Buddhas Sichtweise: So siehst du aus

Buddha hat eine ganz besondere Sichtweise vom Menschen: Seiner Ansicht nach ist der Mensch Körper, Denken, Herz, Selbst und vor allem das, was über all das hinaus geht. Der Mensch ist der Kosmos.
Buddhas Sichtweise vom Menschen

„Die Persönlichkeit des Menschen ist in konzentrische Kreise aufgeteilt. Der erste Kreis ist der Körper. Innerhalb davon, der zweite Kreis – das Denken. Darin liegt ein weiterer Kreis, das Herz. Und innerhalb des dritten Kreises liegt das Selbst. Buddha geht darüber hinaus.

Atheisten glauben nur an den ersten Kreis. Sie verneinen die anderen Kreise als reine Vorstellung. Das Denken ist ihrer Meinung nach auch nur eine Funktion des Körpers.

Die Theisten glauben an alle vier Kreise: den Körper, das Denken, das Herz und das Selbst. Sie bestehen darauf, dass die ersten drei Kreise unbedeutend und illusorisch sind, dass sie nicht deine wahre Realität ausmachen.

Deine echte Wirklichkeit ist ihrer Meinung nach nur das vierte Zentrum.

Buddha geht völlig neue Wege. Er geht über den vierten Kreis hinaus, er geht über das Selbst hinaus zum Nicht-Selbst, „Anatta“. Das ist deine wahre Existenz. Wenn du nicht bist, dann bist du. Natürlich nicht in der gleichen Form, wie du dich selbst kennen gelernt hast. Du bist über den ganzen Kosmos verteilt.

Religionen halten am Selbst fest, Buddha geht darüber hinaus

Das ist etwas Einzigartiges, für das Buddha 42 Jahre lang gekämpft hat, denn jede Religion hält beim Selbst an, dem „Atma“. Buddha steht alleine, wenn er sagt, dass du nur ins Universelle, in den Kosmos eintreten kannst, wenn du über das Selbst hinaus gehst.

Sonst kannst du nicht zum Regen werden, nicht zum Bambus und nicht zu Wolken und Wind …

Warum solltest du dich nur in dieser kleinen Hülle aufhalten? Warum nicht zum Ganzen werden? Nach Buddha bedeutet ganz zu sein, heilig zu sein.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus The Emptiness of the Heart #4

 

Mit Nichtsein experimentieren

 

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