Test: Wie lange bleibst du bewusst?

Mache den Sekunden-Test: Du wirst nicht länger als 60 Sekunden bewusst bleiben - es sei denn, du bist eine Nonne oder ein Mönch. Hier Anregungen, wie du den Strom der Gedanken vorbeiziehen lassen kannst.
Mache den Sekunden-Test: Wie lange bleibst du bewusst?

Mache den Sekunden-Test:

„Lege deine Uhr vor dich hin und beobachte den Sekundenzeiger.

Du wirst erstaunt feststellen, dass du schon nach 15 Sekunden das Beobachten vergessen haben wirst. Du findest dich in Gedanken über alles Mögliche wieder.

Nach ein paar Sekunden wachst du auf und sagst: „Oh Gott, das waren noch nicht einmal 15 Sekunden!

Mit Meditation Bewusstheit stärken

„Keine 60 Sekunden kannst du durchgehend wach und bewusst beobachten. Der Druck und der ständige Strom der Gedanken sind zu mächtig.

Deshalb erschaffen Meister komische Hilfsmittel, damit du das Denken auf die Seite stellst, ohne ihm feindlich gesinnt zu sein. Beginne, still zu beobachten, ohne die Gedanken direkt anzugreifen.

Das Denken wird dich auf eine Weltreise führen und dich versuchen zu überreden: „Was machst du hier? Was soll da schon innen drinnen sein? Draußen tobt das Leben und du sitzt hier und tust nichts?

Das Denken wird dir viele Gründe geben, nicht zu meditieren und du musst es liebevoll und vorsichtig auf die Seite stellen. Erinnere dich daran, es muss liebevoll und vorsichtig sein.

Erwecke den inneren Meister, denn sobald das Denken das Licht des inneren Meisters in dir sieht, wird es ganz spontan in Harmonie mit ihm fallen. Dann gibt es keinen Kampf mehr.“

Die Gedanken legen sich, wenn der innere Meister erwacht ist

„Gurdjieff erzählte oft, dass in einer Schulklasse das totale Chaos herrscht, wenn der Lehrer weggegangen ist. Die Kinder schreien, hüpfen herum, rennen, streiten sich… Und dann kommt der Lehrer herein und jedes Kind setzt sich an seinen Platz und schaut in sein Buch. Es entsteht Stille.

Gurdjieff sagte, dass fast das Gleiche passiert, wenn du dein eigener Meister wirst. Der Meister kommt herein und die Gedanken, die plötzlich den Meister wahrnehmen, erkennen ihre Position.

Beobachten und Wahrnehmen bedeutet, aus dem Denken heraus zu rutschen – auf anmutige Weise. Du beobachtest einfach den Strom an Gedanken in dir. Du nimmst nicht Teil daran, du stehst auf der anderen Straßenseite und lässt den Verkehr vorbei ziehen. Du bist nicht in der Stimmung, zu kämpfen oder zu beurteilen.

Du sagst nicht über das Denken: „Ah, das ist gut“ und „Das ist aber nicht gut, was du da denkst„… Was immer an dir vorbeizieht, deine ganze Aufgabe ist, es wahrzunehmen. Bald wird das Zuschauen still und die Gedanken sind weit weg.

Wenn der innere Meister in dir erweckt ist, dann kann der Denkmechanismus in einzigartiger Weise benutzt werden. Es ist die größte biologische Evolution. Die Denkmaschine muss benutzt werden. Aber finde zuerst den Meister, der das Denken benutzen kann.

Im Moment noch benutzt dich das Denken. Jeder ist der Sklave seines Denkens, bis er sich gefunden hat.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus  Isan: No Footprints in the Blue Sky #3

 

Mache den Test: Wie lange bleibst du bewusst?

 

Und noch ein Test:
Kannst du mit deinen Gehirnhälften spielen?

 

2 Kommentare

  • Hallo,
    mir hift beim Beobachten der Gedanken immer das Bild, dass die Stille bereits da ist.
    Ich muss sie nicht kreieren.
    Sie ist bereits da – versteckt hinter den Gedanken. Ich muss sie nur finden.
    Das macht das Meditieren einfacher …
    Danke für den schönen Post,
    Sabine

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