Was Mystiker schon seit 2500 Jahren sagen…

Weisheit veraltet nicht. Es gibt Dinge, die Wissenschaftler heute entdecken, die schon vor 2.500 Jahren von erleuchteten Mystikern gewusst wurden.
Was Mystiker schon seit 2500 Jahren sagen…

„Die Menschheit geht in eine neue Phase, ein neues Bewusstsein wird kommen. Was Bewusstsein anbelangt, so ist in den letzten 10.000 Jahren nichts mehr Neues passiert. Es gab Buddhas und Albert Einsteins, doch wir warten immer noch auf einen Buddha, der auch ein Albert Einstein ist. Oder einen Albert Einstein, der auch ein Buddha ist. Dieser Tag rückt immer näher.

Albert Einstein war in seinen letzten Tagen sehr an Meditation interessiert, an Religion. Seine letzten Tage waren voller Wunder.

Im Alter sagte er: „Ich dachte immer als ich jung war, dass früher oder später das Unbekannte im Universum erforscht sein wird und so arbeitete ich hart daran. Aber jetzt kann ich sagen, je mehr wir wissen, desto mysteriöser wird das gesamte Leben. Je mehr wir wissen, desto weniger wissen wir und umso mehr werden wir uns der unermesslichen Weite bewusst…“

Alles ist Energie

Die Wissenschaft hat es nicht geschafft, das universelle Leben zu entmystifizieren, sondern, im Gegenteil, sie hat die Dinge noch mysteriöser gemacht.

Zum Beispiel war es vor nur einem Jahrhundert für Wissenschaftler so einfach zu sagen, dass alles Materie ist. In der heutigen Zeit ist die Materie verschwunden. In der Neo-Physik gibt es keine Einheit, die Materie heißt. Je tiefer der Physiker in die Welt der Materie eintauchte, umso weniger Materie wurde gefunden. Alles ist reine Energie.

Wie soll man Energie definieren? Ist sie aus Materie? Energie kann nicht materiell sein, Energie ist etwas ganz anderes als Materie. Materie ist statisch, Energie ist dynamisch. Materie ist ein Substantiv, Energie ein Verb. Materie ist messbar, Energie ist nicht zu messen. Als der Physiker in die Welt der Energie einstieg, wurde er mehr und mehr verwirrt. Niemals vorher war er so verwirrt.

Ein Kieselstein – Universum aus vielen Welten

Mystiker waren immer in Ehrfurcht vor dem universellen Leben. Der Physiker ist zum ersten Mal ehrfürchtig, denn er hat etwas sehr Wesentliches berührt. Bisher hatte er die Dinge nur von außen erforscht.

Ein Stein ist von außen gesehen einfach nur ein Stein. Heute weiß der Physiker, dass der Stein nicht einfach nur ein Stein ist. Er enthält viele Welten in sich. Ein kleiner Kieselstein, den du in der Hand hältst, enthält soviel Atomenergie, dass das gesamte Universum daraus entstehen kann.

Ein Kieselstein enthält so viele Atomenergie, dass das gesamte Universum damit zerstört werden kann. Er ist nicht einfach nur ein Kieselstein, er ist kein fester Gegenstand. Du hältst ihn in der Hand und weißt, dass er ein Gegenstand ist, aber das ist nicht mehr wissenschaftlich.

Der Kieselstein sieht nur so aus, als ob er kompakt wäre, er ist flüssig. Er sieht so aus, als ob du Dinge mit ihm machen könntest und er manipulierbar wäre. Doch du kennst sein Mysterium nicht, das nicht zu manipulieren ist. Die Mysterien eines Kieselsteins sind unermesslich groß, fast so wie das Mysterium von Göttlichkeit selbst.

Verblüffte Wissenschaftler

Eher Bewusstsein als Materie

Zum ersten Mal benutzt der moderne Physiker die Sprache der Mystiker. Eddington sagte: „Das Universum sieht nicht mehr wie ein Ding aus, sondern eher wie ein Gedanke.“ Und das aus dem Munde eine Wissenschaftlers, eines Nobelpreis-Trägers. Das Universum sieht eher wie ein Gedanke als ein Ding aus?

Das bedeutet, das Universum ist eher Bewusstsein als Materie. Materie wurde analysiert, wir drangen tiefer in die Materie ein. Wir entdeckten Atome, Elektronen, Neutronen… und wir sind völlig verblüfft und wissen nicht mehr, wie wir ausdrücken sollen, was uns begegnet. Wir haben keine Sprache dafür, denn wir haben das noch nie gesehen.

Die richtige Sprache wird in den Worten der Mystiker gefunden werden: Buddha wird hilfreich sein oder Laotse. Wissenschaftler schauen schon in den Worten Buddhas nach, um die richtige Sprache zu finden, denn die Mystiker sind diejenigen, die schon immer über Paradoxien und Mysterien gesprochen haben. Jetzt begegnet die Wissenschaft diesen Paradoxien.

