4 Meditationen für Sonn- und Feiertage (auch für Kinder)

4 Meditationen, die man auch mit Kindern an Sonntagen und Feiertagen ausprobieren kann. Z. B. 'Mache nur, was dich erfreut'...
4 Meditationen für die Sonn- und Feiertage

4 Meditationen,
die jedem Spaß machen

Im Grunde ist der Zustand von Meditation eine einfache, kinderleichte Sache – deshalb lieben es Kinder, damit zu experimentieren.

Den Zustand von Meditation kannst du nicht üben oder herbei organisieren, es ist ein natürlicher Zustand, den du als Erwachsener nicht mehr wahrnimmst – Kinder tun sich da oft leichter.

Kinder erinnern sich leichter an den Zustand von tiefer Entspannung, Lebensfreude und dem Vertrauen in grenzenlose Freiheit.

Die folgenden Meditationen helfen Erwachsenen und auch Kindern sich an ein meditatives Lebensgefühl zu erinnern und zu verstehen, was Meditation überhaupt ist.

Das ist spannend, denn mit der Entspannung, Zentrierung und Liebe für sich selbst, die Meditation mit sich bringt, verwandelt sich das Leben in eine neue Form.

Hier 4 Meditationsmethoden, die mit dem Finger auf das Wesen von Meditation zeigen.

Viel Spaß beim Experimentieren!

… und die Feiertage werden mit diesen Meditationen ganz bestimmt nicht langweilig sein 🙂

 

Meditation 1:
Mache NUR, was dich erfreut

Die folgende Meditationstechnik ist das Höchste an Rebellion was mir begegnet ist – nichts ist gefährlicher und lebendiger als diese Technik. Man muss mit sich in Kontakt sein und bleiben, um zu wissen, was erfreut. Jeden Moment. Das schärft zunächst nur die Wahrnehmung über sich selbst und zentriert. 

Es geschieht dann noch viel mehr durch diese Meditation, doch das wird nicht verraten – ausprobieren! Selbst wenn es nur eine halbe Stunde am Tag ist…

Über Freude das innere Zentrum erfahren

„Anfangs sieht diese Meditationstechnik sehr schwierig aus. Aber sie wird einfach, wenn du sie einmal ausprobierst. Mache nur das, was dich erfreut. Wenn du etwas nicht genießt, dann mache es nicht. Probiere es aus.

Freude kommt aus deinem Zentrum. Wenn du etwas machst, was dich nicht befriedigt, dann bist du von deinem Zentrum abgetrennt. Freude kommt aus dem Zentrum und von nirgendwo sonst. Lege diese Technik deinem Leben zugrunde und sei richtig fanatisch damit.

Du gehst über die Straße und plötzlich bemerkst du, dass dir das Gehen keinen Spaß mehr macht. Halte an. Schluss damit! Es ist keine Freude dabei, also wird es nicht gemacht.

Ich habe diese Übung in meinen Tagen in der Universität praktiziert und die Leute dachten, ich sei verrückt. Plötzlich hörte ich auf zu gehen und stand mehr als eine halbe Stunde an der gleichen Stelle, solange, bis es mir wieder Freude machte, weiter zu gehen.

Nach und nach wurde diese Technik zum Schlüssel. Ich erkannte, dass, wann immer ich etwas mit Freude machte, ich auch gleichzeitig zentriert dabei wurde. Vergnügen hat den gleichen Ton wie zentriert sein. Dagegen ist man aus dem Zentrum gefallen, wenn etwas aus Pflicht und Gewohnheit gemacht wird.“

Osho – Zitat-Auszug aus The Discipline of Transcendence, Vol.4 #4
Samarpans Erfahrungsbericht zu dieser Meditation

 

Meditation 2:
Feiere mit allem, was du tust

Dich im Alltag bewusst ausdrücken und erfahren

„In Japan gibt es die Teezeremonie. In jedem Zen-Kloster und in jedem Haushalt, der es sich leisten kann, steht ein kleiner Tempel in dem Tee getrunken wird. Tee trinken ist dort keine alltägliche Sache.

