Kurzer Test: Was ist Meditation?

Es gibt viele Missverständnisse über Meditation, deshalb hier ein Test mit 3 Fragen, die ein wenig Klarheit schaffen können. Teste deine Meditationserfahrung.
Kurzer Test: Was ist Meditation?

Es gibt viele Missverständnisse über den Zustand von Meditation, Anlass für mich, diesen kleinen Test über Meditation auszuarbeiten.

Hat Meditation etwas mit Konzentration zu tun?
Oder mit innerem Licht sehen?
Hilft Gymnastik beim Meditieren
und behindert es, viel zu arbeiten?
Wir gehen dem auf den Grund…

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Was ist Meditation?

  1. Ein inneres Licht sehen?
  2. Präsent sein?
  3. Sich auf etwas konzentrieren?

 

Was erleichtert Meditation?

  1. Ein kleiner Schluck Alkohol?
  2. Sanfte Gymnastik?
  3. Sich selbst lieben?

 

Was behindert Meditation?

  1. Viel arbeiten?
  2. Unterhaltung und Kaffeeklatsch?
  3. Sich verurteilen?

Eine Bemerkung:

Meditation ist ein individueller Prozess. Die hier beschriebenen “richtigen” Antworten dienen nur der Vertiefung eines generellen Verständnisses über den Zustand von Meditation. Falls du zu anderen Schlüssen kommst, vertraue dir selbst.

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Die richtigen Antworten

Was ist Meditation?

1) Ein inneres Licht sehen?

Manchmal kann es geschehen, dass beim Meditieren ein inneres Licht, psychedelische Farben und andere wunderbare Phänome gesehen werden. Dies ist keine Meditation. Keine Erfahrung ist Meditation, da es dort immer ein Objekt (die Erfahrung) und ein Subjekt (den Zuschauenden) gibt.

Meditation ist nicht geteilt. Meditation ist reines, offenes Bewusstsein, das wahrnimmt, wenn derartige Phänomene geschehen.

***Präsent sein!***

Das ist die richtige Antwort.
Der Zustand von Meditation ist im Hier und Jetzt. In diesem Moment, jetzt, während des Lesens, entspannt wach und gegenwärtig zu sein, in bewusster, entspannter, offener Präsenz seiner selbst, dessen was wahrgenommen wird und der Wahrnehmung selbst, die alles mit einbezieht

Das ist Meditation (und noch vieles andere mehr).

3) Sich auf etwas konzentrieren?

Meditation ist ein Zustand von Weite, in einem umfassenden Bewusstsein, Konzentration bezieht sich auf die Gedanken und engt die Bewusstheit ein.

Wenn zum Beispiel in der Vipassana Meditation davon gesprochen wird, „sich beim Meditieren auf den Atem zu konzentrieren“, so ist das zwar eine mögliche Technik, Gedanken zu disziplinieren, doch für sich selbst noch keine Meditation.

Im Zustand von Meditation wird der Atem entspannt im offenen Raum wahrgenommen, wie er sich bewegt. Der Atem wird dann als loser Anker gesehen, der eine Form im großen Ganzen darstellt. Ein solcher Anker kann die Nasenspitze oder der große Zeh sein, es gibt unendliche Möglichkeiten für solche Anker, die helfen, entspannt bewusst zu bleiben.

Meditation ist der offene Raum, in dem viele Phänomene kommen und gehen.
Konzentration ist eine Meditationstechnik, doch keine Meditation.

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Was erleichtert Meditation?

1) Ein kleiner Schluck Alkohol?

Ein wenig Alkohol führt zur kurzfristigen Entspannung des Verstandes, Stress-Gedanken verflüchtigen sich und der immerwährende Druck im Kopf lässt nach.

Gleichzeitig nimmt dabei jedoch die Bewusstheit ab. Da es in der Meditation um hundertprotzentige Wachheit geht, ist die bewusstseinseinschränkende Wirkung von Alkohol beim Meditieren nicht förderlich.

2) Sanfte Gymnastik?

Es ist grundsätzlich unterstützend, vor dem Meditieren den Körper zu bewegen. Sanfte Gymnastik löst leichte körperliche Verspannungen, sie berührt jedoch nicht die tiefere, innere Anspannung, die wir in uns tragen. Man kann sein Leben lang Gymnastik machen und trotzdem nie etwas über Meditation erfahren.

Meditation geht weit über eine rein körperliche, kurzfristige Entspannung hinaus, sie dringt durch Konditionierungen, die die Freude an sich selbst behindern. Sanfte Gymnastik kann diesen Prozess nicht leisten. (Meditationstechniken wie Qi Gong, Tai Chi oder Yoga zielen vor allem auf innere Entspannung und werden deshalb hier nicht zu „Gymnastik“ gezählt.)

***Sich selbst lieben!***

Das ist die richtige Antwort.
Buddha sagte: Liebe dich selbst und beobachte. Das ist die Essenz jeder Meditation. Sich selbst zu lieben ist der sicherste Weg durch den inneren Dschungel von Gedanken und Gefühlen zu einer offenen Wahrnehmung zu gelangen.

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Was behindert Meditation?

1) Viel arbeiten?

Viel zu arbeiten kann Bewusstsein sogar fördern, es kommt darauf an, wie die Arbeit verrichtet wird. Jede Handlung kann Meditation unterstützen, es kommt immer auf den Bewusstseinszustand des Handelnden an. Bewusst zu arbeiten bedeutet etwa: „zu arbeiten, als sei die Arbeit in diesem Moment das Wichtigste im Leben“.

Sogar ein Burnout kann Meditation fördern, ein Zusammenbruch mag der Beginn eines meditativen Lebens sein.

2) Unterhaltung und Kaffeeklatsch?

Alles kann Meditation behindern oder fördern. Wie schon im Punkt ‚Arbeiten‘ beschrieben, kommt es auf die Wachheit und Achtsamkeit der Handelnden an. Sich seicht zu unterhalten und dabei Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen kann eine entspannende und heitere Erfahrung seiner selbst beinhalten und wird deshalb nicht als Behinderung für Meditation angesehen.

***Sich verurteilen!***

Das ist die richtige Antwort, sich zu verurteilen erschwert den Zustand von Meditation.
Wer sich verurteilt, bekämpft in sich das, was sich beim Meditieren ausbreitet – das natürliche Wesen, die eigene Natürlichkeit, so, wie sie sich Jetzt darstellt. In diesem Moment, während des Lesens…

Würdest du andere Antworten auf die 3 Fragen geben?

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