Eine Welt von Paradoxien

Das größte Paradox ist, dass sich das Elektron in einer ganz unglaublichen Weise verhält, so unglaublich, dass es kaum ausgedrückt werden kann. Es verhält sich gleichzeitig wie ein Teilchen und wie eine Welle. Das ist unmöglich für den Verstand zu begreifen. Entweder, etwas ist ein Teilchen, oder, es ist eine Welle. Beides kann es nicht gleichzeitig sein.

Der Wissenschaftler steht vor einem Rätsel. Heute erkennt er, dass die Mystiker, die schon immer in Paradoxien gesprochen haben, aus ihrer Erfahrung erklärt haben. Mystiker sagen, Göttlichkeit ist weit entfernt und gleichzeitig ganz nahe.

Leben und Tod sind eins, nicht zwei und das bekommt zum ersten Mal für den Verstand des Wissenschaftlers bedeutungsvoll. Es entsteht eine neue Art Wissenschaft, eine Wissenschaft der Unsicherheit. Keine Sicherheit mehr! Sichere Aussagen erscheinen zu grob zu sein.

Mahaviras Weisheit

‚Vielleicht…!‘

Vor 25 Jahrhunderten begann der indische Mystiker Mahavira jede Aussage mit „vielleicht“. Wenn man ihn gefragt hat: „Gibt es Göttlichkeit?“, dann antwortete er mit „Vielleicht.“ Damals verstand das niemand, denn wie konnte er „vielleicht“ antworten? Entweder es gibt Göttlichkeit oder nicht. Was also soll das Vielleicht?

Heutzutage kann es verstanden werden. Mahavira benutzte die gleiche Sprache, die von Albert Einstein benutzt wurde. Albert Einstein nannte sie die Relativitätstheorie, genau wie Mahavira seine Philosophie nannte: Sapekshawad – die Theorie von Relativität. Nichts ist sicher, alles ist flexibel und fließend. In dem Moment in dem du etwas gesagt hast, ist es nicht mehr das gleiche. Dinge gibt es nicht, sagt Mahavir, sondern nur Ereignisse.

Wissenschaft im ständigen Wandel

Genau das beschreibt die moderne Wissenschaft. Wir können nichts mehr absolut beschreiben und sagen: „So genau ist das!“ Wann immer jemand mit Bestimmtheit sagt: „Genau so ist es“ benimmt er sich dumm.

Früher hat man von so einem Menschen gedacht, er sei ein Mensch der Bescheid weiß. Je sicherer jemand war, desto mehr dachte man, er sei kompetent. Ein unbestimmter Mensch, der zögerte, wurde für unwissend gehalten.

Mahavira kam zu früh in die Welt, er kam vor seiner Zeit an. Heute ist die Zeit reif, heute wird er von Wissenschaftlern verstanden werden, von der höchsten Intelligenz in der Welt. Versuche nicht, Dinge unter einen Hut zu bringen, das ist ein falscher Ansatz.

Beobachte einfach und schaue tief in die Dinge, so wie sie sind. Sie sind schon unter einem Hut. Es gibt im Leben keinen Konflikt. Alle Gegensätze ergänzen sich.

 

Osho, Zitat – Auszug aus Be Still and Know

 

Was Einsteins Quantenfeld und Buddhas Leere gemeinsam haben

 

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2 Kommentare

  • Hallo Samarpan,

    bei den Gegensätzen, welche keine sind, dürfen wir nicht ausser Acht lassen, dass „wir“ jene Wirklichkeiten kreieren. Ob Welle oder Teilchen entscheidet die „Versuchtsanordnung“.

    Wenn „wir“ keine Wirklichkeiten schaffen, dann ist „Nichts“. Rein gar nichts. Eine Welt ohne Illusison besteht de facto nicht. Ob es dann „Gott“ noch gibt, welcher „uns“ eingefangen hat, im selben Augenblick, in welchen wir uns Wirklichkeiten schufen, ist wohl auf ewig eine Glaubensfrage.

    Jedenfalls hätte es etwas tröstliches, wenn hinter „dem Vorhang“ noch so was wäre wie: Empfindung und Gefühl ….

    Schönen Tag … Deine Arbeit ist einfach wunderbar,
    sam

    • hi sam, das finde ich toll, dass du soviele anregungen bekommst und auch noch ausdrückst. für mich ist das ’nichts‘ durchaus tröstlich, denn nach seltenen erfahrungen in meditation ist nichts nicht nichts. es ist auch keine empfindung oder ein gefühl, denn das braucht wieder jemanden, der empfindet… aber schaun mer mal, wenn wir dann im nichts baden, dann können wir uns ja erzählen, wies uns geht, ok? bis dann 🙂