. All die Ideen, wie das Leben sein sollte… sie stellen sich gegen den natürlichen Schwung im Leben.

Jeder Mensch hat einen natürlichen Schwung in sich. Den gilt es wieder zu entdecken. Wie?

Wo immer möglich, lässt du dich von etwas in dir bewegen. Und nimmst unbeteiligt und aufmerksam wahr, was geschieht.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Den Tag über immer wieder anhalten, die Augen schließen und innerlich loslassen. Atme aus und fühle deinen Bauch von innen. Entspanne. Suche dir einen geschützten Raum, dort, wo dich niemand stört.

Stehend lasse dich ein paar Momente lang von etwas bewegen, das nicht ‚Ich‘ ist. Das bedeutet, die Bewegungen werden nicht von dir initiiert oder größer gemacht. Denken und Körper sind ganz locker und entspannt. Du lässt auf allen Ebenen los und vertraust dich den Bewegungen deines Körpers an.

Nimm die innere Kraft wahr, die dich bewegt. Was bewegt dich?

Du bist unbeteiligt und lässt geschehen, dass sich der Körper ohne dein Zutun bewegt. Lass den inneren Kontrolleur beiseite und beobachte, was geschieht.

Deine Körper-Energie fällt in Harmonie mit der universellen Energie und dadurch geschehen bestimmte Dinge im Körper: Du magst zu tanzen beginnen, dich im Kreis zu drehen… deine Hände bewegen sich oder vielleicht die Beine. Womöglich beginnst du Worte zu sprechen, deren Bedeutung du nicht verstehst oder die überhaupt keine Bedeutung haben.

Wenn nichts geschieht – dann ist das eben so. Gib nicht auf. Versuche immer mal wieder innerlich loszulassen und die Kontrolle aufzugeben. Es braucht ein wenig Übung, bis die Meditation in der Tiefe erfahren wird.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Die Aufmerksamkeit ist ungerichtet und offen. Bleibe wach und aufmerksam, was auch immer geschieht.

Die innere Stimmung des Tages:
Voller Erstaunen. Sich wundern und freudig die Dinge geschehen lassen.

Worum geht’s?
Entdecke, dass du, der Kontrolleur deines Lebens, für Bewegung nicht immer gebraucht wirst. Entdecke, dass Bewusstheit unabhängig vom Körper ist. Entdecke die Bewegung, die geschieht, wenn du nichts tust.

Dauer:
Einige Minuten oder 40 Minuten.

Und ein Leben lang.

Wann?
Während des Tages, wann immer du dich erinnerst. Auch abends vor dem Einschlafen tut diese Meditation gut.

Sich bewegen zu lassen wird auch Latihan genannt.

Heute Abend um 19.00 Uhr:
Stehe entspannt und locker, mit geschlossenen Augen. Lasse zu, dass sich dein Körper bewegt, ohne dass du etwas dazutust. Bleibe im stillen Beobachten. Dann sitze still.

Farbe:
Türkis.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf türkis in deiner Umgebung.

Sieh, wie Dinge geschehen. Lasse deinen Körper und Verstand unkontrolliert darauf antworten. Das Leben bewegt dich, du kannst dich ihm hingeben und bist dabei wach und aufmerksam. Es entsteht ein nicht gekannter Schwung im Leben.

Ein Beispiel:
Du siehst ein selig schlafendes Baby und lässt dich von dem Anblick bewegen. Schaue, was geschieht, wenn du entspannt spontan handelst. Wie antwortet dein Körper auf ein schlafendes Baby? Schließe die Augen, fühle es und lasse Bewegung zu.

Es gibt viele kleine Gelegenheiten, mit denen es sich üben lässt. Immer geht es darum, sich bewegen zu lassen und wahrzunehmen, wie Bewegung geschieht.

 

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Vom Ozean bewegt


Das Bild ‚Im Schwung‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

4 Kommentare

  • Liebe Samarpan,
    Wieder eine wunderbare Meditation heute.
    Ich bin dabei den Kontrlleur und die Kontrolleuse immer mal wieder zu stoppen. Es geht dann leichter. Für mich EINE SEHR WICHTIGE ÜBUNG. Geschehen lassen.
    Bin jetzt unterwegs im Zug durch Italien
    und weiter ins Tessin nach Locarno. Hab die Augenbinde mit.
    Danke Samarpan.

    • Liebe Tarshita,
      jeder hat ja so seine Vorlieben und ich fühle mich in dieser Meditation und diesem Lebens-Thema total Zuhause. Ich hätte die Meditations-Challenge nicht ins Leben gerufen, wenn ich mich nicht von einer Kraft hätte bewegen lassen. Es war so viel Arbeit, das hätte ich nie gemacht, wenn ich es geplant und kontrolliert hätte. Nun ist es einfach geschehen. Das finde ich ganz toll, so liebe ich mein Leben. Das sind für mich die wahren Abenteuer :)
      Alles Liebe dir und viel Freude mit dem sich bewegen lassen.
      Samarpan

    • Sehr gerne, liebe Martina.
      Mir geht’s genauso. Meditation wird oft als etwas trockene Angelegenheit präsentiert, dabei ist sie das pure Leben selbst. Zumindest ist das mein Verständnis. Viel Freude noch mit dem, was da noch kommt :)
      Ganz herzliche Grüße
      von
      Samarpan

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