Wie sich emotionale Gedanken verwandeln

Emotionale Gedanken wie Traurigkeit und Wut können verwandelt werden. Lies hier, wie du aus dem Gedankenkarussell herauskommst.
Wie sich emotionale Gedanken verwandeln

„Bist du traurig? Tanze und schaue zu, wie die Traurigkeit deinen Körper verlässt, während beim Tanzen Hitze aus deinem Körper entweicht.

Oder stelle dich unter die Dusche und spüre beim Duschen, wie das Wasser die Traurigkeit ebenso von deinem Körper ab­wäscht, wie allen Staub und Schweiß. Beobachte, was geschieht.

Versuche, deinen Kopf in eine Situation zu bringen, in der er nicht so wie sonst funktio­nieren kann. Zum Beispiel: Wenn du wütend wirst, holst du jetzt ein paar Mal tief Luft. Atme tief ein und atme tief aus, nur zwei Minuten lang, und dann schau, wo deine Wut ist.

So bringst du deinen Kopf durcheinander. Er kann die beiden Dinge nicht unter einen Hut bringen. „Seit wann,“ fragt sich der Kopf dann, „atmet man eigentlich tief durch, wenn man wütend ist? Was ist denn hier los?“

Erfinderisch mit Gedanken umgehen

Überliste einfach das Denken! Doch wiederhole die Handlung nicht: Denn darum geht es ja. Andernfalls nimmst du jedes Mal, wenn du traurig bist, eine Dusche, und so wird es zur Gewohnheit werden.

Nach drei oder vier Malen hat es dein Kopf dann kapiert: „Also gut. Du bist traurig? Dann gehe halt duschen.“ Dann wird das Duschen zum Bestandteil deiner Traurigkeit.

Nein, wieder­hole dich nicht. Bringe den Kopf immer wieder durcheinan­der. Sei erfinderisch, setze deine Fantasie ein.

Dein Partner sagt etwas und du wirst wütend. Wenn das passiert, würdest du dann nicht am liebsten losschlagen oder ihm etwas an den Kopf werfen?

Tue diesmal etwas anderes: Gehe hin und umarme ihn. Gib ihm einen dicken Kuss. Überrasche ihn!

Du wirst genauso erstaunt sein wie er. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Du wirst sehen, dass die alten Mechanismen in deinem Kopf mit dem Neuen einfach nicht mehr klarkommen. Sie können sich nicht mehr abspulen.

Öffne das Fenster und lass eine frische Brise rein.“

 

Osho, Zitat – Auszug

 

Spielerisch mit Wut umgehen

 

4 Kommentare

  • Wut ist meistens Ausdruck meiner Ohnmacht. Ich werde mit Dingen konfrontiert, die zerstörerisch sind und ich glaube, nichts daran ändern zu können. Ich werde wütend und fange an, zerstörerisch zu denken und zu handeln, nach innen oder nach außen oder beides. Eine Illusion der Allmacht entsteht.
    Nach der Explosion der Wut kommt die Implosion der Traurigkeit. Die Ohnmacht legt sich wieder hin, bis zum nächsten Anlass! Oder so ähnlich :-))
    Kommt es euch bekannt vor? Was ist eigentlich das Gegenteil von Wut? Vielleicht lässt sie sich in was Sinnvolles trans-formieren? Doch was ist sinnvoll?
    Habt einen sinnvollen Tag! Ara

  • Hast Du Wut? Dann geh rein. Mach sie größer. Spüre, wo sie herkommt. Was ist in Dir? Was triggert diese Wut in Dir? Meistens sind es alte Verletzungen, die gesehen werden wollen. Liebe Deine Wut! Trag sie herum, wie Dein Allerliebstes! Sie sagt Dir etwas von Dir. Finde die Botschaft. Sie zu übergehen ist nicht Mein Weg. <3 <3 Wim.

    • Hi Wim,
      ja, das finde ich auch wichtig, was du sagst. Gerade, wenn ein echtes Gefühl hochkommt, dann ist es wertvoll, da genau hinzuschauen.
      In diesem Zitat geht es um unbewusste Gedankenschleifen, Emotionen, die mir aus Gewohnheit nachhängen. Wut bspw., die aus der alten Gewohnheit des verletzten Stolzes kommt, was im Grunde keine Bedeutung mehr für mich hat und nur noch so rumlungert. Oder Wutschleifen gegen irgendetwas oder irgendjemanden.
      Das ist alles individuell und dieser Beitrag soll einfach eine Möglichkeit für jemanden zeigen, der genug von seinen Gedanken hat und nicht mehr drauf einsteigen möchte. Ich finde es genial bei Wut zu tanzen, da lösen sich alle Gedanken und das Wirkliche bleibt.
      Wenn hinschauen dein Weg ist dann könnte dich vielleicht dieses Zitat interessieren: https://www.findyournose.com/wut-als-weg-zum-stillen-zentrum
      Herzliche Grüße
      Samarpan

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