Wie Buddha erleuchtet wird – und vielleicht auch du

Buddha sucht die Wahrheit und nach 6 Jahren findet er sie. Erschöpft unter einem Baum sitzend wird er erleuchtet. Sein Weg könnte auch dein Weg sein. Lies hier über den einen Weg zur Erleuchtung.
Buddhas Weg zur Erleuchtung - und vielleicht auch deiner

„Es gibt nur einen absoluten Weg zur Wahrheit. Einfach beschrieben ist das, sich vom Körper und dem Denken zu entfernen. Sich selbst bewusst zu sein und wahrzunehmen, ohne etwas an sich zu beurteilen, ohne etwas wertzuschätzen, ohne irgendeine Aktivität von irgendeiner Seite.

Wie ein Spiegel zu sein, der nichts anderes tut, als widerzuspiegeln.

Das ist der absolute Weg und das ist auch der einzig wirkliche Weg. Es werden Tausende anderer Wege vorgeschlagen, doch diese führen nicht zur Wahrheit, sondern irgend woanders hin…

Wenn jemand zum Beispiel Buddhas Namen rezitiert… Gautama Buddha wurde nicht zu einem Buddha, weil er seinen eigenen Namen rezitierte. Er folgte dem absoluten Weg.

Er wählte eine ungewöhnliche Situation, denn er hatte keinen Meister. Er stolperte und irrte sechs Jahre herum, von Tür zu Tür, von Meister zu Meister, doch nichts befriedigte seine Sehnsucht.

Die Meister sprachen über großartige Dinge, aber er konnte nicht sehen, dass wirklich etwas mit ihnen passiert war. Sie waren wie die Papageien, die Weisheiten nur wiederholten. Sie waren gute Schüler, doch keine erfahrenen, weisen Menschen.

Nach sechs Jahren dauernder, anstrengender Suche, setzte er sich in einer Vollmondnacht unter einen Baum in der Nähe von Bodhgaya (kleine Stadt in Indien). Die Suche hatte ihn total erschöpft.

Der Weg zu seiner Erleuchtung wurde von den Schülern komplett missverstanden. Sie erkannten nicht, dass er einfach so müde vom Suchen war, er die Nase voll hatte und dachte: „Ich habe mich aus der Welt zurückgezogen, jetzt lasse ich auch noch die Suche zurück. Ich bin so müde. Ich will überhaupt nichts mehr machen.“

Erschöpft sitzt Buddha unter einem Baum –
und wird erleuchtet

In dieser Nacht schlief er das erste Mal in sechs Jahren ohne Anspannung, ohne Sorgen und völlig friedlich. Irgendwann öffnete er seine Augen und der letzte Morgenstern war gerade am Himmel verschwunden.

Er sah den Stern verschwinden – er wollte nichts mehr, er suchte nichts mehr, nicht einmal mehr Wahrheit, keine Erleuchtung … und plötzlich wurde er zu einem Spiegel.

In dem Spiegel, in dem der Stern im Himmel verschwand, in diesem Spiegel verschwand alles andere mit. Er wurde erleuchtet, nicht weil er danach suchte, er wurde in dem Moment erleuchtet, als er alles Suchen losließ. Jede Suche, jede Sehnsucht gehört dem Denken an, und das ist das einzige Hindernis.

Was ist also der letztendliche Weg, der GROßE WEG? Sich von dem Denken und dem Körper zu lösen. Diese beiden sind deine Gefängnisse. Wenn du mehr Abstand gewonnen hast – mehr und mehr, weiter und weiter – siehst du plötzlich, dass du aus reinem Bewusstsein bestehst.

Dein Bewusstsein war in einer bestimmten Form des Körpers und des Denkens festgehalten. Du bist darin seit Jahrhunderten gefangen. Du brauchst nur einen kleinen Augenblick jenseits davon zu gehen und das Herz wird in einer neuen Freude klopfen.

Ein Tanz wird in dir aufsteigen. Das Leben wird zu einer Feier, einem Festival, das sich in jedem Moment erneuert. Jetzt bist du nicht mehr länger ein Gefangener oder Sklave. Du bist die Freiheit selbst.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus The Original Man #6

 
Versagen bringt Erkennen

 

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