Leicht wie eine Feder

Eine tantrische Meditation, mit der du die Schwere von Gedanken loslassen kannst.

Tantrische Meditation: Leicht wie eine Feder sein

Sitzend auf einem Bett oder Kissen
lass dich schwerelos werden,
jenseits des Verstandes.
Sutra aus dem tantrischen Buch der Geheimnisse

 

„Fühle einfach, dass du schwerelos geworden bist. Es ist kein Gewicht mehr da, Du wirst spüren, dass es irgendwo noch Gewicht gibt, aber fühle dich weiter in diese Gewichtslosigkeit hinein. Es kommt.

Es kommt ein Augenblick, wo man sich gewichtslos fühlt. Wenn es kein Gewicht mehr gibt, ist man kein Körper mehr, weil das Gewicht zum Körper gehört, nicht zu dir. Du bist schwerelos.

Um diese Technik der Gewichtslosigkeit auszuprobieren musst du dir nur einbilden, gewichtslos zu sein, und nicht nur einbilden, sondern auch fühlen, dass dein Körper gewichtslos geworden ist.

Wenn du es immer weiter fühlst, kommt ein Augenblick, wo du plötzlich erkennst, dass du gewichtslos bist.

Du bist es tatsächlich, aber kannst du das auch jederzeit erkennen? Du brauchst dir nur eine Situation herzustellen, in der du wieder fühlen kannst, dass du gewichtslos bist.

Du musst dich enthypnotisieren. Deine Hypnose besteht in dem Glauben, dass ‚ich ein Körper bin und dass ich darum Gewicht habe‘.

Wenn du dich enthypnotisieren kannst, bis hin zu der Erkenntnis dass du kein Körper bist, dann spürst du kein Gewicht mehr. Und wenn du kein Gewicht mehr spürst, bist du über den Verstand hinausgegangen.

Glück lässt dich leicht werden,
Traurigkeit fühlt sich schwer an

Jedes Mal, wenn du glücklich bist, fühlst du dich leichter. Wenn du traurig bist, fühlst du dich schwerer, so, als würde dich etwas hinunterziehen. Die Gravitation wird viel stärker.

Wenn du traurig bist, hast du mehr Gewicht. Wenn du glücklich bist, wirst du leicht. Du fühlst es.

Warum?

Weil du, immer wenn du glücklich bist, immer wenn du einen seligen Moment erlebst, deinen Körper vollkommen vergisst.

Wenn du traurig bist und leidest kannst du den Körper nicht vergessen. Du fühlst sein Gewicht. Er zieht dich hinunter – hinunter zur Erde, als würdest du Wurzeln schlagen. Du kannst dich nicht mehr bewegen: Du hast Wurzeln in der Erde.

Im Glück bist du gewichtslos. In Kummer, Traurigkeit wirst du schwer. Wenn du in tiefer Meditation deinen Körper völlig vergisst, kannst du gewichtslos aufsteigen. Sogar der Körper kann sich mit dir heben.

Anleitung zur stillen, tantrischen Meditation

Sich auf die Erde setzen

Du setzt dich auf die Erde, nicht auf einen Stuhl oder sonst ein Sitzmöbel, sondern einfach auf den Fußboden. Und es ist gut, wenn der Boden nicht aus Zement oder irgendeinem künstlichen Material besteht.

Sitze einfach auf der Erde, so dass du der Natur so nah wie möglich bist. Es ist gut, wenn du nackt dasitzen kannst. Setze dich nackt auf die Erde, in der Buddha-Position, ’siddhasan‘, weil ’siddhasan‘ die beste Position dafür ist, sich gewichtslos zu machen, warum?

Weil du mehr Gewicht spürst, wenn sich dein Körper vor- oder zurücklehnt. Dann wird eine größere Fläche des Körpers von der Schwerkraft betroffen. Wenn ich auf diesem Sessel sitze, dann wird eine größere Fläche meines Körpers von der Gravitation erfasst.

Wenn du fest verschränkt in der Buddha-Position sitzt – mit verschränkten Beinen, mit verschränkten Armen – so hilft auch das, denn dann entsteht ein Kreislauf deiner inneren Elektrizität. Richte dein Rückgrat dabei auf.

Sich völlig ins Gleichgewicht bringen

Bringe dich mit geschlossenen Augen völlig ins Gleichgewicht, sammle dich.

Lehne dich nach rechts, fühle die Schwerkraft. Lehne dich nach links und fühle die Schwerkraft. Finde dann die Mitte, wo du den Zug der Schwerkraft am wenigsten fühlst, wo du das geringste Gewicht fühlst, und bleibe dann dort.

Nun vergiss den Körper und fühle, dass du kein Gewicht hast. Du bist gewichtslos. Bleibe dann bei diesem Gefühl der Gewichtslosigkeit.

Plötzlich wirst du schwerelos. Plötzlich bist du nicht mehr der Körper, plötzlich bist du in einer anderen Welt der Körperlosigkeit.

Gewichtslosigkeit ist Körperlosigkeit. Dann gelangst du auch über den Verstand hinaus. Der Verstand ist ebenfalls Teil des Körpers, Teil der Materie.

Materie hat Gewicht, du dagegen hast kein Gewicht. Und darauf beruht diese Technik.“

 

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Osho, Zitat – Auszug aus
dem tantrischen Buch der Geheimnisse

 
Anleitung für Meditationen

 

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