Freudig Lebewohl sagen – und sterben.

Wie stirbt ein Zenmeister? Lies hier die Geschichte von Lin Chi und seinen letzten Worten im Tod.
Freudig Lebewohl sagen - und sterben. Geschichte von Zenmeister Lin Chi

„Der Tod sollte friedlich akzeptiert werden.
Man sollte liebevoll ins Unbekannte treten
und freudig seinen Freunden
und der alten Welt Lebewohl sagen.
Der Tod braucht keine Tragödie zu sein.“

Die letzten Worte eines Zen-Meisters

„Eines Tages starb ein Zen-Meister, Lin Chi. Tausende seiner Schüler hatten sich versammelt, um seinen letzten Worten zuzuhören, doch Lin Chi lag einfach nur auf dem Bett. Er war fröhlich, lächelte und sagte kein Wort. Jemand erinnerte ihn daran, dass er nichts sagte, obwohl er doch bald sterben würde.

„Lin Chi, hast du vergessen, deine letzten Worte zu sprechen?“

Lin Chi sagte:
„Hört einfach.“

Auf dem Dach rannten gerade zwei kreischende Eichhörnchen herum.
Er sagte:
„Wie wunderschön.“

Und starb.

 

In diesem Moment, als er sagte ‚Hört einfach‘, gab es eine vollkommene Stille. Jeder dachte, er würde etwas Großartiges sagen, doch es waren nur die beiden Eichhörnchen zu hören, wie sie miteinander stritten und über das Dach rannten. Er lächelte und starb.

Doch er hatte seine letzte Botschaft mitgeteilt:
Mache die Dinge nicht klein oder groß, trivial oder wichtig. Alles ist wichtig. In diesem Moment ist Lin Chi’s Tod genauso wichtig, wie die zwei Eichhörnchen, die über das Dach rennen. Es gibt keinen Unterschied. Im Universum ist alles gleich.

Das war seine ganze Lehre, dass es nichts gibt, was großartig ist und nichts, was klein ist.
Es hängt von dir ab, was du daraus machst.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus  Beyond Enlightenment #28

 

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