Diamanten im stillen See – über den Wert einer abendlichen Meditation

Wie wertvoll regelmäßige Abendmeditation ist, das erkenne ich gleich am Anfang meiner Reise. Von da an meditiere ich viele Jahre jeden Abend, immer um 19 Uhr.

Die Auswirkungen sind groß: Es enthüllen sich mir Liebe, Intelligenz, Stärke und auch Gesundheit – Diamanten eben.

Diamanten im stillen See.
Ich springe hinein
und plopp.
Zuhause!

Die vielen tanzenden Leute um mich herum rühren etwas in mir an. Ich sitze in meiner ersten Abendmeditation und staune über die Lebendigkeit und Freude der Tanzenden.

Wie schaffen es die Leute über bloßes Tanzen echtes Glück zu erleben? Sie tanzen noch nicht einmal miteinander, jeder bleibt für sich und bewegt sich mit geschlossenen Augen…

Verwundert schaue ich ihnen zu. Sie scheinen sich wirklich zu freuen, es ist keine Show, sie tanzen authentisch. Ich bin überrascht.

Ihre im Tanz entspannten Gesichter stupsen mein Herz an, das sich für einen klitzekleinen Spalt öffnet. Weit genug, um von der Brillanz der Welt der Meditation angezündet zu werden. Von nun an ist nichts mehr wie es war.

Grau in Grau lebend und plötzlich Glitzer überall

An jenem ersten Abend weiß ich nichts von inneren Diamanten oder einem stillen gemeinsamen See. Mein Leben verläuft ziemlich grau und bedeutungslos. Innere, undurchdringliche Wolkenfelder gehören zum gewohnten Alltagserleben.

An den Tanzenden während dieser ersten Abendmeditation sehe und fühle ich dann Qualitäten, die mein gewohnt graues Weltbild ganz und gar erschüttern. Da tanzt sie vor mir, die Erinnerung an vergessene, glückliche Kindertage, in denen die Welt mit Glitzer bedeckt war!

Ein Funke von Hoffnung auf ein glückliches Leben ist entfacht. Womöglich gibt es auch für mich einen Tanz in Freude und Heiterkeit?

Ich beginne, regelmäßig abends zu meditieren. Nach und nach enthüllt sich mir die eigene Brillanz und Intelligenz, lebendige Stille, ein fruchtbares, weites Feld in den Meditationen. Und es drängt mich die Sehnsucht, diese Erfahrungen auch im Alltag zu leben.

Ich suche mein Zuhause, den stillen See voller Gelächter, Einsichten, Verrücktheit, Kreativität, Einzigartigkeit, Liebe, Mut… Ein stiller See bestehend aus reinen Diamanten!

Ein Gedicht über die abendliche Meditation

Das folgende Gedicht von Basho erinnert mich an die vielen, wundervollen Abendmeditationen, die mich so berührt und verändert haben.

Der alte Teich,
ein Frosch springt hinein:
Plopp.

Basho, verzeih mir, dass ich das Gedicht für meine Eigendarstellung benutze, doch würde ich es für mich so umschreiben:

Der stille See,
Samarpan springt hinein:
Plopp.
Zuhause!

Meditative Grußkarte / Postkarte 'Zuhause, im Leben' – Frosch

Den stillen See von Bewusstsein erlebe ich jeden Abend während der Meditation. Sehr oft verschwinde ich darin und was bleibt ist nur ein stiller Ton von Dankbarkeit. Plopp! Ich bin Zuhause.

Tagsüber werden die vorabendlichen Einsichten gelebt

Mehr und mehr wird die Abendmeditation zum Zentrum meines Tages. Ab Nachmittag freue ich mich schon darauf: Ahh, bald ist es wieder soweit. Zeit für neue Abenteuer!

Der ganze Tag wird von den Einsichten und Erfahrungen des vorigen Abends getragen und gestaltet. Ohne genau zu wissen warum, breitet sich der stille See mit den inneren Diamanten langsam, langsam aus – auch bis in meinen Alltag hinein. Er bleibt wie eine Art meditativer Unterströmung ständig präsent.