Es ist nur ganz einfacher Tee, doch die Japaner haben eine wunderschöne religiöse Feierlichkeit daraus gemacht. Jeder kommt erfüllt, frisch, jung und voller Lebensfreude aus dem Tempel.

Was mit Tee gemacht werden kann, das geht mit allem, deinen Kleidern, deinem Essen. Jeder Stoff hat seine eigene Schönheit, seine eigene Empfindung.

Wenn du einfühlsam bist, dann ist ein Kleidungsstück nicht nur etwas um den Körper zu bedecken. Dann ist es etwas, das deine Individualität ausdrückt, etwas, das deinen Geschmack, deine Kultur, dein Sein ausdrückt.

Alles, was du tust, sollte dich widerspiegeln. Es sollte deine Handschrift tragen. Dann wird das Leben zu einer ständigen Feier.

Osho – Zitat-Auszug aus Beyond Enlightenment

 

Das ganze Leben
kann eine einzige
große Feier sein,
eine Freude an sich selbst.

Ich feiere mich selbst – und so auch jeden anderen

 

Meditation 3:
Gewicht verlagern und die Mitte spüren

Körperlich spüren, was es heißt, zentriert zu sein

Stehe auf beiden Beinen, halte sie 15 bis 20 cm auseinander, und schließe deine Augen. Verlagere dann dein gesamtes Gewicht auf das rechte Bein, so, als würdest du nur auf dem rechten Bein stehen, das linke ist unbelastet.

Fühle es, und dann wechsle über zum linken Bein. Dein gesamtes Gewicht ruht auf dem linken Bein, und du entlastest das rechte vollkommen, als ob es nichts zu tun hätte. Es steht einfach auf der Erde, aber es trägt kein Gewicht.

Wiederhole dies 4 bis 5 mal. Spüre, wie sich die Energie verlagert – und spüre, wie es sich anfühlt. Dann versuche, dich genau in der Mitte zu halten, weder auf dem linken Bein, noch auf dem rechten, noch auf beiden Beinen.

Nur in der Mitte,– ohne Belastung, halbe-halbe. Dieses Gefühl von halbe-halbe verwurzelt dich besser mit der Erde.

Osho, Auszug aus unveröffentlichten Reden

 

Meditation 4:
Grimassen schneiden, brabbeln und sich wiegen

Den Kopf entspannen, Sorgen loslassen und mit sich sein

Setze dich jeden Abend vor dem Einschlafen auf dein Bett und fange an Grimassen zu schneiden – so, wie kleine Kinder es gerne tun. Mache alle möglichen Gesichter, gute, böse, hässliche, schöne, so dass das Gesicht und die gesamte Muskulatur in Bewegung geraten.

Erzeuge dabei Geräusche – unsinnige Laute sind okay – und wiege dich hin und her; mache das 10 oder 15 Minuten lang und gehe dann schlafen.

Stelle dich morgens, noch bevor du duschst, wieder vor den Spiegel und schneide 10 Minuten lang Grimassen. Vor dem Spiegel zu stehen wird dir helfen: Denn du kannst dich sehen, darauf eingehen und etwas darauf antworten.

Osho, Auszug aus unveröffentlichten Reden

 

Mit Feiern zu Bewusstheit

 

Meditation ist ein sehr einfaches Phänomen

Wie man die deutschen Untertitel einstellt

Osho sagt hier in etwa:

Verstehe, was Meditation ist:
auf allen Ebenen ungestört sein, still sein, total entspannt und zentriert, einfach nur in sich ruhen, du selbst sein.

Behalte diesen ungestörten, in sich zentrierten Zustand während einfacher Aktivitäten bei. Du bist der, der wahrnimmt.
 

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