Was ist Leere?

Lässt sich Leere beschreiben? Nein, doch sie lässt sich erfahren. Hier einige Videos, die der Leere in der Meditation auf der Spur sind.

Was ist Leere? Videos zur Veranschaulichung

Beim Meditieren geht es um Leere. Der Meditierende lässt sich in die Leere fallen. Es sagt sich leicht, ‚in die Leere‘ fallen, doch was bedeutet das? Was ist Leere? Lässt sich Leere irgendwie erfassen und beschreiben?

Normalerweise richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf Formen, die Augen wandern von einer Form zur nächsten. Wenn man meditiert, bleibt die entspannte Aufmerksamkeit auf dem einen, der Leere, der Stille, der Essenz, die alles durchdringt.

Beschreiben lässt sie sich nicht, die Leere. Wenn, dann können höchstens indirekte Andeutungen gemacht werden – über die Form, die Leere enthält. Und: Leere ist Erfahungssache. Sie lässt sich nicht beschreiben.

Um die Qualität von Leere zu erfassen, hier ein paar Hinweise auf Leere; ein paar Formen, die Leere umfassen. Mein Vorschlag ist, In den folgenden Video-Beispielen auf Leere zu achten.

Wie lässt sich Leere beschreiben?

Der hohle, leere Bambus

In manchen spirituellen Traditionen wird Leere als das Letztendliche, als Bewusstsein beschrieben. Leere heißt dann Nirwana, der innere Buddha, die ursprüngliche Natur oder andere schönen Namen.

Im Zen wird auf die Eigenschaft der Leere mit dem Hohlraum eines Bambus oder einer Flöte verglichen. Der hohle Bambus ist ein bildhaftes Beispiel für den Meditierenden, der, gleich einer Flöte, über die Leere sein Lied singt.

Höre dieser Shakuhachi Flöte zu, hier wird Leere zu einem Ton.

 

 

Die Leere im eigenen Körper

Zen Mönche suchen die Leere in sich während der Meditationspraxis Zazen. Leere ist im Zen die wahre Natur des Menschen, die auch die Natur des Universums ist.

Die Mönche sitzen still und schauen in die Leere. Sie suchen die Leere innen in sich, die Leere, die sich in ihrer eigenen Form befindet.

 

 

Koans, Fingerzeige zur Leere

Leere ist nicht zu beschreiben, es kann nur auf  sie hingewiesen werden. Die Zen Tradition hat sich viele Wege ausgedacht, Leere sichtbar zu machen. Zum Beispiel in der Form von Worten, die auf das nicht Beschreibbare hinweisen.

Durch Koans – das sind Fragen, die nicht durch den Verstand zu lösen sind – entdeckt der Suchende das, was nicht beschreibbar ist, das, was die Welt zusammen hält.

 

 

Eine Übung: die Aufmerksamkeit auf der Leere halten

Im folgenden Video ist eine sich bewegende Form zu sehen. Schaue entspannt auf den kleinen Punkt in der Mitte und halte mit offenem Blick die Aufmerksamkeit auf dem weißen Hintergrund.

Nimm den leeren Himmel wahr und nicht die sich bewegende Form.

 

 

Leere in einem Wasserfall

Hier nimmt Leere die Form von Wasser an. Stille durchdringt das sich bewegende Wasser, wie auch die unbeweglichen Felsen, über die es fließt.

 

 

Geschlagene Leere

Sie hauen auf der Leere herum und bringen sie zum Klingen, die Taiko Trommler. Hier wird Leere zu einer großen Schwingung. Auch so kann Leere erforscht werden.

 

 

Handeln in Leere

Traditionelle Meditationsübungen leiten dazu an, aus der Leere, der Stille zu handeln. Aus stillem Handeln sind meditative Kampfkünste entstanden, Qigong, Tai Chi und auch Kyudo, meditatives Bogenschießen.

Ein Satz aus dem folgenden Video:
‚Manchmal treffen wir ins Ziel, doch verpassen dabei das Selbst.‘

 

 

Und schließlich…

Die Auflösung ins Nichts

Wir kommen in die Leere und gehen wieder zurück

Tibetische Mönche malen in Stille ein Sand-Mandala, eine Form, die die mysteriöse Leere widerspiegelt.

In diesem Video wird die leere Form des Mandalas nach Fertigstellung wieder aufgelöst. Die Form wird wieder zum Nichts, zur Leere. Die Materie wird wieder der Natur zurück gegeben, der Sand in einen Fluss zurückgeschüttet.

 

 

Meditation bedeutet, in die innere Leere zu schauen

 

Ein Beitrag von Samarpan, Meditationslehrerin, Herausgeberin von FindYourNose, Herzschmerz Tipps, FindYourNose Nasenspitzen und FindYourNose Online Marketing.

 

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Was ist Leere?

2 Kommentare

  1. Liebe Samarpan,
    so ein schönes und wichtiges Thema. Wir müllen uns den ganzen Tag mit Zeug zu: Unterhaltung, Essen, Blabla/Smalltalk, Konsum, Handy, piepiep,brummbrumm und tuut-tuut. Manchmal denke ich, dass sogar die Ausübung des Berufs dazu dient, vor der Auseinandersetzung mit der Leere zu fliehen. …? Die Leere ist aber auch f•ckingn0chmalsch€!ßeschwer auszuhalten, wenn man es nicht gewohnt ist oder einem niemand sagt, dass es Sinn ergibt, sich ihr zu stellen. Und dann kommen ja noch die ganzen verrückten Therapeuten, die einem mit der Kraft ihres Doktortitels weis machen wollen, dass man Ziele haben, seinem Leben einen Sinn verleihen, das alles auch noch fühlen muss und weiß der Deubel noch wat alles! 😛 Und wenn man dem dann Kraft seiner eigenen Erfahrungen sagt, dass Leere Sinn ist, weil sie alles durchdringt, ist man schon sofort ein Borderliner. Also, liebe Samarpan, auf ins Leere:

    (Ich freue mich über deine aufwändige und liebevolle Umsetzung des Themas).
    Und sehr aufwändig und liebevoll umgesetzt. Ich freue mich darüber. LG. P.O.)

    • Lieber Piam, hey danke für dein Feedback… Ja, die Leere ist ein endloses Gebiet zur Erforschung… Danke für die Wertschätzung… Alles Liebe dir

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