Meditation ist ein sexuelles Phänomen

Meditation ist ein sexuelles Phänomen -- wie kommt es dazu? Buddha, wie er unter dem Bodhi-Baum sitzt, ist in einem tiefen orgiastischen Gefühl.
Meditation ist ein sexuelles Phänomen

Buddha, der unter dem Bodhi-Baum sitzt, befindet sich in einem tiefen inneren Orgasmus. Die inneren Kräfte haben sich getroffen und sind ineinander verschmolzen. Nun ist es nicht mehr nötig, außen eine Frau zu suchen, weil die Begegnung mit der inneren Frau stattgefunden hat.

Buddha ist nicht abhängig von einer Frau im Außen, er hat sich von ihr gelöst. Nicht deshalb, weil er gegen die Frau an sich ist, sondern weil sich in ihm das Höchste ereignet hat. Jetzt braucht er nichts mehr. Ein innerer Kreis hat sich geschlossen, jetzt ist er vollendet.

Darum strahlt Buddhas Gesicht voller Anmut, es ist die Anmut einer Vollendung. Jetzt fehlt nichts mehr, eine tiefe Erfüllung ist geschehen, die Reise ist zu Ende. Buddha hat das letztmögliche Ziel erreicht. Die inneren Kräfte sind sich begegnet – es gibt keinen Konflikt mehr. Erfüllung ist ein sexuelles Phänomen.

Sexenergie – der „Elan Vital“

Meditation ist ein sexuelles Phänomen, darum sagt man, dass Tantra auf Sex beruht, sich am Sex orientiert. Tatsächlich kann keine Meditationstechnik unsexuell sein. Wann immer im Tantra von Sexenergie die Rede ist, ist damit der „Elan Vital“ gemeint, die Lebensenergie selbst; Sexenergie und Lebensenergie sind Synonyme. Und alles, was wir normalerweise Sex nennen, ist einfach eine Dimension der Lebensenergie.

Leben ist Sexualität

Es gibt viele Dimensionen von Sexenergie. Du siehst ein Samenkorn sprießen, irgendwo blüht ein Baum, die Vögel singen – das ganze Leben ist sexuell. Sexenergie ist Leben, das sich auf alle mögliche Arten zum Ausdruck bringt. Wenn der Vogel singt, ist das ein sexueller Ruf, das Zwitschern ist eine Einladung. Die Blüte, die Schmetterlinge und Bienen anzieht, lädt sie ein, die Samen zur Fortpflanzung fortzutragen.

Sterne kreisen im Raum. Niemand ist dem bisher nachgegangen, aber es ist eine der ältesten tantrischen Vorstellungen, dass es männliche und weibliche Planeten gibt – sonst käme keine Bewegung zustande. Es muss so sein, denn Polarität gehört dazu, der Gegenpol ist notwendig, um Magnetismus zu erzeugen.

Planeten müssen männlich und weiblich sein, alles wird in diese beiden Polaritäten geteilt. Das Leben ist der Rhythmus zwischen diesen beiden Gegensätzen – Abstoßung und Anziehung, Annäherung und Entfernung. Dies sind die Rhythmen. Das ist eine sexuelle Erscheinung.“

 

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Osho, Zitat – Auszug aus
dem tantrischen Buch der Geheimnisse

 

 

Über meditative Liebe

 

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