Was ein Mystiker, ein Wachmann und du gemeinsam haben

Ein Wachmann, ein Mystiker und auch du, wenn du meditierst, machen alle das Gleiche: Sie beobachten aufmerksam. Der eine ein Haus, wir anderen unsere Gedanken. Der Prozess des Beobachtens ist derselbe.
Was ein Mystiker und ein Wachmann gemein haben

„Es war einmal ein chassidischer Mystiker, der jede Nacht zum Fluss ging und sich dort still hinsetzte. Der Wachmann eines großen Palastes sah ihn regelmäßig gegen Mitternacht kommen.

Eines Nachts konnte er nicht widerstehen und hielt den Mystiker an:

Ich beobachte dich seit Monaten. Nicht einmal bist du weggeblieben. Jede Nacht gehst du zum Fluss. Was machst du da? Ich bin dir gefolgt, denn es ist meine Aufgabe, zu sehen, was um den Palast herum passiert.

Zuerst war ich sehr misstrauisch. Dieser Mann kommt jede Nacht, geht am Palast vorbei …

Deshalb bin ich dir gefolgt, doch du hast keine Notiz vom Palast genommen und auch nicht, ob dir jemand nachgeht. Du gehst einfach zum Fluss und sitzt dort Stunden lang. Was machst du da?“

Der Chassid sagte:
Ich bin ebenfalls ein Wachmann.
So wie du den Palast beobachtest,
so schaue ich meinen Gedanken zu.“

 

Wenn das Wahrnehmen und Wachsein wächst, dann verschwinden Gedanken kampflos. Wenn das Herz leer ist, dann bist du der Buddha.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus The Buddha: The Emptiness of the Heart #3

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