Meditation macht sexuell

Was passiert, wenn man meditiert? Man fühlt sich sexuell, denn Meditation befreit sexuelle Lebenskraft - was vor allem Priester und religiöse Menschen in Schwierigkeiten bringt.
Meditation macht sexuell

Es ist ganz logisch, dass die meisten Religionen in der Welt so vehement gegen Sexualität auftreten, denn Meditation macht sexuell! Ich habe es am eigenen Leib erfahren und mich darüber gewundert, als ich in einem stillen Vipassana Retreat 15 Tage lang nur über Männer nachdachte….

Die meiste Energie verlieren wir durch die Augen, was bedeutet, wenn wir diese schließen, dann haben wir schon einmal eine Menge Energie für uns zur Verfügung. Meditation erhöht die Lebenskraft noch auf vielen, weiteren Wegen, nicht nur über geschlossene Augen.

Durch Meditation beginnt die Lebensenergie zu fließen und der Lebensbrunnen an Sexualität öffnet seine Ventile.

Wohin bewegt sich die durch Meditation freigesetzte Energie? Der Prozess ist ganz natürlich, sie folgt der Biologie und geht in die Sexualität. Es ist eine natürliche, unausweichliche Konsequenz, die jedoch eine ziemlich unangenehme Situation für unendlich viele Mönche, Nonnen, Priester und andere Gottesdiener bewirkt – der Kampf mit ihrer überraschend starken Sexualität.

Die Religionen im Kampf mit der sexuellen Natur

Bisher wussten es die Religionen nicht anders, als diese zu unterdrücken. Sodom und Gomorrha waren ein stets abschreckendes Beispiel dafür, was passiert, wenn Sexualität nicht unter Kontrolle gehalten wird. Doch durch Kontrolle wird Sexualität ins Denken verlegt, in Fantasien…

So träumen indische Meditierende von Apsaras, das sind halb menschliche, halb göttliche Frauen, die dem Manne nahe der Erleuchtung geschickt werden, um ihn zu verführen und ihm von seinem Weg abzubringen.
Wikipedia über Apsaras

Tempeldienerinnen als Prostituierte

Wenn man in Indien den Göttern dient, sprich Priester eines bestimmten Kultes ist, dann bekommt man junge Tempeldienerinnen, eine Matha, an die Seite gestellt. Fast alle Mathas werden sexuell ausgenutzt (nicht nur von den Priestern), da sie auf materielle Hilfe angewiesen sind.

Prostitution in Tibet

„Wie verbreitet die Prostitution in den tibetischen Klöstern war und heute wieder ist, wird nicht nur von westlichen Reisenden, sondern auch von tibetischen Historikern bestätigt. Zahlreiche Äbte hielten sich offen, ohne dass daran Anstoß genommen wurde, ihre Geliebten (Weisheitsgefährtinnen). Auch im Westen ist der Sex zwischen Lamas und ihren Schülerinnen ein Dauerthema.“
Klischees um Tibet

Engel im Christentum

Im Christentum gibt es Engel mit blonden Haaren und Nonnen, die vom Teufel träumen. Wenn die ansteigenden Lebenskräfte nicht mehr zu unterdrücken sind, dann finden sie ihren eigenen Weg in Homosexualität und sexuellem Missbrauch.

Der geschätzte Anteil von homosexuellen Priestern in der katholischen Kirche liegt bei 50 Prozent. „Die katholische Kirche ist nach Aussagen der geheimen Organisationen homosexueller Priester eine der größten schwulen transnationalen Organisationen der Welt.“

Der Schweizer Artikel über Homosexualität in der katholischen Kirche ist leider nicht mehr online.
Zum sexuellen Missbrauch ein Artikel vom Spiegel
„Priester zwingen Nonnen zum Sex“

Enthaltsamkeit – damit die Kontrolle bleibt

Es ist nicht so leicht, mit der starken, sexuellen Kraft umzugehen, die Meditation mit sich bringt. Uralte Religionen, wie der Hinduismus bestehen auf hundertprozentiger, gnadenloser Abtrennung vom normalen Leben, sonst … Immer auf den Boden schauen! Der sanfte Blick einer vorübergehenden Frau – und schon ist sie wieder da, die aufsteigende Lebenskraft!

Ein hinduistischer Rat zur Enthaltsamkeit:

„Du musst gnadenlos alle Formalitäten gesellschaftlichen Lebens durchtrennen und ein frommes Leben führen. Nachgiebigkeit niederen, inneren Neigungen gegenüber werden Dich in den Bereich des Leidens bringen. Da nützen auch Entschuldigungen nichts. Du musst aufrichtig in Deinem Streben nach dem erhabenen Leben in Spiritualität sein. Halbherzigkeit wird Dich in Deinem alten Zustand des Elends belassen.“
Über Enthaltsamkeit, Brahmacharya

Entspannter Umgang mit Sexualität

Die Kirchenführer wissen also, warum sie Enthaltsamkeit predigen. Es ist zu befürchten, dass sonst alles außer Rand und Band gerät, wie zum Beispiel in den 70igern, in Poona. Auch dort, wie an vielen anderen spirituellen Plätzen, spielte Sexualität eine große Rolle. Ein Skandal!? Weit gefehlt. An diesem spirituellen Platz wurde Sexualität aktiv gefördert.

Osho schlägt nämlich einen anderen Weg als Unterdrückung vor: Statt die neu gewonnene Sexualität und Lebenskraft zu kontrollieren und in den Griff zu bekommen, rät er, natürlich und entspannt mir ihr zu sein; die Sexualität genau zu erforschen, sie wahr zu nehmen und dadurch zu verstehen. Sexualität aufmerksam zu leben – solange, bis sie sich von selbst wandelt.

Ich selbst bin Oshos Anregung gefolgt. Wenn ich heute meditiere, habe ich keine sexuellen Gedanken mehr, die Fantasien haben mich verlassen.

 

Ein Priesterwitz

Ein junger Priester, Vater Fieber, ist gerade im „Heiligen Mönchsorden von Sackleinen“ angekommen. Nach ein paar Wochen fühlt er sich so von seinen sexuellen Fantasien gestört, dass er den 96 jährigen Oberen Vater, Vater Vögel, aufsucht.

Oh, Vater„, weint Fieber, „Ich bin in großen Schwierigkeiten wegen meiner unreinen Gedanken und sexuellen Verführungen, die mir in den Sinn kommen. Dinge wie „auf Hundeart“, oder 69, französische Notizbücher und Satin Höschen mit Bildern von Jesus drauf. Je mehr ich versuche, ihnen zu widerstehen, desto mehr sammeln sie sich in meinem Kopf.

Hmmm,“ sagt Vater Vögel und rückt seine Robe zurecht. „Was möchtest du also von mir wissen?

Also,“ antwortet Vater Fieber schwitzend, „du bist 96 Jahre alt und einer der Ältesten hier in diesem Orden. Sage mir, wie alt muss man werden, bis man von den Fleischesgelüsten befreit wird?

HHMMM.“ sagt Vater Vögel und schaut sich den jungen Priester genau an. „Es braucht viele Jahre von Selbst-Kasteiung und stillen Gebeten, bevor dein Denken von all diesen Niederträchtigkeiten gereinigt ist.

Wirklich?“ fragt der junge Priester. „Wie viele Jahre?

Also,“ antwortet der alte Vater Vögel mit einem Seufzen, „Ich kann dir sagen, dass 96 nicht genug sind!

 

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