Sanft leuchtende Gesichter, vom Mond bestrahlt

Viele, sehr viele Jahre meditiere ich also nun jeden Abend, oft auch gemeinsam mit anderen Meditierenden. Wir tanzen gemeinsam und jeder für sich, hören Oshos Einsichten zu, lachen, brabbeln und lassen los.

Die Gesichter leuchten sanft, wie vom Mond bestrahlt, wenn wir aus der Meditation kommen. Es hängt Frieden in der Luft, und duftige Bewusstheit.

Ich genieße es sehr, mit anderen zu meditieren. Ein friedlicher Ton streicht durch den Raum. Es ist eine Herzensfreude, mit anderen Meditierenden in stiller Weise verbunden zu sein.

In Meditation bin ich jedem nahe, ohne dass ich in sein Leben eindringen muss. Ich brauche nicht zu wissen, wer er ist, was er tut, was seine Schwierigkeiten sind, was seine Freuden…

Der Freund sitzt neben mir, namenlos, gesichtslos, meditierend und wir werden zu einem stillen Liebespaar. Kein junges, erregtes Paar, sondern eines, das sich seit Jahrtausenden kennt und liebt. Wir sind glücklich miteinander und haben doch im Leben nichts gemeinsam.

12 Jahre lang lebte ich in und um Meditations-Zentren herum. Alle Mit-Meditierenden, jeder, mit dem ich gemeinsam Stille erfuhr, sind mir ans Herz gewachsen. Wir erkennen und lieben uns auch noch nach Jahren, trotzdem wir uns vielleicht nie mehr sonst begegnet sind oder miteinander gesprochen haben.

Die Freunde, die ich durch gemeinsame Abendmeditationen gewonnen habe, kommen aus allen Kulturen, Altersstufen und sozialen Ebenen. Meditation liebt jedes Lebewesen, gleichgültig woher du kommst und welchen Weg du gehst.

Gemeinsam abends meditieren –
trotz räumlicher Trennung

Es sind diese 2 Erfahrungen, die mich zu einem neuen Schritt inspiriert haben:

  1. die verwandelnde Kraft von regelmäßiger Meditation und
  2. die Liebe und Freundschaft, die durch gemeinsame Meditation entsteht…

Ich rufe einen Meditations-Club ins Leben. Wir verabreden uns täglich um 19 Uhr zu abendlicher Meditation, gleichgültig, wo sich die Teilnehmer gerade befinden. Das meditative Feld, das ich bisher in einem Meditationsraum genoss, baut sich nun auch über räumliche Entfernung auf. Der FindYourNose Medi-Club ist entstanden.

Jede Woche wechselt die Meditationstechnik. Wir experimentieren mit verschiedenen Methoden aus dem Tantra, Zen, Buddhismus, Taoismus… und mit aktiven Meditationen von Osho.

Kurz vor 19 Uhr erhalten die Mitglieder von mir per WhatsApp oder Threema oder über die Medi-Club News Seite eine Kurzanleitung für die folgenden 10 Minuten.

Wenn die Teilnehmer das möchten, dann zeigen sie den anderen Meditierenden ihre Präsenz über eine der beiden Smartphone Apps. ‚Ich bin da‘  schreiben sie und das gemeinsame Feld vibriert dann immer ein wenig.

Es gibt auch Teilnehmer, die still bleiben und nichts schreiben. Auch sie halten das Feld durch ihre Präsenz lebendig.

Den Medi-Club kennenlernen

Gemeinsam Diamanten sammeln

Gleichgültig, wie viele Leute am Medi-Club teilnehmen, das Feld bildet sich unabhängig von der Anzahl der Meditierenden. Unsere inneren Diamanten warten nur darauf, gesehen und eingesammelt zu werden.

Ich habe jahrzehntelang alleine meditiert und kenne die Freuden der Entdeckung selbst in einem kleinen Feld. Die Diamantensuche noch mit anderen zu teilen, das ist nicht nur intelligent, da die Gemeinsamkeit unsere Bewusstheit und Freude am Lernen nur noch unterstützt.

Regelmäßig abends zu meditieren ist ein echter Genuss, ein freudiger, abendlicher Tanz mit sich selbst.

Abends gemeinsam meditieren

Diamanten im stillen See - über den Wert einer abendlichen Meditation

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