Der nächste Schritt nach einem Retreat: Integration der Erkenntnisse

Während eines Retreats geschehen viele Dinge, selbst wenn es 'nur' im normalen Alltag stattgefunden hat. Innen wie außen ist viel gesehen und erkannt worden. Nun kommt die Zeit der Integration. Hier ein paar Hinweise, wie du intensive Meditation verdauen kannst.
Der nächste Schritt nach einem Retreat: Integration der Erkenntnisse

Die Meditations-Techniken, die in der Meditations-Challenge erklärt wurden, sind erprobt und kommen von Jahrhunderte alten Weisheiten erfahrener Meister der Meditation. Unzählige Schüler nutzten sie für die Entwicklung von Bewusstheit.

Bewusstheit ist jedoch nicht das Einzige, was geschieht, wenn man meditiert. Gerade nach längerer und intensiver Meditations-Praxis müssen oft erstaunliche Erkenntnisse erst einmal verdaut und ins Leben integriert werden.

Ein Retreat Zuhause machen

1. Zuhause gefunden?…

Ein Vorschlag zur Integration: Zeit zu feiern!

Hast du dein inneres Zuhause über die Meditations-Challenge gefunden?
Gibt es eine Meditation, ein Tages-Thema, mit dem du dich unendlich wohl fühlst?

Dann bleibe dort.

Lasse dich dort nieder, mache die entsprechende Meditation so oft du daran denkst und lasse das Thema zu deinem Lebens-Motto werden.

Feiere dein Leben!

2. Falls dich alte Erinnerungen heimsuchen…

Ein Vorschlag zur Integration: dran bleiben

Es mag sein, dass du kein Zuhause erkennen kannst.

Und nicht nur das:
Das Retreat hat womöglich einiges Unangenehmes und längst Vergessenes aufgewühlt. Vielleicht sind neue Erkenntnisse über dein Leben aufgetaucht und der Wunsch, sich neue Lebensumstände zu erschaffen. Das ist eine ganz natürliche Folge intensiver Meditation.

Finde Zeit für dich und bleibe bei der Emotion, dem Gedanken, der dich am meisten berührt hat. Womöglich findest du dahinter dein Zuhause.

Bewegung bringt die Intelligenz in Gang

Deine Intelligenz wird dir bald neue Wege zeigen, wie du mit den alten Erinnerungen in frischer Weise umgehen kannst. Vielleicht findest du Gleichgesinnte oder neue Freunde, neue Orte oder neue Techniken, die dich deinem Haupt-Thema noch näher bringen.

Zur Erdung ist es gut, sich zu bewegen, evtl. regelmäßig eine aktive Meditation zu machen oder joggen zu gehen. Bewegung bringt die Intelligenz in Gang. Und sorge für Zeiten mit Stille und innerer Entspannung. Es gibt nichts Besseres für Intelligenz als Stille.

3. Wenn du dich im Kreis drehst…

Ein Vorschlag zur Integration: offene Ohren suchen

Manchmal mag es sein, dass emotionale Gedanken hartnäckig bleiben und das Leben schwer machen. Du bist womöglich an einer Grenze angekommen, wo du einen Austausch mit jemandem Freundlichen brauchst. Finde ein wohlgesonnenes, offenes Ohr für dich.

Verabrede dich mit jemanden, dem du vertraust und der dir still zuhören kann. Ein aufmerksamer Zuhörer, der dir mit seiner freundlichen Präsenz hilft, Dinge zu sehen, für die du aus Gewohnheit blind geworden bist. Vielleicht ein guter Freund/eine gute Freundin?

Eine freundliche Präsenz ist ein wundervoller Spiegel, in dem sich Schmerzhaftes erkennen lässt – so weit man eben gehen will und kann.

4. Wenn du dich überwältigt fühlst…

Ein Vorschlag zur Integration: Hilfe finden

Meditation ist
keine Therapie.

Bei wiederkehrenden, sehr belastenden, traumatischen Erinnerungen, die während der Meditationen die Bewusstheit überlagern, sollte man die Hilfe eines Psychotherapeuten suchen. Meditation ist keine Therapie. Schwerwiegende Störungen im psychischen Gleichgewicht können nicht mit Meditation gelöst werden.

Meditation ist für psychisch gesunde Menschen und Selbstverantwortlichkeit gehört zur Essenz von Meditation. Die Verantwortlichkeit für seine eigene Gesundheit bleibt beim Meditierenden. Das bedeutet, zur rechten Zeit anzuhalten, und die Technik zu verlassen, wenn die psychische und physische Gesundheit in Gefahr ist.

Ein Hinweis

Menschen mit psychischen Krankheiten sollten die Meditationen mit Vorsicht und nur unter ärztlicher Aufsicht ausüben. 

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