Zuhause meditieren: den Tag in Vertrauen verbringen

Bei der heutigen Meditations-Challenge geht es um Vertrauen.
Vertrauen wird hier nicht als Trost oder Hoffnung auf bessere Zeiten verstanden.
Vertrauen ist vielmehr ein Zustand von Unschuld und Hingabe.

Du bist mit der Unsicherheit des Lebens vertraut und gehst mit den Veränderungen im Leben vertrauensvoll mit.

Du lebst in Vertrauen.

Zuhause meditieren: den Tag in Vertrauen verbringen

Die heutige Meditations-Challenge:

Vertrauen

Unsicherheit bedeutet Freiheit.

„Erinnere dich an ein grundsätzliches Gesetz: Leben bedeutet Unsicherheit. Nur wenn du bereit bist, in Unsicherheit zu leben, wirst du lebendig sein.

Unsicherheit bedeutet Freiheit. Wenn du bereit bist, dich unsicher zu fühlen und ständig unsicher zu sein, dann wirst du frei sein.“
Osho

Wenn du nicht mit dem Leben kämpfst
hilft dir das Leben einfach;
es nimmt dich auf seine Schulter.

Die Meditation:
Sich ausdehnen

Warum diese Meditation?

Das Leben ist unsicher und gefährlich und du und ich ‚vertrauen‘ gerne auf Wunder, die alles leichter machen und die Schwierigkeiten gut ausgehen lassen, nicht?

Es mag menschlich sein so zu denken, doch mit Vertrauen hat das nicht zu tun.

Hoffnung, Glaube, positives Denken, Wunschdenken, das Gesetz der Anziehung… gehören dem Denken an. Vertrauen ist ein Zustand, der weit über Gedanken hinausgeht. Vertrauen ist eine existenzielle Erfahrung. Vertrauen ist die völlige Hingabe an das Leben, genauso, wie es ist.

Jemand der vertraut kennt keine Enttäuschung. Er hat keine Erwartungen ans Leben und kann deshalb auch nicht enttäuscht werden. Vertrauensvoll lebst du in Unsicherheit und begegnest schwierigen Situationen mit unschuldiger Neugier – ohne Vorstellungen darüber, wie sich das Leben entwickeln soll.

Kleinkinder leben vertrauensvoll

Schaue dir Kleinkinder an, sie scheitern ständig in ihrem Tun, fallen hin, tun sich weh… Die Umgebung ist schwierig zu verstehen und sicher kann sich ein Kleinkind mit gar nichts fühlen. Und doch bewegt es sich im reinen Vertrauen. Es liebt das Leben und geht vertrauensvoll von einer Situation in die nächste.

Wir haben 1.001 Erfahrungen gemacht, die uns vorsichtig haben werden lassen. Wir haben Schutzmechanismen angelegt und Grenzen erschaffen. Ein begrenztes Leben wird eng, angsterfüllt und sinnlos.

Es ist an der Zeit, wieder im Vertrauen zu sein, lebendig zu sein, zu lieben und zu erblühen!

Durch diese Meditation lösen sich unnötige Begrenzungen auf und wir kommen zurück zum ursprünglichen, unschuldigen Vertrauen ins Leben.

Was tun? Anleitung zur Meditation

Sitze mit geschlossenen Augen und entspanne den Bauch, die Schultern, den Kiefer. Entspanne.

Nun richte deine Aufmerksamkeit nach innen, in den Brustinnenraum, ins Herz. Fühle zunächst die Begrenzungen dort: die Haut, Gefühle, Gedanken, die dich ausmachen, die dich begrenzen. Nimm sie bewertungsfrei wahr.

Dann erinnere dich an einen geliebten Menschen. Fühle die Liebe im Herzen. Nimm sie entspannt wahr.

Nun dehne dich vom Herzen aus. Lasse es größer und größer werden. Löse alle Begrenzungen auf. Durchdringe das Zimmer, das Haus, die Umgebung, die Stadt, das Land, die Welt, das Universum.

Dann liege still und durchdringe dich selbst.

Wohin die Aufmerksamkeit richten?
Nimm Begrenzungen wahr, Mauern, Schutzmechanismen… Richte die Aufmerksamkeit auf den Brustinnenraum, das Herz. Auf das, was jede Form durchdringen kann.

Die innere Stimmung des Tages:
Entspannt, warm und liebevoll. Natürlich.

Worum geht’s?
Wir erschaffen Begrenzungen in der Hoffnung, durch sie Halt und Schutz vor Veränderungen zu bekommen. Der Versuch, das Leben zu kontrollieren und in den Griff zu bekommen ist wie der Bau eines Kartenhauses bei Windstärke 4. Manchmal klappt es, doch der Wind entscheidet, wann er das Kartenhaus stehen lässt und wann nicht.

Durch Meditation entdecken wir den Wind in uns. Wir sind das Leben selbst, das manchmal hierhin und manchmal dorthin geht. Wir sind das, was das Leben ausmacht und das wird mit dieser Meditation klar.

Dauer:
Begrenzungen zu durchdringen ist keine leichte Aufgabe. Es braucht ein wenig Übung und Zeit, um zu verstehen, was ‚Durchdringung‘ bedeutet. Mache diese Meditation, wenn du eine Zeitlang ungestört sein kannst und übe sie so oft und so lange wie möglich – mindestens 10 Minuten lang.

Wann?
Diese Meditation des Ausdehnens kann man besonders gut vor dem Schlafengehen machen. In dem Gefühl der Weite einzuschlafen wirkt die ganze Nacht über und du wachst mit der gleichen Weite und Lebendigkeit wieder auf.

Auch tagsüber – zu jeder Zeit – ist diese Meditation hilfreich, Unruhe, Stress und Ängste zu befrieden. Nimm dir täglich Zeit und übe die Durchdringung von Grenzen.

Um 19 Uhr treffen wir uns, jeder für sich und doch gemeinsam.
Schließe die Augen und entspanne den Bauch, die Schultern, den Kiefer. Gehe in dein Herz und dehne dich von dort in alle Richtungen aus. Wenn du im Universum angelangt bist, drehe dich um und durchdringe dich selbst.

Farbe:
Hell-glitzernd-rot.

Diese Meditation im Alltag praktizieren

Achte auf glitzernd-rot in deiner Umgebung.

Im Arbeitsalltag und in der Familie erschaffe dir ab und zu Raum, um dich zurück zu ziehen und dich innerlich auszudehnen.

Nimm im Alltag deine inneren Begrenzungen wahr – ohne sie zu bewerten. Nimm wahr, wenn in dir Wut, Ängste, Schmerzen… entstehen. Wenn du dann alleine sitzt, dann erinnere dich daran und durchdringe sie. Irgendwann drehe deine Aufmerksamkeit um und richte sie auf dich: den, der das alles wahrnimmt.

Vertiefende Anleitung zur Meditation

Der Unterschied von Vertrauen zu Naivität

„Anfangs sehen beide gleich aus,
doch am Ende wandelt sich Naivität in Misstrauen
und Vertrauen wird zu noch größerem Vertrauen –
mit mehr Mitgefühl und
größerem Verständnis für
menschliche Schwächen und Anfälligkeiten.

Vertrauen ist so wertvoll,
dass du dazu bereit bist,
alles zu verlieren,
nur nicht das Vertrauen.“
Osho

So kann sich Vertrauen anfühlen…

Das Bild ‚Vertrauen‘ ist eines von 25 aus dem Meditations-Handbuch ‚Zuhause‘

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