Ein bewusster Mensch entscheidet nicht – er sieht klar.

Hast du Schwierigkeiten, dich zu entscheiden? Lies hier, warum du dich nur um Bewusstsein kümmern musst, und nicht um Entscheidungen. Ein bewusster Mensch entscheidet nicht, er handelt spontan, weil er klar sieht.
Ein bewusster Mensch entscheidet nicht - er sieht klar.

„Moral kümmert sich nur um Handlungen. Und ich möchte klarmachen, dass Zen nichts mit Moral zu tun hat. Zen ist reine Religiosität, das ist ein wesentlich höherer Standpunkt.

Zen entscheidet nicht, was richtig und falsch ist, es möchte einfach nur dein Bewusstsein in jeder Situation klar haben, um richtig sehen zu können. Die Frage geht niemals nach der Entscheidung. Sich zu entscheiden bedeutet, dass schon Zweifel aufgetaucht sind.

Sich zu entscheiden bedeutet, du bist hin und her gerissen. Sich zu entscheiden bedeutet, dass die eine Hälfte von dir auf dieser Seite ist und die andere Hälfte auf der anderen Seite und du hast das Problem, wohin du gehen sollst.

Ein Mensch mit reinem Bewusstsein entscheidet sich nie, er handelt einfach spontan. Es gibt nichts Gutes für ihn und nichts Schlechtes.

Das Einzige, was gut ist,
ist bewusst zu sein
und das Einzige, was schlecht ist,
ist unbewusst zu sein.

Handlungen zählen nicht.
Das muss verstanden werden.

 

Mit Bewusstsein bleibt, was richtig ist
und verbrennt, was falsch ist

Die Frage ist nicht, in deinen Gedanken herauszufinden, was richtig und was falsch ist, oder in deinen Handlungen, was richtig ist und was falsch ist.

Die Frage ist, so ein vollständiges und so intensives Bewusstsein zu finden, dass, was immer das Richtige ist, übrig bleibt und was immer falsch ist, verbrennt. Du brauchst es nicht zu entscheiden.

Und wenn eine Handlung aus stiller Meditation entsteht, hat sie eine Reinheit und eine Schönheit und einen Duft. Sie hat nichts mit Moral oder Unsittlichkeit zu tun. Dies sind die sehr niedrigen Überlegungen der Gesellschaft, der kollektiven Masse.

Zen gehört zu den höchsten Gipfeln des Himalayas, zu den höchsten Gipfeln von Bewusstsein. Von dort aus ist die Sicht in alle Richtungen klar.

Es gibt keine Notwendigkeit, sich zu entscheiden; du siehst einfach nur, was richtig ist. Du musst noch nicht einmal darüber nachdenken, du handelst einfach. Du denkst nicht über die Folgen nach.

Aus dieser Reinheit können nur Rosen erblühen. Aus dieser Reinheit besteht keine Möglichkeit, dass irgendein Übel in dir aufsteigt.

Das Interesse von Zen ist reine Religiosität – nicht Religion, denke daran. Religion ist fast mit moralischen Vorstellungen gleichgesetzt worden, mit Geboten. Aber die Zeit verändert sich; jeder Moment, alles bewegt sich.

Du kannst nicht entscheiden, was für immer und ewig richtig ist, du kannst dich nur auf deine Klarheit verlassen. Was heute richtig ist mag morgen falsch sein. Gebote gehören der niedrigsten Klasse von Moral an.“

 

Osho, Zitat – Auszug aus Turning In #2

 

Entscheidungen im richtigen Zustand treffen

 

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